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 <title>Progress - Campus</title>
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 <title>Hast du Lust auf ein Semester im Ausland?</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/hast-du-lust-auf-ein-semester-im-ausland</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2578&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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Möglichkeiten, für ein oder mehrere Semester im Ausland zu studieren, gibt es jede Menge und das Angebot wird laufend größer. Um deine Auslandserfahrung in dein Studium zu integrieren, ist eine gute und vor allem rechtzeitige Planung des öfters etwas langwierigen und leider sehr bürokratischen Unterfangens unbedingt notwendig.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Chance in das gewünschte Land zu fahren und dort zu studieren ist prinzipiell für alle Studierende gegeben, jedoch sind einige Faktoren maßgeblich dafür, ob du das Stipendium oder den Programmplatz an deiner gewünschten Hochschule und in dem gewünschten Zeitraum bekommst. Je eher und je ausgiebiger du dich über sämtliche Möglichkeiten informierst und je früher du dich für ein konkretes Austauschprogramm bewirbst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass dein Plan aufgeht.&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das bedeutet, dass du so früh wie möglich mit der Planung deines Auslandsaufenthaltes beginnen solltest. Auch auf die finanzielle Situation solltest du achten, denn die ausgegebenen Stipendien dienen meist nur als Zuschuss zu den oft erhöhten Lebenserhaltungskosten im Ausland und decken daher nicht deine gesamten Kosten ab. Es müssen neben Kosten für Wohnen, Transport und Studium auch etwaige Kosten für Versicherungen, Verwaltungstätigkeiten und andere Gebühren beachtet werden. Dies stellt Studierende in teuren Ländern oft vor Probleme.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Bevor du nun die tatsächliche Organisation deines Auslandsaufenthalts beginnst, solltest du folgende Fragen klären:&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wo will ich hin? In welches Land und an welche Hochschule?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wird mein Wunschstudium an meiner gewählten Hochschule angeboten?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Gibt es Austauschprogramme zwischen meiner Heimathochschule und der Zielhochschule (z.B. ERASMUS+, Joint Study, etc.) oder muss ich meinen&amp;lt;/p&amp;gt; &amp;lt;p&amp;gt;Auslandsaufenthalt selber organisieren?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung? Erfülle ich diese?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Welche Fristen gelten für die Bewerbung?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Welche Übereinstimmungen gibt es im Studienplan? Welche Lehrveranstaltungen können angerechnet werden?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wie kann ich mir meinen Aufenthalt finanzieren? Gibt es Stipendien? Muss ich Studiengebühren zahlen?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Welche Sprachvoraussetzungen werden verlangt? Muss ich vor der Bewerbung/Abreise einen Sprachkurs machen? Sind meine Sprachzertifikate aktuell?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wann sind die Anmeldefristen für Studierendenheime? Welche Möglichkeiten für die Wohnungssuche gibt es im Zielland?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Bin ich im Ausland versichert oder brauche ich eine Zusatzversicherung?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nun stellt sich noch die Frage: Welche Austauschprogramme gibt es denn eigentlich?&lt;br /&gt;
Wir geben dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten derzeit bestehenden Programme.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;ERASMUS+&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;ERASMUS+ ist das größte Austauschprogramm der Europäischen Union. Die Programminitiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der Hochschulbildung zu verbessern, transnationale Zusammenarbeit zwischen Hochschulen auszubauen und eine erhöhte Mobilität für Studierende und auch Lehrende zu ermöglichen.  Mit ERASMUS+ hast du die Möglichkeit, drei bis zwölf Monate an einer europäischen Hochschule zu verbringen. Deine im Ausland erbrachten Studienleistungen werden an deiner Heimathochschule im Voraus angerechnet. Zusätzlich bist du für die Dauer deines Aufenthaltes an deiner Ziel- und Heimathochschule von Studiengebühren befreit.&lt;br /&gt;
Weitere Informationen zu ERASMUS+ findest du unter &lt;a href=&quot;http://www.bildung.erasmusplus.at.&amp;lt;/p&amp;gt;&quot;&gt;www.bildung.erasmusplus.at.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;CEEPUS&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;CEEPUS – Central European Exchange Program for University Studies – ist ein Austausch- und Stipendienprogramm, mit dem Studierende mit Staatsbürger_innenschaft eines CEEPUS-Mitgliedstaates oder eines EU-/EWR-Staates an einer Hochschule in Zentraleuropa studieren können.&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du unter &lt;a href=&quot;http://www.ceepus.info.&amp;lt;/p&amp;gt;&quot;&gt;www.ceepus.info.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Joint Study-Programme&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Joint Study-Programme sind bilaterale Abkommen zwischen einer österreichischen und einer ausländischen Hochschule, wo du die Möglichkeit hast, ein oder zwei Semester an dieser Hochschule zu studieren.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Neben der beratenden Tätigkeit als Ansprechpartner für die Planung und Organisation von Auslandsaufenthalten dient das Referat für Internationale Beziehungen unter Leitung von Antonio Nedic auch als Interessensvertretung von österreichischen Studierenden in internationalen Gremien und Arbeitsgemeinschaften. Dies beinhaltet vor allem die Mitarbeit an Entwicklungen bezüglich des Bolognaprozesses und dem Ausbau des Erasmusprogramms. Wir arbeiten aus diesem Grund auch mit der European Students‘ Union (ESU) eng zusammen, um das Studieren an den Hochschulen Europas so angenehm wie möglich zu machen.&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die ESU ist ein Verband aus 45 Mitgliedsinstitutionen aus 38 Ländern und vertritt mehr als 11 Millionen Studierende auf europäischer Ebene. Das Ziel der ESU ist die Vertretung und die Förderung von bildungspolitischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen Studierender in der Europäischen Union sowie die Vernetzung mit anderen internationalen Institutionen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Haben wir dein Interesse geweckt? Hast du noch weitere Fragen?&lt;br /&gt;
Schreib uns eine E-Mail an &lt;a href=&quot;mailto:internationales@oeh.ac.at&quot;&gt;internationales@oeh.ac.at&lt;/a&gt; oder komm (mit Voranmeldung) bei unserem Büro in der Taubstummengasse 4-9, 1040 Wien vorbei.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Viel Spaß und Erfolg bei deinem Auslandsaufenthalt wünscht dir das Referat für Internationale Beziehungen!&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-container clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-sidebar field-type-field-collection field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-view clearfix view-mode-full field-collection-view-final&quot;&gt;&lt;div  about=&quot;/field-collection/field-sidebar/2129&quot;&gt;
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      &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 29 Dec 2019 17:18:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>progress</dc:creator>
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 <title>Die ÖH spricht mit deiner Stimme – nur welche soll es sein?</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/die-%C3%B6h-spricht-mit-deiner-stimme-%E2%80%93-nur-welche-soll-es-sein</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2558&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-autor-in field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;AutorInnen:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/autorinnen/redaktion&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Redaktion&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-shariff field-type-shariff field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;shariff&quot;  data-services=&quot;[&amp;quot;twitter&amp;quot;,&amp;quot;facebook&amp;quot;]&quot; data-theme=&quot;colored&quot; data-orientation=&quot;horizontal&quot; data-lang=&quot;de&quot; data-url=&quot;https://progress-online.at/artikel/die-%C3%B6h-spricht-mit-deiner-stimme-%E2%80%93-nur-welche-soll-es-sein&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-content-sidebar field-type-field-collection field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div  about=&quot;/field-collection/field-content-sidebar/2097&quot;&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;group-content-sidebar field-group-div&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-content field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Regierung erfüllt euch drei Wünsche. Welche wären das?