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 <title>Progress - Bildungspolitik</title>
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 <title>Macron und die Zwei-Klassen-Hochschule</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2560&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p&gt;Macron ließ in seiner Rede verlautbaren: „I thus want a European Intelligence Academy to be crea- ted, to strengthen the ties between our countries through training and exchanges.“1 Warum diese Anstrengung? Eine Deutung wäre, dass durch den Brexit Europa mit Oxford und Cambridge zwei ausgewiesene akademische Standpunkte verlieren würde und man dem eine exzellente Europäische Universität entgegen hält. Denn schon 1999 vor genau 20 Jahren verständigten sich die Minister_in- nen in Bologna zur absoluten Wettbewerbsfähigkeit des sogenannten Europäischen Hochschulraumes: „Insbesondere müssen wir uns mit dem Ziel der Ver- besserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems befassen.“2 Doch was in der Rede Macrons als eine Europäische Universität geplant war, ist von der Europäischen Kommission im Zuge des Vorhabens der European Education Area (EEA) gleich zu einem ganzen Netz- werk aus Europäischen Unis gemacht worden. Denn die Europäische Kommission nahm den Vorschlag Macrons mit Kusshand, um etwas durchzusetzen, das zwar so ähnlich wie der Bolognaprozess ist, aber aber weit aus elitärer und den Zugang zu Hochschu- len weiter massiv beschränkt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was nach Interkulturalität klingt, ist eine europäi- sche Exzellenzinitative, die ein Elitenetzwerk schaf- fen soll. Denn gefördert werden sollen nur wenige ausgewählte Universitäten. Das erklärte Ziel der europäischen Kommission ist dabei den EU-Raum im Feld der Higher Education nicht nur fitter zu ma- chen, sondern zum besten Hochschulraum weltweit. Dem zugrundeliegend ist ein von Wettbewerb und Verwertungslogik durchsetztes Bildungsverständnis, wie es bereits seit 20 Jahren an den europäischen Hochschulen praktiziert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Elitenetzwerk getarnt als europäische Universität?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die EU Kommission hat in einer Ausschreibung festgehalten, wie eine Koope- ration von Hochschulen genau aussehen muss, um eine „European University Alliance“ zu sein. Die erste Ausschreibung um als Netzwerk gefördert zu werden, wurde 2018 veröffentlicht. Bei der Europä- ischen Kommission heißt es, dass transnationale Al- lianzen, europäische Werte und Identität gefördert und die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der eu- ropäischen Hochschulbildung revolutioniert werden sollen. Und zwar nach dem Prinzip, dass ein solches Netzwerks aus Universitäten bestehen soll, die einen ausgewogenen geografischen Bereich abdecken und eine gemeinsame Strategie zur Exzellenz, Nach- haltigkeit und europäischen Werten entwickeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Studierende soll es vielfältige Programme und Mobilität auf allen Studienstufen geben. Interdis- ziplinarität zwischen Studierenden, Forschenden und Lehrenden der Universitäten sollen so ebenfalls entstehen. Ein Netzwerk besteht mindestens aus vier Universitäten, die einen engen Austausch unterein- ander pflegen, die sich durch besonders hohe Quali- tät auszeichnen und einen europäischen Wertekodex wahren. Klingt nun nicht verkehrt, doch schaut man in die Konditionen ergibt sich ein anderes Bild. Vor allem vor dem Hintergrund eines breiten Hochschul- raumes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zur Ausschreibung – Wer wird zu welchen Konditionen gefördert?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Umsetzung dieser illustren Pläne, muss aber na- türlich über Geld gesprochen werden. Für die erste Förderrunde wird von der Europäischen Kommission für den Zeitraum 2019 bis 2021 ein Gesamtbudget von rund 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Doch woher kommt das Geld? Dieses Geld wird aus dem Erasmus+ Topf der EU entnommen, einem Topf der für die Breitenförderung von kulturellem und wissenschaftlichem Austausch für Studierende, insbesondere für die Ermöglichung von Mobilität an Hochschulen im Ausland gedacht ist. Zwar ist geplant diesen zu verdreifachen, eine gleichwertige Erasmus- förderung und eine European University Network Förderung sind mit einer Verdreifachung nicht zu tilgen. Gefördert werden zwischen 20 bis 40 Univer- sitäten mit bis zu 60 Millionen Euro. Das scheint im ersten Moment wenig Geld zu sein, soll aber nach der Pilotphase erhöht werden. Zudem haben Bildungsmi- nisterien von EU-Mitgliedstaaten, wie Deutschland oder Frankreich bereits angekündigt zusätzlich Geld in Millionenhöhe in das Projekt zu geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Reichenförderung und Verlust der studentischen Mitbestimmung. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch die erste Ausschreibung bringt eine Reihe an Proble- men mit sich. Neben Universitäten und öffentlichen Forschungsinstituten sollen zum Beispiel auch privatwirtschaftliche Forschungszentren gefördert werden, was aus sozialer Sicht nur eine weitere Verschiebung der finanziellen Ungleichheit der aka- demischen Landschaft darstellen würde. Denn dabei geht es nicht nur allein um Drittmittelfinanzierung, sondern ganze privatwirtschaftlich agierende For- schungsunternehmen können gefördert werden. Das beeinträchtigt also wissenschaftliche Freiheiten und verquickt Wirtschaft und Bildung noch Verstärkter. Bildung als öffentliches Gut? Fehlanzeige!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Errungenschaften, die über lange Zeit erst erkämpft werden mussten und die immer wieder in Gefahr sind revidiert zu werden, wie etwa demokra- tische Beteiligung von Studentinnen und Studenten in universitären Entscheidungsprozessen, die Si- cherstellung von adäquaten Arbeitsbedingungen der Angestellten der Hochschulen und das Bekenntnis zur Förderung von Studierenden aus einkommens- schwächeren Haushalten, um eine bessere soziale Durchmischung an den Hochschulen zu erreichen, sind in den Bedingungen nicht zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weder müssen die europäischen Universitäten de- mokratisch ausgerichtet sein, noch muss bei ihnen sichergestellt werden, dass es keine Studiengebüh- ren gibt. Somit hängt es immer davon ab, ob es in dem Land in dem ein Student oder eine Studentin eingeschrieben ist Studiengebühren gibt. Für den engen internationalen Austausch, den die Hoch- schulen anstreben, wird ein Ausschluss von Studie- renden durch Studiengebühren durch einige Länder also billigend in Kauf genommen. Unter der Frage, “What will this action support?”, werden zwar fi- nanzielle Unterstützungen hinsichtlich des Manage- ments angeboten, kein Wort wird aber zur studenti- schen Selbstverwaltung verloren. Eine Entwicklung, die zumindest nachdenklich stimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hochschulen im „Ostblock“ werden nicht gefördert.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinsichtlich der angestreb- ten hohen Rate des Austauschs von 50 Prozent von Studierenden und Lehr- und Forschungspersonal die an verschiedenen Orten studieren sollen, sogenann- te Out-Goings, wird jedoch nicht genug Geld zur Verfügung gestellt um einen Auslandsaufenthalt finanziell zu garantieren. Darauf jedoch hat die EU- Kommission bereits eine Antwort gefunden, denn „Mobility“ kann auch virtuell sein. Studierenden, die das nötige Kleingeld haben, wird die Möglichkeit gegeben an vier Universitäten zu studieren. Studie- renden die nicht im Geld schwimmen, dürfen dann „virtuell“ mobil sein, und sich online Vorlesungen aus Paris, Warschau und Madrid anschauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausschreibung begünstigt gut finanzierte und wohlhabende Institutionen in Ballungsräumen,&lt;br /&gt;die leichter auf Projekt- oder Forschungsfinanzie- rung zugreifen zu können. Fachhochschulen oder Hochschulen aus der Peripherie werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Teil des Netzwerks wer- den. Auch die regionale Balance im europäischen Kontext, die der Aufruf vorsieht, steht auf tönernen Füßen. Denn während die europäische Hochschul- landschaft in Westeuropa in drei Regionen unterteilt wird, wird der gesamte Osten in den sogenannten Mittel- und Osteuropa-Block zusammengefasst. Um die von der Kommission avisierte Balance zwischen den Regionen herzustellen, reicht es nach aktuellem Stand also aus, nur eine Universität aus dem ehema- ligen Ostblock und alle anderen aus Westeuropa zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;In welches Europa der Zukunft führt die Initiative?