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG:&lt;/strong&gt; Mehr Budget, höhere Beihilfen, Österreichweites Studententicket&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ:&lt;/strong&gt; Erhöhung des Budgets für Hochschulen auf 2% des BIP, Abschaffung von Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, Einführung eines Beihilfensystems, dass uns Studierenden ein schönes Leben ermöglicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;1. Umsetzung einer Klimapolitik im Rahmen der 1,5 Grad Ziele 2. freier und sozialer Zugang zu Bildung statt soziale Selektion 3. von der Politik zurücktreten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;FLÖ:  – Ausfinanzierung der Hochschulen – Starkes Studienrecht für Studierende und alle Hochschultypen – Wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage bildungspolitischer Entscheidungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;Ausfinanzierte Hochschulen mit nachgelagerten Studiengebühren, faire Zugangsbeschränkungen mit studentischer Mitbestimmung und Weltoffenheit an unseren Hochschulen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Von dieser rechts-rechtsextremen Regierung erwarten wir uns nichts, sondern wollen sie politisch bekämpfen. Unser einziger Wunsch ist also, dass sie sich auflöst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Freibier Einen 2. Donnerstag pro Woche Nochmal drei Wünsche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Rückkehr zum Diplomstudium und eine Abkehr vom Bologna-System. Rücknahme des UG 2002 und eine Demokratisierung der Hochschulen. Schaffung von günstigen Wohnungen für Studierende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im vergangen Jahr haben viele Unis neue Aufnahmeverfahren und Aufnahmetests eingeführt. Wie steht ihr zu diesen Maßnahmen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Wir begrüßen diese Maßnahmen, weil sie mehr Qualität für die Studierenden sicherstellen. Keine Wartelisten, keine überfüllten Kurse und Hörsäle mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Wir stehen für einen offenen Hochschulzugang, d.h., dass niemand durch Aufnahmetests oder teure Vorbereitungskurse von einem Studium abgehalten werden soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Die GRAS steht für ein freies Studium für alle. Es muss einen fairen und sozialen Zugang zu Bildung geben und keine soziale Selektion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Wir stehen für einen freien, offenen Hochschulzugang, und gegen jegliche weitere Aufnahmeverfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;In einigen überlaufenen Studiengängen sind solche Verfahren unvermeidbar. Wir fordern aber faire, mehrstufige Verfahren mit studentischer Beteiligung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Die Erfahrung zeigt, dass die Tests nichts verbessern, sondern Studierende aussortieren, die esmschwerer haben, z.B. aufgrund sozialer Herkunft oder Behinderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Jedem angehenden Studierenden soll der sprechende Hut aufgesetzt werden, da dieser ohnehin am besten weiß, was für jeden/jede der richtige Studiengang ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Aufnahmeverfahren sind sozial selektiv und nur eine Symptombehandlung des eigentlichen Problems. Mehr Raum und Personal würden einen besseren Lösungsansatz darstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie steht ihr zu Studiengebühren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Lehnen wir grundsätzlich ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Studieren muss für alle möglich und damit auch unabhängig von der finanziellen Situation machbar sein. Deswegen sind wir ganz klar gegen Studiengebühren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Studiengebühren stellen eine enorme Hürde dar und wirken stark sozial selektiv. Studieren muss allen möglich sein. Die GRAS fordert daher ein freies Studium für alle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Wir sind gegen jegliche finanziellen Hindernisse in und vor dem Studium, seien es Studiengebühren, Kautionen oder Aufnahmegebühren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS:&lt;/strong&gt; Wir fordern sozial gerechte nachgelagerte Studiengebühren, die Studierende nicht während des Studiums belasten und direkt in deine Hochschule fließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Unser Ziel ist offene und freie Bildung für alle. Studiengebühren stehen dazu im krassen Gegensatz. Die neoliberale Idee von nachgelagerten Gebühren lehnen wir ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Maximal sechs fünfzig, ohne scharf, zum Mitnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Studiengebühren lehnen wir ab. Studierende sind bereits ohne diese finanziell unter Druck. Berufstätige müssten dadurch mehr arbeiten und schließen ihr Studium später ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Empfindet ihr das derzeitige Beihilfensystem (Familienbeihilfe, Studienbeihilfe,..) für ausreichend? Was würdet ihr verändern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Die Beihilfen sollen erhöht und an die Inflation angepasst werden. Die Familienbeihilfe soll bis zum 27. Geburtstag ausgezahlt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Definitiv nicht ausreichend. Es braucht eine Erhöhung der Beihilfen, eine Ausweitung der Toleranzsemester und eine Abschaffung der Altersgrenzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Uns ist es wichtig, dass Studierende selbstbestimmt studieren können. Um das zu gewährleisten braucht es finanzielle Unabhängigkeit. Die GRAS fordert ein Grundstipendium für alle. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Wir fordern ein vereinheitlichtes, faires Stipendienystem, damit jedem Studi, unabhängig von der sozialen Ausgangslage, Studieren ermöglicht werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;Wir JUNOS haben ein eigenes Beihilfenmodell entwickelt, das alle Beihilfen integriert, den Bezieher_innenkreis erweitert und den maximalen Betrag erhöht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Damit die Universität offener für alle wird, sollten sowohl die Höhe der Beihilfen, als auch die Gehaltsgrenzen der Eltern zur Berechnung der Studienbeihilfe an die Inflation und die steigenden Lebenserhaltungskosten angepasst werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;„In meinem Schweini ist zu wenig Geldi.“ (Ralph Wiggum)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Viele sind nur bis zu einem gewissen Alter beziehbar, und allein durch die Beihilfen kommt man nicht über die Runden. Wir würden die Familienbeihilfe bis 30 beziehbar machen und erhöhen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ist ein durchschnittliches Studium in Mindestudienzeit abschließbar? Wenn nicht, was sind eurer Meinung nach die Gründe und was kann man verbessern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Mit dem Zugangsmanagement haben wir bereits einen ersten wichtigen Schritt gesetzt, um die tatsächliche Studiendauer zu verkürzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Probleme&lt;/em&gt;: z.B. Voraussetzungsketten, starre Curricula &amp;amp; Arbeit neben dem Studium. &lt;em&gt;Lösungen&lt;/em&gt;: soziale Absicherung, flexibles LV-Angebot &amp;amp; Ausbau der Digitalisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Probleme: Betreuungspflichten, Arbeit, Vorraussetzungsketten Verbesserung: Grundstipendium für alle für finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit, mehr Toleranzsemester &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Eine österreichweite Curriculareform unter dem Aspekt der Studierbarkeit ist dringend nötig, da in vielen Fächern, ein Studium in Mindestzeit utopisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;Wir JUNOS haben ein eigenes Beihilfenmodell entwickelt, das alle Beihilfen integriert, den Bezieher_innenkreis erweitert und den maximalen Betrag erhöht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Wie lang man braucht um zu studieren ist von Person zu Person unterschiedlich und allen sollte es möglich sein die ihnen angemessene Zeit in Anspruch zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Qualitativ hochwertige Lehrinhalte ist wichtiger als Mindeststudienzeit. Es ist schwer möglich, die Studienzeit eines technischen Studienganges mit beispielsweise der eines wirtschaftlichen zu vergleichen, da einem dort die ECTS-Punkte oftmals hinterhergeworfen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Für viele mit einem Nebenjob ist es nicht möglich. Ein echtes Beihilfensystem und günstiger Wohnraum könnte den Druck abschwächen und man könnte sich mehr aufs Studium konzentrieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie steht ihr zur Einschränkung der ÖH, wie sie im Regierungsprogramm festgehalten ist? Sollte sich die ÖH außerhalb von den 4 Wänden der Hochschule politisch engagieren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Wir finden, die gesetzliche Vertretung der Studierenden sollte alle Studierenden vertreten, nicht nur eine ideologische Minderheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Ja. Studierende und Hochschulen sind ein Teil der Gesellschaft. Als ÖH ist es auch wichtig, sich für Themen wie leistbares Wohnen &amp;amp; gute Sozialpolitik einzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Ja. Leben, studieren und arbeiten sind ineinander greifende Lebensbereiche. Studierende sind Teil dieser Gesellschaft und somit sind ihre Probleme auch gesamtgesellschaftliche Probleme. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Eine Einschränkung der ÖH ist nicht notwendig, da wir bereits der Aufsicht der Regierung unterliegen und wir stehen zur Beibehaltung des allgemeinpolitischen Mandats.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS&lt;/strong&gt;: Wir stehen klar zur ÖH als starke Interessenvertretung der Studierenden. Dafür muss sie sich aber ausschließlich für die Interessen der Studierenden einsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Die Repressionen kommen wenig überraschend, aber es gilt sich zu wehren. Wir stehen weiter für die exzessive Überschreitung des allgemeinpolitischen Mandats!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Die ÖH darf auch gerne im Garten verstecken spielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Selbstverständlich! Die ÖH hat sowohl zu politischen Themen Stellung zu beziehen, als auch Service zu leisten. Diese beiden Aspekte der ÖH gehen Hand in Hand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fridays For Future: Wie steht ihr zu dieser Bewegung?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um die Ziele zu erreichen, braucht es mehr als nur Demos. Wer fordert, muss auch handeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ:&lt;/strong&gt; Es ist toll zu sehen, wie viel junge Menschen gemeinsam bewegen können! Die Klimafrage ist eine soziale Frage und Fridays for Future eine ungemein wichtige Bewegung!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;FFF ist extrem wichtig. Klimakrise ist schon lange kein Fremdwort mehr und die Folgen davon sind bereits deutlich spürbar. Die GRAS setzt sich für die Umsetzung einer grünen Uni ein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Wir unterstützen es, wenn sich gerade junge Menschen engagieren. Das Klima geht uns alle etwas an, auch uns Studierende!