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Pläne der EU- Kommission bieten also erheblichen Grund zur Kritik. Sie zementieren ideologisch die neoliberale &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Politik der Elitenförderung und tragen zur weiteren Öffnung der sozialen Schere – zwischen Arm und Reich – bei. Nicht nur durch Förderung derer, die es am wenigsten notwendig haben, sondern auch durch eine erneute Bevorzugung der westeuro- päischen Länder. Gerade im Kontext eines Euro- pas das mit einem immer stärkerem Rechtsruck konfrontiert ist, ist es alarmierend, nicht über die Bildungspolitik Brücken zu bauen, sondern eine paternalistische Bevorzugung der EU-Mitgliedslän- der voranzutreiben und damit den europäischen Hochschulraum aus dem Blick zu verlieren. Somit wird ein Auseinanderdriften Europas eher befeuert als gehemmt. In Zeiten eines instabilen und desola- ten Europas, in Zeiten von Brexit und Co wird aktiv eine Bildungspolitik der Entsolidarisierung und der Eliten betrieben. Es ist große Vorsicht geboten, wenn die europäische Hochschullandschaft statt auf Breitenförderung und demokratische Teilhabe, in Zukunft noch stärker auf Wettbewerb und öko- nomischer Verwertung setzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nathalie Schäfer ist seit zwei Jahren beim fzs (dem deutschen Pendant zur Österreichischen Hochschüler_ innenschaft) sowie auf europäischer Ebene im Board der European Students Union ESU aktiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sebastian Berger ist ehemaliger Studierendenvetreter der Österreichischen Hochschüler_innenschaft und derzeit Vorstandsmitglied der European Students Union ESU.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1 &lt;a href=&quot;http://international.blogs.ouest-france.fr/archi-&quot;&gt;http://international.blogs.ouest-france.fr/archi-&lt;/a&gt; ve/2017/09/29/macron-sorbonne-verbatim-euro- pe-18583.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2 &lt;a href=&quot;https://www.bmbf.de/files/bologna_deu.pdf&quot;&gt;https://www.bmbf.de/files/bologna_deu.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Tue, 18 Jun 2019 13:18:37 +0000</pubDate>
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 <title>Ich habe heuer leider keinen Studienplatz für dich!</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/ich-habe-heuer-leider-keinen-studienplatz-fu%CC%88r-dich</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2557&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p&gt;Im Anschluss an Budgetverhandlungen zwischen dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Universitätenkonferenz wurde kürzlich der Entschluss verkündet, an österreichischen Hochschulen ab dem Wintersemester 2019 weitere Zugangsbeschränkungen einzuführen. Zukünftig fordert der Großteil der österreichischen Universitä- ten zur Zulassung die vorangehende positive Absolvierung eines Aufnahmeverfahrens. Insgesamt sind 17 Fächer davon betroffen. An der Universität Wien zählen dazu die Studien Chemie, Transkulturelle Kommunikation, Rechtswissenschaften, English and American Studies, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie sowie Soziologie. Für die Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften, Biologie, Psychologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Ernährungswissenschaft, Informatik, Pharmazie und des Lehramts gilt diese Voraussetzung bereits seit längerem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Statistik des Datawarehouse des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung zeigt, dass die Anzahl der Studienanfänger_innen in den letzten Jahren tendenziell stark zugenommen hat. Konnten die Universitäten bundesweit im Studienjahr 2000/01 knapp 39.000 Neuzugänge verzeichnen, so waren es im Jahr 2017/18 fast 57.000. Ein Drittel der momentan inskribierten StudentInnen musste sich bereits in einem Aufnahmeverfahren beweisen. Bereits jetzt kann österreichweit mehr als ein Fünftel aller StudentInnen nicht in das von ihnen präferierte Studium einsteigen. Eine weitere Verschärfung der Aufnahmebedingungen wird dieses Problem zunehmend verschlimmern. In der Frage um das beliebteste Studienfach liefern sich seit Jahren weiterhin Wirtschaftswissenschaften und Jus ein Kopf an Kopf Rennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zugangsmanagement statt offene Hochschule.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung begründet die neuen Leistungsvereinbarungen auf seiner offiziellen Website damit, dass „das bestehende Zugangsmanagement weiterentwickelt und insbesondere in sogenannten ,Massenfächern‘ ausgeweitet [werden soll]. Mit diesem inhaltlichen wie strukturellen ‘Paradigmenwechsel’ wird von den Universitäten eine deutliche Steigerung der Forschungs- und Lehrleistungen und somit eine höhere Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich erwartet.