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;Wir sehen unsere Aufgabe als ÖH-Fraktion nur im Hochschulbereich. Wir setzen uns aber im Rahmen der Vertretung der Studierenden für Nachhaltigkeit an den Unis ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili&lt;/strong&gt;: Wir begrüßen den Aktivismus der Schüler*innen. Hatten frühere Öko-Bewegungen oft Querfrontpotential, hoffen wir hier auf eine linke &amp;amp; radikale Perspektive.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;No Ma&#039;am: Sehr gut. Freitags nicht in die Schule zu gehen ist eine gute Vorbereitung auf das Studium, denn da macht keiner was an einem Freitag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Positiv! Leider verschweigt man oft die Rolle des globalen Kapitalismus, der auf Kosten der Umwelt Profitmaximierung anstrebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie steht ihrzu Schwarz-Blau?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: ​&lt;/strong&gt;Wie mit jeder Regierung davor, bemühen wir uns auch mit der türkis-blauen um eine gute Verhandlungsbasis für unsere Forderungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Wir stehen immer auf der Seite der Studierenden. Mit Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und weniger Sozialleistungen zeigen sie uns, dass sie das nicht tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Schwarz-Blau steht für Diskriminierung, Einschränkung von Studierenden, Sozialabbau und ein rückschrittliches Weltbild. All das lässt sich nicht mit unseren politischen Werten vereinbaren. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Grundsätzlich kritisch und ihre Maßnahmen bzw. ihre Ansätze werden nicht zur Verbesserung der Studienbedingungen beitragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS: &lt;/strong&gt;Die Reformen der Regierung im Hochschulsektor reichen nicht aus, um die echten Probleme zu lösen. Wir fordern echte Visionen und Weltoffenheit an den Hochschulen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili: &lt;/strong&gt;Diese Regierung steht für alles was wir ablehnen. Unsere Antwort heißt Widerstand!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Eine sehr schlechte Lidschattenkombination.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Die Bundesregierung ist eine aggressive Marionette der Wirtschaft und wird die hart erkämpften sozialen Errungenschaften nach und nach abschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mit wem würdet ihr gerne koalieren? Wen schließt ihr aus?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AG: &lt;/strong&gt;Wir arbeiten mit allen, die bereit sind unser Programm mitzutragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ: &lt;/strong&gt;Es sollte nicht überraschen, dass wir mit dem RFS eher wenig gemein haben. Wir haben viele Ideen und koalieren gerne mit jenen Fraktionen, die diese mit uns umsetzen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GRAS: &lt;/strong&gt;Wir koalieren natürlich nicht mit Rechtsextremen. Wir stehen jeglichen Koalitionen offen mit Fraktionen die gemeinsam an der nachhaltigen, freien und offenen Hochschule für alle arbeiten möchten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FLÖ: &lt;/strong&gt;Wir sind offen für Gespräche mit all jenen Fraktionen, die unseren Grundsätzen entsprechen und und wenn nötig auch Kritik an der Regierung üben können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JUNOS&lt;/strong&gt;: Wir sind bereit, mit allen zu koalieren, denen mehr Qualität im Studium ein Anliegen ist. Allerdings schließen wir extreme Fraktionen (RFS, Kommunisten) aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-lili:&lt;/strong&gt; Wir schließen eine Koalition mit den rechtsextremen und rechten Fraktionen aus, sowie mit der neoliberalen Spaßtruppe. Unser Ziel ist eine linke ÖH, die Widerstand leistet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;No Ma&#039;am: &lt;/strong&gt;Wir schließen den RFS und die Kommunisten aus, da wir mit Spaßfraktionen nichts anfangen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ: &lt;/strong&gt;Grundsätzlich reden wir mit jedem, der Verbesserungen für Studierende will. Aber wir sind auf keine Koalition angewiesen und können ebenso in der Opposition arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-container clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-sidebar field-type-field-collection field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-view clearfix view-mode-full field-collection-view-final&quot;&gt;&lt;div  about=&quot;/field-collection/field-sidebar/2099&quot;&gt;
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 <pubDate>Wed, 22 May 2019 09:54:12 +0000</pubDate>
 <dc:creator>progress</dc:creator>
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 <title>Studienbeihilfe – mehr für dich!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2508&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p&gt;So zumindest in der Theorie. In der Praxis wurde die Studienbeihilfe seit 1999 nicht mehr inflationsangepasst, viel zu wenige Studierende, die bedürftig wären, können sie nicht beziehen, da zu wenig Geld da ist und und und. Es stehen schlicht zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung, um allen Studierenden, die es brauchen würden, finanziell unter die Arme greifen zu können. Und dass der Bedarf besteht, ist unbestreitbar: Unzählige Studien, wie z.B. die Studierendensozialerhebung des Institut für Höhere Studien (IHS), beweisen immer wieder, dass der Großteil der Studierenden nebenher arbeiten muss, um sich eine Wohnung, Essen, studienrelevante Dinge (wie Bücher, Materialien, etc.) oder öffentliche Verkehrsmittel leisten zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wurde im Frühjahr 2017 nach jahrelangem Stillstand in diesem Bereich im Nationalrat endlich eine Erhöhung der Studienbeihilfe und eine Ausweitung des Bezieher_innenkreises beschlossen. Grundsätzlich gibt es vier große Änderungen, die den Studierenden zugutekommen sollen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;(1)&lt;/strong&gt; Die Höchststudienbeihilfe wurde angehoben! Das bedeutet, jeden Monat (zumindest ein bisschen) mehr Geld pro Person.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;(2)&lt;/strong&gt; Die sogenannte Auswärtigkeit wird nun neu geregelt. Grundsätzlich geht es hier darum, dass Studierende, die weit weg von ihrem Heimatort/ihren Eltern studieren, mehr Geld bekommen, da sie sich eine eigene Wohnung finanzieren müssen. Die Stipendienstelle berechnet hier anhand der Verkehrsdaten, deinem Heimatort, deiner Wohnadresse etc. die möglichen Verkehrswege. Belaufen sich die auf über eine Stunde Wegzeit, giltst du als auswärtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;(3)&lt;/strong&gt; Bist du über 24 Jahre alt, erhältst du von nun an auch die höhere Höchststudienbeihilfe von 715€ statt wie bisher die niedrigere von 479€&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;(4)&lt;/strong&gt; Die Änderung, die viel mehr Studierenden erlauben wird, überhaupt Studienbeihilfe beziehen zu können, betrifft die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern. Hier wird die Bemessungsgrundlage geändert. Bisher war es z.B. so, dass die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern ab einem Jahreseinkommen von 4.725€ bereits 10% betragen hat. Mit der Änderung gilt dies z.B. erst ab einem Jahreseinkommen von 11.273€, was gerade Studierende, deren Eltern im Niedriglohnsektor arbeiten, stark entlasten kann. (Mehr Infos zur Berechnung findest du in der Sozialbroschüre der ÖH Bundesvertretung auf &lt;a href=&quot;http://www.oeh.ac.at/downloads&quot;&gt;www.oeh.ac.at/downloads&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grundsätzlich bedeutet das also, dass nun nicht nur jene, die ohnehin schon Studienbeihilfe beziehen können, mehr bekommen werden, sondern, dass auch viel mehr Studierende überhaupt den Anspruch besitzen. Deswegen solltest du unbedingt einen Antrag auf Studienbeihilfe stellen - auch mit 70€ pro Monat ließe sich schließlich was anfangen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter &lt;a href=&quot;http://www.stipendienrechner.at&quot;&gt;www.stipendienrechner.at&lt;/a&gt;, einem Service der AK OÖ und der ÖH, kannst du dir ausrechnen, wieviel Studienbeihilfe du bekommen würdest. Du solltest jedoch unabhängig vom dortigen Resultat unbedingt einen Antrag stellen. Das Ergebnis des Rechners kann nämlich vom tatsächlichen Betrag abweichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dora Jandl, Bildungswissenschaften, Uni Wien (Sozialreferentin BV)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 11 Oct 2017 15:37:39 +0000</pubDate>
 <dc:creator>admin_a</dc:creator>
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 <title>Eigentumswohnungen</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/eigentumswohnungen</link>
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&lt;p&gt;Räumen wir gleich einmal zu Beginn mit einem Mythos auf: Student*innen sind nicht arm! Sie tun so, die meisten inszenieren sich so, aber sie sind es nicht! Die größte Gruppe der Studierenden (52 Prozent) sind laut Studierendensozialerhebung 2015 Teil der gehobenen oder hohen Schicht! Ihre Eltern haben großteils Universitätsabschlüsse und höhere Einkommen als der Durchschnitt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Mythos&lt;/strong&gt;, dass Studierende am Hungertuch nagen und kaum über finanzielle Mittel verfügen, mag mit halblustigen Sprüchen wie „Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?“ zusammenhängen. Aber was Pulp in den 90er Jahren sangen, „if you called your dady he could stop it all, yeah“, trifft heute noch auf die meisten Student*innen zu. Ihre Armut ist eine eingebildete, oder zumindest eine vorübergehende. Kann die Miete nicht gezahlt werden, kommt es im Studifall wohl in den seltensten Fällen zur Delogierung, sondern in den meisten Fällen hilft ein Anruf bei den Eltern, dass das für die Miete überwiesene Geld für den neuen Herschel-Rucksack und Fusion-Tickets draufgegangen sei, und man nun ein bisschen „Vorschuss“ brauche. Gleichzeitig gefällt man sich in der Rolle des armen „Bettelstudenten“ und fraternisiert mit den tatsächlich ärmeren Student*innen, die das System trotz sozial gestaffeltem Bildungssystem und Zugangsbeschränkungen nicht davon abhalten konnte, zu studieren. Alle studieren, alle haben irgendwie die gleichen Probleme und man nimmt nur zu leicht an, dass auch alle irgendwie arm sind. Schließlich meint Benjamin-Alexander* auch, dass er kein Geld mehr habe diesen Monat. Und während die ärmsten zehn Prozent der Studierenden laut Studierendensozialerhebung nur 500 Euro im Monat für ihre Grundbedürfnisse haben, und nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen, weiß Benni nicht, ob es diesen Monat noch reicht für den Segeltrip in der Ägäis. Benni hat auch nicht das Problem, 36 Prozent seines Gesamtbudgets für Miete auszugeben. Noch drastischer wird die Situation für Studierende, die unter 700 Euro im Monat zur Verfügung haben. Dort beträgt der Anteil der Miete am Gesamtbudget laut Studierendensozialerhebung über 50 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Mieten steigen&lt;/strong&gt; und der Anteil des Einkommens, der dafür draufgeht, wird immer größer. Jene, die es sich leisten können, neigen deshalb eher dazu, die monatliche Kreditrate zu bedienen und sich eine Wohnung zu kaufen. Dann ist man in ein paar Jahren Eigentümer*in und muss nur mehr für die Betriebskosten aufkommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Österreich wohnen 39 Prozent im Eigenheim und 11 Prozent in Eigentumswohnungen, also über die Hälfte der Bevölkerung, wie aus dem Endbericht 2014 der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen hervorgeht. In der Hauptstadt wohnen 13 Prozent in Eigentumswohnungen. Eigentumswohnungen sind kostspielig. In der kleinsten Kategorie (Wohnungen unter 59 m²) schwanken die Preise an den meisten österreichischen Hochschulstandorten zwischen 95.000 und 200.000 Euro. Man braucht also schon einiges an Eigenkapital, um sich auch nur eine kleine Wohnung leisten zu können. Oder man erbt sie. Denn in Österreich werden nicht nur Bildungsabschlüsse vererbt, die Immobilien bekommt man auch noch mit dazu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über eine Eigentumswohnung zu verfügen, wirkt sich nicht nur auf den Geldbeutel im Studium aus: Viele Studierende klagen über psychische Probleme und haben Existenzängste. Falls man in einer anderen Stadt studiert und sich nicht auf die monatlichen Geldzuwendungen aus dem Elternhaus verlassen kann, bleibt einem gegebenenfalls nichts anderes übrig, als das Studium abzubrechen, um die Miete zahlen zu können. Der elementare Stress, die Miete nicht zahlen zu können, beherrscht schließlich jeden Aspekt des Lebens. Das Studium leidet unter dem „Nebenjob“, der im Ernstfall zum Haupterwerb wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Sommer naht&lt;/strong&gt; und auf Facebook und auf den Wohnungsportalen sprießen die Untermietanzeigen aus dem Boden. „WG-Zimmer für 3 Monate zur Untermiete“. Während kurzfristige Untervermietung für manche bittere Notwendigkeit ist, stellt es für Studierende mit Eigentum kein Problem dar, eine Wohnung für mehrere Monate leerstehen zu lassen. Oder besser: sie trotzdem zu vermieten und so von der Eigentümer*in zur Vermieter*in zu werden. Schließlich lässt sich der Segeltrip in der Ägäis viel leichter finanzieren, wenn man noch ein paar hundert Euro mehr zur Verfügung hat. Vermietet wird dann bisweilen weit über dem Richtwert, man soll ja sein Eigentum auch nicht zu billig zu Markte tragen. Miethöchstzins und reale Mieten liegen ja auch bei anderen Wohnungen weit auseinander, meint Benni. Und so wird man als Student*in schnell zur Marktkenner*in, die nur das Beste aus dem Möglichen macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;*Bei Menschen mit einem Einkommen unter 1.000 Euro, die Benjamin-Alexander heißen, entschuldige ich mich hiermit für den Klassismus, ihren Namen mit der Oberschicht gleichzusetzen – ich bezweifle allerdings, dass es sie gibt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anne-Marie Faisst studiert Internationale Entwicklung an der Universität Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 20 Jun 2017 18:14:34 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Abhängiges Tutoriumsprojekt</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/abh%C3%A4ngiges-tutoriumsprojekt</link>
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&lt;p&gt;Anders als die meisten Projekte der ÖH-Bundesvertretung werden Tutorien und Trainer_innenausbildungen des TutPro überwiegend nicht aus den Mitgliedsbeiträgen der Studierenden, sondern zu drei Viertel vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) bezahlt. Die Erstsemestrigentutorien stellen den Löwenanteil der finanzierten Tutorien dar: Rund 90 Prozent der Tutorien dienen Neulingen an den Hochschulen zur Orientierung. Besonders wichtig ist dies für Studierende, deren Eltern und Familie keinen akademischen Background haben: Arbeiter_innenkinder haben es besonders in der ersten Zeit schwer an Unis und Hochschulen. Manchmal gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Studienvertretungen, Universitätsvertretungen, Fakultäten oder ganzen Hochschulen. Grundsätzlich findet die Organisation aber in selbstverwalteten Gruppen statt, den sogenannten Projektgruppen. Neben den Erstsemestrigentutorien finanziert das TutPro auch sogenannte „Thementutorien“. Diese richten sich auch an höhersemestrige Studierende und befassen sich meistens mit Diskriminierungsformen und Möglichkeiten, diesen entgegenzutreten. So gab es zum Beispiel immer wieder Tutorien zum Thema Geschlecht, HomoBiTrans-Tutorien, solche für ausländische Studierende und in diesem Studienjahr auch erstmals ein Tutorium, das sich mit Alter als Diskriminierungsfaktor auseinandersetzte. „Bei den Thementutorien, die ich trainiert habe, ging es vor allem um Self-Empowerment. Teilgenommen haben meist Menschen, die sich mit dem Thema schon auf irgendeine Art und Weise auseinandergesetzt haben. Natürlich hatten trotzdem alle unterschiedliche Erfahrungen und Wissensstände, was durchaus eine Herausforderung war“, erzählt Sarah Kanawin, die seit 2006 Tutorien anbietet und mittlerweile Trainerin ist, also Tutor_innen ausbildet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;SELBSTORGANISIERT.&lt;/strong&gt; Mit den klassischen Tutorien, die innerhalb der Universität zur Vertiefung einzelner Fächer eingesetzt werden, haben aber weder Erstsemestrigen- noch Thementutorien etwas zu tun. Die Anfänge des TutPro liegen in den 1970er Jahren. Im Zuge der Studierendenbewegung lernten Studierende an technischen Universitäten in selbstverwalteten Gruppen. Aus dieser Bewegung entwickelten sich dann die ersten Erstsemestrigentutorien und das TutPro. Wichtigster Gedanke war damals die Emanzipation von der Hochschule und von Lehrplänen als „allwissende“ Instanzen, hin zu einer Selbstermächtigung und -organisation. Statt von einer einzigen Autorität sollten die Studierenden auch von- und miteinander lernen, was besonders beim Infragestellen von Diskriminierungsstrukturen ein entscheidender Faktor ist. Auch die Selbstorganisation war dem TutPro immer schon wichtig – engagierte Studierende sollten die Tutorien selbst organisieren und dies nicht Fakultäten und Hochschulen überlassen. Im TutPro werden also seit über 40 Jahren jene Fähigkeiten vermittelt, die heute unter dem Begriff Soft Skills Hochkonjunktur haben und mittlerweile auch in Studienpläne Einzug gefunden haben. Die Idee dahinter ist jedoch nicht der neoliberale Geist der Selbstoptimierung, der das Sammeln von möglichst vielen Skills beinhaltet, sondern das solidarische Vermitteln von Fähigkeiten, die den Universitätsalltag erleichtern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KOMPLEXE STRUKTUR.&lt;/strong&gt; Dieser emanzipatorische Grundgedanke erklärt auch, dass das TutPro im Lauf der Jahre eine relativ komplexe Struktur entwickelt hat, die dazu beitragen soll, dass einerseits die Unabhängigkeit von Hochschul-, Partei- und Fraktionsinteressen gewahrt bleibt und andererseits möglichst viele Menschen sich an dem Projekt beteiligen können. Die Verankerung innerhalb der ÖH-Bundesvertretung entstand Ende der 90er Jahre, als die Hochschulen gesetzlich verpflichtet wurden, die Dropout- Raten zu senken. Gemeinsam mit der Bundesvertretung und dem TutPro wurde sich auf ein dreisäuliges Modell geeinigt, das gemeinsame Finanzierung durch ÖH und Ministerium sowie die Unabhängigkeit des TutPro beinhaltete. Bei Änderungen der Verträge sollten stets alle drei Partner_innen zustimmen. Die kleinste Einheit der „partizipationsorientierten Organisationsstruktur“ des TutPro sind die Projektgruppen. Weil jedes Thema, jede Hochschule und oft auch jedes Institut eigene Anforderungen hat, gibt es autonome Projektgruppen, die die jeweiligen Tutorien organisieren, zum Beispiel ein Erstsemestrigentutorium an der Uni Klagenfurt oder ein Thementutorium zum Thema Rassismus einer Projektgruppe in Wien. In Wien und Graz existieren Regionalkreise, die den Tutor_innen in diesen Städten Raum bieten, sich auszutauschen und zu vernetzen. Außerdem organisieren die Regionalkreise Workshops zur Projekteinreichung und sorgen so dafür, dass die Eintrittsschwelle für neue Projektgruppen möglichst niedrig bleibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://progress-online.at/files/S1_TutPro_Langoth_hoch.jpg&quot; title=&quot;Foto: Sarah Langoth&quot; class=&quot;colorbox&quot; data-colorbox-gallery=&quot;gallery-file-2467-VnswtHk_KPU&quot; data-cbox-img-attrs=&quot;{&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Foto: Sarah Langoth&amp;quot;, &amp;quot;alt&amp;quot;: &amp;quot;Foto einer Studentin in den Gängen der Universität Wien. Sie ist scharf zu sehen, alle anderen sind verschwommen. Es entsteht ein Eindruck von Orientierungslosigkeit&amp;quot;}&quot;&gt;&lt;img class=&quot;media-element file-colorbox&quot; alt=&quot;Foto einer Studentin in den Gängen der Universität Wien. Sie ist scharf zu sehen, alle anderen sind verschwommen. Es entsteht ein Eindruck von Orientierungslosigkeit&quot; title=&quot;Foto: Sarah Langoth&quot;   typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/S1_TutPro_Langoth_hoch.jpg?itok=Lofa2X_v&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Strukturelle Entscheidungen werden auf sogenannten Koordinationstreffen getroffen. Dreimal im Jahr fahren Menschen aus Projektgruppen auf diese Treffen, auf denen konsensorientiert über Themen wie Grundsätze, Richtlinien für Tutorien und Verhandlungen, aber auch über finanzielle Fragen wie Trainer_innenhonorare und Sätze für Übernachtungskosten diskutiert wird. Wie in fast jeder basisdemokratischen Gruppe gab es auch im TutPro immer wieder Diskussionen und Kritik wegen informeller Hierarchien. Mittels verschiedenster Ansätze wurde versucht, diese so weit wie möglich zu beseitigen. „Das TutPro war nie ein rein linkes Projekt, für viele Beteiligte war es die erste politische Erfahrung. Natürlich haben dadurch Prozesse oft lange gedauert, aber es wurde immer versucht, einen Konsens zu finden. Dieser Prozess war wichtig für viele“, erklärt Sarah Kanawin. Alle administrativen Aufgaben erledigt die Zentralkoordination, die über ein Büro in den Räumlichkeiten der ÖH-Bundesvertretung in der Wiener Taubstummengasse verfügt. Die Mitglieder der Zentralkoordination sind Sachbearbeiter_ innen der ÖH-BV und werden vom Koordinationstreffen bestimmt. Doch mit dieser selbstverwalteten Struktur wird nun Schluss sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AUSSCHUSS STATT PLENUM.&lt;/strong&gt; Kurz vor der letzten ÖH-Wahl beschloss die Bundesvertretung mit den Stimmen von FLÖ, VSStÖ, RFS und AG einen Antrag, der die Struktur des TutPros komplett neu regelt. An die Stelle der Sachbearbeiter_innen der Zentralkoordination tritt eine festangestellte Person, die administrative Aufgaben übernehmen soll. Die Entscheidungen, die auf dem Koordinationstreffen getroffen wurden, werden künftig von einem Ausschuss der ÖH-BV übernommen. Dieser besteht aus elf Personen, die von den Fraktionen gemäß Wahlergebnis entsendet werden. Einzig die Fachschaftslisten haben noch im Wahlkampf Stellung zu dieser Änderung genommen. Sie argumentieren vor allem damit, dass die administrativen Aufgaben so besser erledigt werden könnten und dass Anträge künftig nach klareren Richtlinien entschieden würden. Insgesamt wird dem TutPro Willkür vorgeworfen, so seien Menschen von Koordinationstreffen weggeschickt worden. Das TutPro hat in einer ausführlichen Stellungnahme auf die Argumente der FLÖ geantwortet und beruft sich auf die geltenden Richtlinien, die klar und transparent seien. Somit seien Menschen, die sich in ÖH-Fraktionen engagieren, bei Entscheidungen, die sie als fraktionierte Menschen betreffen, nicht stimmberechtigt, dies sei aber klar kommuniziert gewesen. Über Jahre waren fraktionierte Tutor_ innen immer wieder ein Streitpunkt. Das Erstsemestrigentutorium bietet sich für ÖH-Fraktionen natürlich an, um gleich in der ersten Uniwoche Rekrutierungsund Agitationsversuche zu starten. „Es gab auch immer wieder Versuche, das TutPro politisch zu instrumentalisieren, ob positiv oder negativ. Meistens war den Fraktionen das TutPro aber egal, wenn nicht gerade Wahlzeit war“, so Gerda Kolb, die ihre Karriere als hauptberufliche Trainerin im TutPro begonnen hat und Ende der 90er Teil der Zentralkoordination war. Durften bisher nur 20 Prozent der Tutor_innen einer Fraktion angehören, so wird dieser Anteil nun auf 50 Prozent erhöht. Bemerkenswert ist dabei, dass gerade jene Fraktion, die sich im Wahlkampf für eine „offene ÖH“ und gegen ein „Freunderlwirtschaftssystem“, bei dem Posten vor allem an fraktionierte Personen verteilt werden, ausspricht, die offene Struktur des TutPro beendet. Der neue TutPro-Vertrag, in dem ÖH und Ministerium die Finanzierung und Struktur des TutPro festlegen, wurde angeblich gemeinsam von FLÖ und AG im Vorfeld verhandelt. Die Trainer_ innen wissen aktuell nicht, wie es weitergehen wird – für viele sind TutPro-Seminare eine Einnahmequelle. „Von Seiten der BV gab es null Kommunikation“, beklagt Gerda Kolb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dem Konflikt um das TutPro sind zwei Philosophien aufeinandergetroffen. Die emanzipatorische, offene Struktur, deren basisdemokratische Entscheidungen längere Zeit in Anspruch nehmen und das vor allem durch das Engagement vieler Freiwilliger lebte auf der einen Seite, das serviceorientierte, an Fraktionsinteressen gebundene Finanzierungsinstrument für Erstsemestrigentutorien auf der anderen Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Das wirkliche Potential des Projektes lag für mich darin, Menschen mit Diskriminierungsstrukturen vertraut zu machen, die zum ersten Mal davon hören, und zu sehen, dass ein Reflexionsprozess beginnt“, sagt Sarah Kanawin. Ob die emanzipatorischen Grundsätze des TutPro auch zukünftig an kommende Tutor_innen-Generationen und damit auch Erstsemestrige weitergegeben werden, bleibt zu bezweifeln. Zu befürchten ist, dass die Fraktionen nun verstärkt Einfluss auf Tutorien und Tutlinge nehmen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Joël Adami studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 18 Jun 2017 15:20:33 +0000</pubDate>
 <dc:creator>admin_a</dc:creator>
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 <title>Politische Alltagsdiskussionen</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/politische-alltagsdiskussionen</link>
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&lt;p&gt;Ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt, aber ich finde mich relativ häufig in politischen Diskussionen wieder, in denen sich alles in mir zusammenkrampft, wenn ich meinem Gegenüber so zuhöre. Und da ist es egal, ob es um Grenzzäune, Frauenquoten oder Mindestsicherung geht. Ärgerlich finde ich eigentlich immer dasselbe: Die verkürzte Art, wie über soziale Probleme nachgedacht wird, wo sie uns doch eigentlich alle betreffen und genug Anstoß zum kritischen Denken existiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die akademische und politische Linke generiert seit jeher kritisches Wissen, um ungerechte Gesellschaftsverhältnisse zu bekämpfen, nicht zuletzt, indem sie Bewusstsein darüber schafft. Nun lässt sich natürlich einwenden, dass es seit jeher auch gesellschaftliche Kräfte gibt, die sich tatkräftig gegen eine entsprechende Modernisierung wehren. Verständlicherweise – von sozialer Ungleichheit profitieren ja auch die einen oder anderen. Aber diese Profiteur_innen sitzen mir in meinem Alltag eigentlich kaum gegenüber. Zumindest strukturiert sich die Argumentation meiner Gesprächspartner_innen meist nicht danach, ob sie profitieren oder nicht. Viel eher scheint es egal zu sein, wie relevant ein politisches Thema ist. Dass alle Menschen ein differenziertes Wissen dazu haben, ist ganz offensichtlich zu viel verlangt. Irgendwie eh klar. Alltagswissen entsteht eben unter bestimmten Voraussetzungen, die das zunächst kaum anders ermöglichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://progress-online.at/files/S8-9-Rauch%282%29.jpg&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot; class=&quot;colorbox&quot; data-colorbox-gallery=&quot;gallery-file-2439-VnswtHk_KPU&quot; data-cbox-img-attrs=&quot;{&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Foto: Johanna Rauch&amp;quot;, &amp;quot;alt&amp;quot;: &amp;quot;&amp;quot;}&quot;&gt;&lt;img class=&quot;media-element file-colorbox&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot;   typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/S8-9-Rauch%282%29.jpg?itok=6lsWDzYF&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;WISSEN UND HANDELN.&lt;/strong&gt; Eine der wohl bemerkenswertesten Einsichten aus der Wissenssoziologie ist, dass Wissen immer in Zusammenhang mit Handeln gefasst werden muss, das heißt, dass jedes Wissen auf den Handlungsrahmen bezogen ist, in dem es nützlich sein soll und in dem es bestehen muss. In der akademischen Auseinandersetzung mit Geschlecht können theoretische Überlegungen und empirische Befunde zu einer umfassenden Analyse des Geschlechterverhältnisses zusammengetragen werden, die Aufschluss über die hierarchische Positionierung von Männern und Frauen in der Gesellschaft gibt. Für den Alltag dieser Männer und Frauen ist es zunächst aber völlig ausreichend zu wissen, wie man sich dem eigenen Geschlecht entsprechend kleidet und verhält (und auch für die Genderforscherin ist diese Kompetenz abseits ihrer akademischen Metaposition unverzichtbar). Alltagswissen beschränkt sich also zunächst auf das, was im Handlungsrahmen des eigenen Alltags so auftaucht und relevant wird. Dazu gehören auch Inhalte des öffentlichen Diskurses über politische Themen, die mehr oder weniger bewusst aufgenommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun sind Inhalte des öffentlichen Diskurses, zum Beispiel die Berichterstattung in Mainstreammedien, nicht immer darauf ausgelegt, Sachverhalte adäquat darzustellen, egal wie wichtig das Thema sein mag. Nebst der Tatsache, dass Medien einem starken Verwertungszwang unterliegen und daher zunehmend auf Unterhaltung und Skandalisierung setzen, sind sie freilich auch Schauplätze politischer Kämpfe, in denen unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen, die Ausdruck politischer Kräfteverhältnisse sind. Und diese Stimmen tauchen auch in Alltagsdiskussionen wieder auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das macht Alltagsdiskussionen zu Räumen der politischen Auseinandersetzung. Und zwar zu welchen, auf die wir direkten Einfluss haben. Wir sind also gut beraten, uns Kommunikationsstrategien zu überlegen, bei denen wir am Ende nicht selbst völlig verzweifeln. Weil nervenaufreibend ist das schon, immer wieder erklären zu müssen, dass an der Prekarisierung der Arbeitswelt nicht wirklich „die Ausländer“ schuld sind und die Feministinnen nicht an der „Verweichlichung des Mannes“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://progress-online.at/files/S8-9-Rauch%283%29.jpg&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot; class=&quot;colorbox&quot; data-colorbox-gallery=&quot;gallery-file-2440-VnswtHk_KPU&quot; data-cbox-img-attrs=&quot;{&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Foto: Johanna Rauch&amp;quot;, &amp;quot;alt&amp;quot;: &amp;quot;&amp;quot;}&quot;&gt;&lt;img class=&quot;media-element file-colorbox&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot;   typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/S8-9-Rauch%283%29.jpg?itok=fsp5X8Ba&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;RAUM DER REFLEXION.&lt;/strong&gt; Aber wie lässt sich eine Diskussion so gestalten, dass Reflexion möglich ist und sie nicht in Ärger und Frustration endet? Raphaela Weiss vom Verein „Sapere Aude“ zur Förderung politischer Bildung beschreibt für ihre Arbeit in Workshops, dass es zunächst wichtig sei, sich einer belehrenden Haltung à la „Ich sag euch jetzt wie’s funktioniert!“ zu entledigen. Ähnlich argumentiert der Geschlechterforscher Paul Scheibelhofer von der Uni Innsbruck, dass es in der Vermittlung von kritischem Wissen nicht darum gehen soll, Leute zu erleuchten. Anstatt also krampfhaft zu versuchen, das eigene Wissen in die Köpfe anderer zu füllen, ist es viel sinnvoller sich anzusehen, was sie selbst aus kritischen Überlegungen an Wissen generieren. Ein wichtiger Punkt dabei ist laut Scheibelhofer, einen Bezug zu eigenen Erfahrungen herstellen zu können. Gerade bei gesellschaftspolitischen Themen ist das oft gut möglich. So können ganz im Sinne guter alter Soziologie persönliche Probleme als soziale Themen erkannt werden. Dieser Zugang bietet auch die Chance, selbst etwas aus einem Gespräch mitzunehmen und Wissenskoalitionen zu bilden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz in diesem Sinne ist es weiters hilfreich, sich nicht über Aussagen zu empören, auch wenn das mitunter eine der schwersten Aufgaben in Diskussionen ist. Ein genialer Trick, um auch die eigenen Emotionen hier abzufangen, ist es, wie Weiss vorschlägt, Fragen zu stellen, wenn einem eine Aussage nicht einleuchtet: „Es bringt tausendmal mehr, Leute selbst auf Zusammenhänge bzw. auf die Komplexität mancher Dinge draufkommen zu lassen, als ihnen eine fremde Meinung aufzuzwingen.“ Fragenstellen zeigt Interesse an der Sichtweise der anderen, ist respektvoll, schafft Vertrauen und kann damit zu einer guten Gesprächsbasis beitragen, auf der es dann, wie Weiss argumentiert, viel leichter wird, Aussagen zu überdenken. Durch Fragenstellen lässt sich weiters, wie die Sozialwissenschaftlerin Katharina Debus betont, die „Beweislast“ umkehren, so dass nicht nur meine Perspektive „erklärungsbedürftig“ ist, sondern auch die andere. Fragen kommen weniger aufdringlich daher als Gegenreden und eignen sich dadurch gut als Input zum Weiterdenken. Durch Zuhören erfährt man aber auch selbst mehr, bekommt einen tieferen Einblick in Gedankengänge und Argumentationslinien des Gegenübers und kann damit Verständnis für dessen Positionierung erzeugen. Verständnis, das nicht nur das Gegenüber beruhigen kann, sondern auch einen selbst. Es ermöglicht, die eigene Einstellung gegenüber anderen zu verändern. Zu verstehen, warum sich eine Person so positioniert, wie sie es tut, kann es deutlich leichter machen, mit dieser Positionierung zurechtzukommen und bietet vielleicht sogar Anlass, sich mit eigenen Erwartungen auseinanderzusetzen, die an andere Personen gestellt werden. Und nicht zuletzt ist Verständnis aufzubringen ebenfalls ein wertvoller Beitrag auf der Beziehungsebene, weil es der anderen Person vermittelt, ernstgenommen zu werden. Die Beziehungsebene beschreibt Debus als ganz zentral für einen Raum der Reflexion, denn Vertrauen macht in der Vermittlung von Problematiken vieles leichter. Dazu, meint sie, ist es auch förderlich, Missverständnisse von vornherein aus dem Weg zu räumen. Böse Absichten, die einem unterstellt werden könnten, sind ja relativ schnell verneint: „Ich bin keine Männerhasserin, aber ich bin dafür, dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten im Leben haben. Und du?“ Denn das funktioniert auch in die andere Richtung. Auch einem selbst kann es ein beruhigendes Gefühl geben, zu wissen, dass das Gegenüber nicht prinzipiell ein sexistisches oder rassistisches Arschloch ist. Hier lässt sich an einen weiteren Punkt anknüpfen, auf den die Sozialwissenschaftlerin aufmerksam macht: Hinter einer diskriminierenden Aussage steht nicht unbedingt die Absicht, zu diskriminieren. Es ist daher sinnvoll, zwischen Absichten und Effekten zu unterscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://progress-online.at/files/S8-9-Rauch%284%29.jpg&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot; class=&quot;colorbox&quot; data-colorbox-gallery=&quot;gallery-file-2441-VnswtHk_KPU&quot; data-cbox-img-attrs=&quot;{&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Foto: Johanna Rauch&amp;quot;, &amp;quot;alt&amp;quot;: &amp;quot;&amp;quot;}&quot;&gt;&lt;img class=&quot;media-element file-colorbox&quot; title=&quot;Foto: Johanna Rauch&quot;   typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/S8-9-Rauch%284%29.jpg?itok=3Isop8Bc&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztendlich, so meint auch Debus, können wir nicht den Anspruch haben, von unserem Gegenüber ein sofortiges „Ach ja, stimmt!“ zu bekommen. Sie sieht Widerstand als zentralen Teil des Lern- und Reflexionsprozesses, in den wir viel emotionale Energie hineinstecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;AUSZUCKEN?&lt;/strong&gt; Welche Rolle Emotionen in Räumen der Reflexion spielen können, ist wohl relativ offen. Das Spektrum an Diskussionsgefühlen ist riesig: Aggression, Empathie, Angst, Dankbarkeit und so weiter. Auch die Arten der Gefühlsäußerungen sind vielfältig und wirken situationsabhängig unterschiedlich. Das macht viele Wege des Umgangs mit eigenen und fremden Emotionen in Diskussionen plausibel. So ist Weiss in Workshop-Situationen darum bemüht, Diskussionen um politische Themen auf einer sachlichen Ebene zu halten. Wobei sie meint, dass es auch hier manchmal legitim ist, Emotionen einzubringen, gerade bei sozialpolitischen Themen, wo ein emotionaler Bezug zum eigenen Leben besteht. Ihr geht es darum, Wege zu vermitteln, konstruktiv über Politik zu sprechen. Einen anderen Aspekt hat mir unlängst ein Fundraiser auf der Straße in Bezug auf seine Arbeit beschrieben. Beim Spendeneintreiben für Amnesty International ist es eine wesentliche Aufgabe, Bewusstsein über politische Missstände zu schaffen. Sympathie aufzubauen und eine emotionale Verbindung zu Problemen herzustellen ist dabei das Um und Auf. Und warum auch nicht? Emotionale Energie ist ein zentraler Antrieb, für Gerechtigkeit zu kämpfen. Oder auch für etwas Anderes. Gerade für rechte Politiken werden Emotionen gekonnt instrumentalisiert. Nicht umsonst setzt der Rechtspopulismus darauf, Wut oder Ängste in den Menschen zu schüren. Und auch wenn rechte Erzählungen von sozialen Problemen und Lösungen die Realität nicht adäquat abbilden, sind die entstandenen Emotionen dennoch real und verlangen politisch danach, ernstgenommen zu werden. Insofern ist die klassische Forderung „Man muss die Leute halt auch verstehen“ nicht ganz abwegig. Das muss allerdings mit Bedacht erledigt werden und darf, wie Debus betont, nicht dazu führen, dass diskriminierende Diskurse Raum bekommen und legitimiert werden: „Vielmehr kann es hilfreich sein, einerseits diskriminierenden Aussagen klare Grenzen zu setzen und andererseits gemeinsame nicht-diskriminierende Anliegen zu finden, die ernst genommen werden, wie zum Beispiel die Sorge vor ökonomischer Prekarisierung, das Gefühl mangelnder Mitbestimmung oder der Wunsch nach Orientierung und Handlungsfähigkeit“. Es geht freilich nicht darum, in jeder Situation für jede Person Verständnis und Mitgefühl aufzubringen, oder immer ruhig zu bleiben. Sondern diese Möglichkeiten neben vielen anderen wahrzunehmen und zu nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;PÄDAGOGISCHER AUFTRAG?&lt;/strong&gt; Vermittlung von kritischem Wissen kann keineswegs nur auf individueller Ebene passieren. Freilich muss es immer darum gehen, Strukturen mitzudenken. Die individuelle Ebene ist aber nicht unwesentlich, weil sie unseren unmittelbaren Einflussbereich darstellt. Unsere Nerven sind es, die es uns danken, wenn politisch relevante Inhalte in geeigneter Weise diskutiert werden. Es geht nicht zuletzt auch darum, Wege zu finden, solche Diskussionen für sich selbst erträglich oder sogar fruchtbar zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Carina Brestian studiert Soziologie an der Universität Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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 <pubDate>Thu, 11 May 2017 18:07:42 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Mythos Praktikum</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/mythos-praktikum</link>
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&lt;p&gt;Die meisten Jobausschreibungen beinhalten den kleinen Satz „mehrjährige Erfahrung im Bereich xy wünschenswert“. Um diese geforderte Erfahrung sammeln zu können, verschlägt es angehende ArbeitnehmerInnen dann in sogenannte Praktika. Die Unternehmen locken mit aufregenden Tätigkeiten und versüßen einem die Arbeit oftmals mit der Option auf Verlängerung oder gar Fixanstellung. Hier wären wir auch schon beim Mythos Praktikum angelangt, denn die Realität sieht meist leider anders aus: mangelnde Einschulung, schlechte oder keinerlei Bezahlung und nach einigen Monaten des Schuftens heißt es dann auf Wiedersehen. Anschließend beginnt für viele das ganze Spiel wieder von vorne. Für eine richtige Anstellung bringt man zu wenig Erfahrung mit, darum wird einem ein weiteres Praktikum angeboten oder empfohlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kein Wunder also, dass laut einer aktuellen Erhebung der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) mehr als ein Viertel der jungen ArbeitnehmerInnen schon vier oder mehr (freiwillige und verpflichtende) Praktika absolviert haben. 92 Prozent der Studierenden sehen zudem die Notwendigkeit, weitere Praktika zu absolvieren, um ihre Jobchancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. ExpertInnen zufolge steigt die Anzahl an Praktikumsplätzen stetig, während die Aussichten auf ordentliche Arbeitsplätze auch für AbsolventInnen von BMS, BHS, Fachhochschulen und Universitäten eher trist sind. Die Zahl der arbeitslosen JungakademikerInnen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Studierende sich in prekäre Arbeitsverhältnisse drängen lassen, sind diese doch allemal besser als gänzlich arbeitslos zu sein, oder? Der Bundesjugendsekretärin der GPAdjp Barbara Kasper zufolge verschließt die österreichische Wirtschaftskammer vor dem Prekariat die Augen. Die Unternehmen seien nur daran interessiert, durch Praktika Nachwuchs auszubilden und zu rekrutieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;DER MYTHOS.&lt;/strong&gt; Ein großes Problem ist, dass es laut Arbeitsrecht das Praktikum gar nicht gibt. Menschen in Österreich können als ArbeiterIn oder Angestellte/r beschäftigt werden oder freie DienstnehmerInnen sein, aber die Anstellungsform des Praktikums existiert nicht. Diese Titulierung dient in erster Linie dazu, die Entlohnung zu schmälern. Unternehmen wird so die Möglichkeit geboten, sich in rechtlichen Graubereichen zu bewegen und sogenannte Praktika werden zum lukrativen Geschäftsmodell auf Kosten der Jugend. Gerade das Argument der Unternehmen, man müsse sich neue MitarbeiterInnen erst einmal ansehen, ist an den Haaren herbeigezogen. Dafür gibt es längst ein geeignetes Mittel, genannt Probemonat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Pflichtpraktika sind im Rahmen einer (Hoch-)Schulausbildung zu absolvieren und können sowohl in Form eines Arbeitsverhältnisses als auch eines Ausbildungsverhältnisses gemacht werden, je nachdem welcher Aspekt überwiegt. Handelt es sich dabei um ein Arbeitsverhältnis, steht PraktikantInnen durchaus Gehalt zu. Als praktische Indikatoren können folgende Fragen dienen: Bin ich in die Hierarchie des Unternehmens eingegliedert? Gibt es jemanden, der mir anordnen kann, was ich zu tun und zu lassen habe? Übernehme ich eine betriebliche Aufgabe (zum Beispiel EMail- Korrespondenz für das Unternehmen)? Habe ich einen fixen Arbeitsplatz und eine eigene Mailadresse? Dank der Bemühungen der Gewerkschaft bilden viele Kollektivverträge die besondere Situation von PflichtpraktikantInnen inzwischen ab. Laut KV für Angestellte im Metallgewerbe werden PflichtpraktikantInnen die ersten zwei Monate mit 80 Prozent des regulären Einstiegsgehalts entlohnt, anschließend sogar voll. Volontariate sind hingegen reine Ausbildungsverhältnisse und dienen dem Hineinschnuppern in bestimmte Berufe. Man erhält dafür kein Geld, ist aber in keiner Art weisungsgebunden. Sprich: Es gelten keine Bürozeiten oder Kündigungsfristen. Nimmt man neben Schule oder Studium aber ein freiwilliges Praktikum an, handelt es sich hierbei in der Regel um ganz normale befristete Dienstverhältnisse, die dem jeweiligen Kollektivvertrag unterliegen und entsprechend bezahlt werden müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ZWANGSBEGLÜCKT.&lt;/strong&gt; Die Studierenden- Sozialerhebung 2016 zeigt, dass 2015 44 Prozent der 47.000 befragten Studierenden mindestens ein Praktikum absolviert haben, 25 Prozent ein Pflichtpraktikum und 28 Prozent ein freiwilliges. Die Ergebnisse der zuvor angesprochenen Studie der GPA-djp sind noch erheblich erschreckender. Es wurden 400 Universitäts- und FH-Studierende sowie SchülerInnen aus BMS, BHS oder sonstigen berufsbildenden Schulen befragt. 61 Prozent aller Studierenden und 82 Prozent aller SchülerInnen müssen im Rahmen ihrer Ausbildung ein Pflichtpraktikum vorweisen können. Diese nehmen nicht nur prozentual, sondern auch an zeitlichem Ausmaß zu. Bis zu 20 Wochen oder mehr müssen absolviert werden, um die Ausbildung beenden zu können. Wann und unter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;welchen Bedingungen ihre Auszubildenden gezwungen sind zu arbeiten, interessiert die (Hoch-)Schulen in der Regel kaum. Kritisch hinterfragt werden muss hier, wozu Praktika in immer mehr universitäre Studienpläne aufgenommen werden. Warum müssen zum Beispiel Studierende des Bachelors Japanologie an der Uni Wien ein Praktikum im Ausmaß von 160 Stunden absolvieren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tätigkeitsfelder können bei der Absolvierung von Praktika stark variieren: bergeweise Akten kopieren, Kaffee kochen, Telefonzentrale spielen, für Vorgesetzte Einkäufe tätigen oder Recherchen erledigen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Doch auch anspruchsvolle Positionen werden fallweise mit billigen PraktikantInnen besetzt, um etwa längere Krankenstände oder Karenzzeiten von MitarbeiterInnen zu überbrücken. So erlangt man mit Sicherheit wertvolle Berufserfahrungen, aber auch viel Stress um wenig Geld. Laut der psychologischen Studierendenberatung haben ca. ein Viertel aller Studierenden psychische Probleme wie Ängste, Depressionen und Krisen. Inwiefern hier ein Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und dem wachsenden Druck besteht, sei jetzt einmal dahingestellt. Doch der Studierenden-Sozialerhebung 2016 zufolge waren 61 Prozent der Studierenden auch unter dem Semester erwerbstätig, 18 Prozent davon sogar Vollzeit, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Von den Befragten gaben 54 Prozent an, Probleme dabei zu haben, Studium und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bringen, und 26 Prozent waren stark von finanziellen Schwierigkeiten betroffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ARBEITEN ZUM NULLTARIF.&lt;/strong&gt; Die traurige Wahrheit sieht zudem so aus, dass jede/r dritte Studierende zum Nulltarif arbeitet. Während der Verdienst bei SchülerInnen noch 68 Prozent des Anreizes ausmacht, sind es bei den Studierenden nur mehr ernüchternde 53 Prozent. Nur ein Drittel der Studierenden verdient bei Praktika mehr als 1.000 Euro und ein weiteres Drittel muss sich mit einem Gehalt von unter 800 Euro zufriedengeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://progress-online.at/files/S6_Langoth.jpg&quot; title=&quot;Foto: Sarah Langoth&quot; class=&quot;colorbox&quot; data-colorbox-gallery=&quot;gallery-file-2437-VnswtHk_KPU&quot; data-cbox-img-attrs=&quot;{&amp;quot;title&amp;quot;: &amp;quot;Foto: Sarah Langoth&amp;quot;, &amp;quot;alt&amp;quot;: &amp;quot;&amp;quot;}&quot;&gt;&lt;img class=&quot;media-element file-colorbox&quot; title=&quot;Foto: Sarah Langoth&quot;   typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/S6_Langoth.jpg?itok=hrC9VmLO&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch in Bezug auf das Arbeitsverhältnis machen sich die ArbeitgeberInnen die Unwissenheit der jungen ArbeitnehmerInnen zum Vorteil. ArbeiterIn, Angestelle/r, DienstnehmerIn, freie/r DienstnehmerIn, Werkvertrag, Honorarnote – bitte was? Jeder Begriff steht für andere Rahmenbedingungen, Pflichten und Rechte, doch den Überblick zu behalten, fällt oft schwer. In der Regel lassen einem die Unternehmen ohnehin keine Wahl. Sollte es sich bei einem Praktikum aber um ein Arbeitsverhältnis handeln, kann auch im Nachhinein entsprechende Entlohnung bzw. die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen erstritten werden. Es empfiehlt sich dabei bereits vor Antritt eines Praktikums oder kurz nach dessen Beendigung, juristische Beratung aufzusuchen, um Ansprüche abzuklären. Nützliche Informationen hierzu bieten unter anderem die Arbeiterkammer, das Sozialreferat der ÖH sowie die GPA-djp. Diese setzt sich für eine einheitliche Regelung von Pflichtpraktika in den Kollektivverträgen im Sinne fairerer Entlohnung und Arbeitsbedingungen für die PraktikantInnen ein.Auch ein Verbot von Praktika nach der Fach- bzw. Hochschulausbildung steht auf dem Programm! Allerdings sind diese Forderungen nur dann von Erfolg gekrönt, wenn sie von den Betroffenen mitgetragen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;SICH ZUR WEHR SETZEN.&lt;/strong&gt; Doch was kann man tun, wenn man un(ter)- bezahlt ist, einen falschen Werkvertrag ausübt oder in die Scheinselbstständigkeit gedrängt wird? Welche Mittel und Wege stehen einem/einer zur Verfügung, um doch noch zu seinem/ ihem Recht zu kommen? Es wäre schön, wenn es jungen ArbeitnehmerInnen finanziell möglich wäre, solch fragwürdige Jobangebote ablehnen zu können. Da aber die meisten auf Geld und/oder Berufserfahrung angewiesen sind, muss man zu anderen Mitteln greifen. Neben teuren Rechtsschutzversicherungen gibt es die Möglichkeit, die Arbeiterkammer aufzusuchen oder Gewerkschaftsmitglied zu werden. Die GPA-djp bietet beispielsweise eine kostenlose individuelle Erstberatung an. Möchte man anonym Missstände in seinem Praktikum melden, kann man dies unter watchlist-praktikum.at tun. Diese Plattform leitet die Daten auf Wunsch der PraktikantInnen an die Gebietskrankenkassen weiter, die die Unternehmen dann gegebenenfalls einer Prüfung unterziehen. Auch Stelleninserate, die mit dem Titel Praktikum versehen sind und hinsichtlich Entlohnung, Versicherung und Arbeitszeit zweifelhaft erscheinen, können dort gemeldet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Möchte man sich den Ärger ganz ersparen, ist es ratsam, auf schwarzesbrett.oeh.ac.at nach Jobs mit dem Gütesiegel Praktikum der ÖH Ausschau zu halten. Diese müssen bestimmte Kriterien erfüllen und achten beispielsweise auf eine gerechte Entlohnung, die Art der Anstellung und den Umfang. Zudem legt die ÖH Wert auf eine geschlechts- und nationalitätsneutrale Formulierung der Inserate. Egal, an welche der Stellen man sich am Ende des Tages wendet, fair statt prekär ist einfach besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Julia Coufal hat Deutsche Philologie an der Universität Wien studiert und ist Funktionärin in der GPA-djp-Jugend Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 11 May 2017 17:54:16 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Trawnys Deutschtümelei</title>
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&lt;p&gt;Heute sähe das mit Thilo Sarrazin, dem keine nennenswerte Entgegnung widerfahre, anders aus: Es herrsche ein „Diskurs-Vakuum“. Nicht jedoch zu Adornos Lebzeiten, denn dieser hätte nicht nur als „eine Instanz“ gewirkt, er selbst sei aus dem Exil zurückgekehrt, um eine Gesellschaft aufzubauen, „in der es sich nach dem Schrecklichsten wieder leben ließ“. Der Judenmord verkommt schlussendlich nicht nur zum schlecht-abstrakt Schrecklichen, nein, für die wahrlich vernichteten Jüdinnen und Juden ließ es sich nicht mehr in dieser Gesellschaft leben – sie beraubte man der Individualität und befehligte sie ins Massengrab. Dass Adorno jedoch in dem oben genannten Radioessay auch die Anpassungsschwierigkeiten bei seiner Rückkehr hervorhob, ihm jeder Mitmachzwang zuwider war, darüber schweigt Trawny freilich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Weiteren schreibt Trawny über die Verfallsgeschichte der zweiten Generation der Kritischen Theorie eines Jürgen Habermas und von Thilo Sarazzins Deutschland schafft sich ab. Nicht fehlen darf ein „autobiografischer Exkurs“, wo der Autor darstellt, dass er bei sich angesichts von Auschwitz keine Schuldgefühle feststellen kann, da er von der Gnade des Spätgeborenen zehrt. Überhaupt sei die Rede von der Schuld, die er zum „Schuldkomplex“ aufbläht, irreführend, denn dies lenke von der Erinnerung an Auschwitz ab. Beinahe glücklich kann man sich schätzen, dass Trawny nicht auch noch auf die Idee kommt, gegen die lebenden Jüdinnen und Juden vom Leder zu ziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;David Hellbrück ist freier Autor und Verleger und studiert u. a. Philosophie in Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 11 May 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Genderwahn an Hochschulen</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/genderwahn-hochschulen</link>
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&lt;p&gt;Bedenken bezüglich der Wissenschaftlichkeit der Gender Studies werden von unterschiedlichen Personengruppen geäußert. Von journalistischen GendergegnerInnen über AntifeministInnen hin zu christlichen FundamentalistInnen (Ja, auch die machen sich Sorgen um den Verfall der Wissenschaft). Eine kritische Reflexion von Forschung ist grundsätzlich durchaus wünschenswert, allerdings muss sie auf einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Gegenstand fußen, um einen konstruktiven Beitrag zu leisten. In der Gendergegnerschaft ist dies nun nicht ganz der Fall; die Gender Studies werden ohne tiefergehende Kenntnis pauschal als „pseudowissenschaftlicher Hokuspokus“ abgelehnt. Das macht es nicht ganz einfach, sich mit Argumenten der GendergegnerInnen auseinanderzusetzen. Versuchen wir es trotzdem, indem wir uns einen Kernvorwurf genauer ansehen: jenen der fehlenden Objektivität der Gender Studies aufgrund ihres politischen Gehaltes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FEMINISTISCHE INVASION?&lt;/strong&gt; Es ist kein großes Geheimnis, dass die Gender Studies einer politischen Bewegung entstammen und dass Gender ein höchst politischer Begriff ist. Hinter ihm steht die analytische Beobachtung, dass Menschen nach ihrer Geburt aufgrund ihrer äußeren Geschlechtsmerkmale einer Kategorie (männlich oder weiblich) zugeordnet werden und diese Zuordnung ihren weiteren Lebenslauf bestimmt. Begonnen bei der Sozialisation von Jungen und Mädchen werden sehr unterschiedliche gesellschaftliche Vorstellungen und Anforderungen an Männer und Frauen herangetragen. Das Konzept Gender problematisiert das ungleiche Geschlechterverhältnis, das auf dieser Trennung fußt. Es geht also nicht darum, Menschen umzuerziehen und ihnen ein bestimmtes Verhalten aufzudrängen, sondern darum, den Rahmen für mögliches Verhalten zu erweitern. Männer sollen Gefühle zeigen dürfen und Frauen technische Berufe ergreifen können – wenn ihnen das entspricht – ohne dabei Schwierigkeiten zu bekommen. Es handelt sich also um eine Idee, die, wenn auch nicht unter dem Vorzeichen „Gender“, in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert und bejaht wird. Aus einer bestimmten Blickrichtung ist es damit durchaus plausibel, Gender als eine Bedrohung wahrzunehmen. Eine Bedrohung für sehr fundamentale gesellschaftliche Strukturen, die trotz des Fortschrittes der letzten 100 Jahre noch bestehen. So sind auch in der westlichen Gegenwartsgesellschaft Frauen diejenigen, die den Großteil von schlechtoder unbezahlter Versorgungsarbeit leisten, häufiger von Gewalt und Armut betroffen sind, weniger in Führungspositionen aufsteigen und Männer diejenigen, die misstrauisch beäugt werden, wenn sie mit Kindern arbeiten wollen. Dass das Infragestellen so fundamentaler gesellschaftlicher Prinzipien Anlass für emotionale Auseinandersetzungen gibt, ist wenig überraschend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;OBJEKTIV ODER DOCH POLEMISCH?&lt;/strong&gt; Die Gender- KritikerInnen sprechen von einer „Genderisierung“ der Hochschulen, als ob es sich um eine staatlich verordnete „Invasion“ handle, die Unmengen an Steuergeldern verschlingen würde. Diese Behauptung hält einem Blick in die Realität jedoch nicht Stand. So sind beispielsweise an österreichischen Hochschulen 2.420 ProfessorInnen tätig, wobei sechs Professuren eine Volldenomination für Geschlechterforschung haben. Das Bild der Invasion ist, wenn auch wenig plausibel, dennoch wirkungsmächtig und nur ein Beispiel für den fast durchgängig polemischen Stil genderkritischer Beiträge, die den „Genderwahn“ als Gefahr für die Wissenschaft darstellen. Die Soziologinnen Sabine Hark und Paula-Irene Villa weisen darauf hin, dass dabei meist, ohne weitere Erörterung, von einem alltagsweltlichen Verständnis von Wissenschaft ausgegangen wird, das an positivistische Maßstäbe der Naturwissenschaften angelehnt ist. Dies ist aus mindestens zwei Gründen problematisch: Erstens delegitimiert ein derartiges Wissenschaftsverständnis jegliche Erkenntnismethoden der Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Zweitens ist ein alltagsweltliches Wissenschaftsverständnis bestenfalls für den Alltag geeignet, eine vermeintlich wissenschaftliche Kritik darauf zu stützen, ist aber alles andere als passend. Widersprüchlich ist weiters, dass der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit, trotz des engen Wissenschaftsbegriffes, nur an die Gender Studies gerichtet wird (übrigens auch an ihre naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten). Es werden weder ganze wissenschaftliche Disziplinen noch sozialwissenschaftliche Forschungen von Gleichgesinnten angegriffen. All das spricht dafür, dass die Abwertung der Gender Studies nicht einer bloßen Besorgnis um Wissenschaftlichkeit geschuldet ist, sondern eher den Bedenken und Feindseligkeiten jener, die an den alten Strukturen hängen und eigene Privilegien gefährdet sehen. Es handelt sich um eine politische Motivation genau jener Art, wie sie den Gender Studies vorgeworfen wird und die wissenschaftlicher Objektivität vermeintlich im Weg steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;POLITISCHE OBJEKTIVITÄT? &lt;/strong&gt;In diesem Zusammenhang ist zu fragen, was wissenschaftliche Objektivität überhaupt sein kann. Das Bild eines isolierten Wissenschaftlers, der im Labor kulturunabhängige Ergebnisse produziert, ist in der Realität nicht haltbar. Jede forschende Person ist auch Teil der Gesellschaft, hat Vorstellungen und Wertehaltungen, die in den Forschungsprozess miteinfließen. Alleine die Wahl eines Forschungsgegenstandes ist schon von gesellschaftlichen Umständen geprägt. Denn was als erforschenswert angesehen wird, ist keine Frage, die objektiv beantwortet werden kann, sondern das Ergebnis von gesellschaftlichen Diskursen und Kräfteverhältnissen. Objektivität ist im Sinne einer völligen Unabhängigkeit von Gesellschaft undenkbar, egal in welcher wissenschaftlichen Disziplin. Dies bedeutet allerdings nicht, dass keine nachvollziehbare wissenschaftliche Erkenntnis möglich wäre, sondern nur, dass es einen bedachten Umgang mit der eigenen Rolle als forschende Person und dem Entstehungszusammenhang der Ergebnisse geben muss. Aus diesen Überlegungen heraus hat sich in den Sozialwissenschaften ein reger Diskurs darüber etabliert, wie solch ein Umgang Teil des Forschungsprozesses selbst werden kann. Gerade die Gender Studies haben hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Carina Brestian hat Soziologie und Gender Studies an der Universität Wien studiert.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 23 Feb 2017 18:36:54 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Inklusion braucht Werkzeuge</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/inklusion-braucht-werkzeuge</link>
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&lt;p&gt;Die Autorin, Karoline Klamp-Gretschel, setzt hier an und legt ein von ihr neu entwickeltes Bildungskonzept vor. Dieses richtet sich gezielt an Frauen und Mädchen mit geistiger Behinderung, um die Vermittlung politischer Kenntnisse zu begünstigen. Begleitet durch Interviews in der Zielgruppe entstehen Handlungsempfehlungen, die eine Grundlage für gender-spezifische Bildungs-Konzepte zur gesellschaftlichen und politischen Partizipation bilden sollen. Gesetze können inklusivere Gesellschafts-Strukturen ebnen, jedoch braucht Inklusion auch Werkzeuge zur Partizipation, das heißt: Gesetze allein bringen noch keine politische Teilhabe. Denn nur wenn Fremdbestimmung entfällt oder zumindest maximal reduziert wird, können Menschen auch selbstbestimmt und Akteur*innen ihrer eigenen Lebensläufe sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obgleich es bei wissenschaftlichen Arbeiten oft viel zu wenig der Fall ist, reflektiert Karoline-Klamp-Gretschel die verwendeten Begrifflichkeiten und Konzepte in ihrem Buch gekonnt. So beschreibt sie beispielsweise Unzulänglichkeiten im Terminus „geistige Behinderung“, welcher eine Spanne an diversen Menschen umfasst. Die Problematik liegt genau darin: Durch die Verwendung eines Begriffes für eine heterogene Gruppe kommt es zu Stereotypisierung. Trotzdem verwendet Klamp-Gretschel diesen Begriff, allerdings kritisch, um davon ausgehend differenzieren zu können. Stärken des Buches liegen auch im Aufgreifen von bestürzenden Diskursen um die vermeintliche „Bildungsfähigkeit“ von Personen mit geistiger Behinderung. Dem gegenüber stellt Klamp-Gretschel Erläuterungen von den realen Lebensbedingungen und -Situationen von Frauen und Mädchen mit geistiger Behinderung. So veranschaulicht sie die Diskrepanz zwischen ableistischen/behindertenfeindlichen Diskursen und den tatsächlichen Realitäten und Perspektiven der Frauen und Mädchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unterm Strich ergibt sich ein umfassendes fachwissenschaftliches Buch, dessen Vorschläge für eine inklusivere Zukunft hoffentlich Beachtung und Umsetzung finden wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mara Otterbein studiert Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen und beschäftigt sich vor allem mit intersektionalen Perspektiven der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 15 Feb 2017 18:35:42 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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