“ Durch die Investition in die Hochschulbildung sollen Verbesserungen der Studienbedingungen und Prüfungsaktivitäten erzielt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Punkt der aktuellen Leistungsvereinbarungen ist neben den Budgeterneuerungen auch die Autonomie der Universitäten im Bezug auf die Aufnahmekriterien. Denn ab Herbst stehen den Universitäten die selbständige Planung und Regulierung der Zugangsbeschränkungen zu besonders nachgefragten Fächern zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso soll es eine Veränderung des Prüfungsablaufes und der -zusammenstellung bei den ab 2019 verschärften Studienfächern geben. Denn zusätzlich zum herkömmlichen Modus des Aufnahmeverfahrens, bestehend aus mehrteiligen Testfragmenten, soll ein Online-Self-Assessment (OSAS) Einblick in das ausgewählte Studium bieten und als Orientierungsfunktion für Interessierte dienen. Dabei kann den Student_innen auf Basis verschiedener Aufgaben detallierte Auskunft über ihre eigenen studienrelevanten Interessen und Fähigkeiten gegeben werden. Magdalena Taxenbacher vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien äußert sich im Bezug auf die Angebotsform des OSAS skeptisch. Ihrer Meinung nach müsste diese “für alle Studiengänge offen stehen, damit Studierende wissen, worauf sie sich im Studium einstellen können. Dieses Self-Assessment aber als Mittel zum Ausschluss zu verwenden, zeigt, dass es hier nicht darum geht, eine echte Orientierung für Studierende zu bieten”, so Taxenbacher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unmut macht sich im Bezug auf den inhaltlichen Aspekt der Prüfung unter anderem an der BOKU Wien breit. Ab Herbst soll nämlich das Studienfach Umwelt- und Bioressourcenmanagement (UBRM) einer Zutrittsbeschränkung unterlegen sein. Nachdem laut Marcus Beringer, Referent für Bildungspolitik der ÖH BOKU, nach Bekanntgabe der neuen Universitätsfinanzierung ein Jahr lang nichts geschehen sei, muss nun bis Ende April ein fertiges Konzept über alle Details der Prüfung feststehen. “Die Vorgabe, in derart kurzer Zeit ein auch nur einigermaßen qualitätsvolles Verfahren auszuarbeiten, ist absurd. Dass StudienbewerberInnen die mangelnde Planung auf verschiedenen Ebenen ausbaden müssen, ist unverantwortlich.“, äußert sich Beringer kritisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Effizienz regiert.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Universitätsbericht 2017, der Februar letzten Jahres von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann präsentiert wurde, werden die Vorzüge der Zugangsbeschränkungen stark hervorgehoben. Dem Bericht zufolge soll eine Evaluierung der Studien mit Aufnahmeregelungen ergeben haben, dass die Zulassungsverfahren reibungsfrei verlaufen seien. Weiters sollen positive Auswirkungen auf den Studienverlauf, die Studienzufriedenheit und die Abschlüsse festgestellt worden sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist vor allem ökonomisch gesehen von Bedeutung. Denn der Entscheidung über die Anzahl der Studierenden wohnt ein nicht übersehbarer wirtschaftlicher Aspekt bei. Was langfristig als Investition in eine gut ausgebildete Gruppe von Arbeitskräften gesehen werden kann, ist erstmal eines: teuer. Denn da öffentliche Hochschulbildung für den_die Einzelne_n (noch) gebührenfrei ist, muss der Staat zunächst die Kosten tragen. Brechen Studierende ihr Studium vorzeitig ab oder werden in einem anderen Berufsfeld tätig, stellt die kostenintensive Ausbildung pragmatisch gesehen nur eine nutzlose Kapitalanlage dar, die sich wirtschaftlich nicht rentiert. Der Versuch, dieses Risiko durch eine limitierte Anzahl an Studienplätzen einzudämmen, wirkt jedoch fragwürdig. Sparmaß- nahmen und Budgetknappheit als Erklärungsversuche für die Verschärfungen zu nutzen, ist jedenfalls nicht legitim. Denn mit einer Erhöhung von rund 1,3 Mrd Euro wurde zum Jahresende die neue Leistungsvereinbarung für alle 22 Universitäten Österreichs präsentiert. Das landesweite Budget für den Zeitraum 2019 bis 2021 wurde auf 11 Mrd Euro aufgestockt. Mit der Budgeterhöhung erhofft sich die stellvertretende Generalsekretärin der WKÖ, Mariana Kühnel, eine klare Leistungssteigerung: “Jetzt gilt es Kurs zu setzen und die gesteckten Ziele bis 2021 zu erreichen, damit die heimischen Universitäten weiter an die Spitze der europäischen Hochschulen herankommen und für Österreich jene Kompetenzen sichern, die es für den Weg in die Zukunft braucht.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lena Köhler vom Vorsitzteam der ÖH sieht ein unausweichliches Hindernis bezüglich der angeblich erfolgreichen Eliminierung der Studienplatzprobleme. Ihrer Meinung nach würden sich „wissbegierige Menschen nicht einfach vom Studieren abhalten lassen, sondern dann eben in ein anderes Studienfach wechseln, welches dann wieder als ,überlaufen‘ gelten wird“. Weiters bemängelt sie: „Anstatt die Studienbedingungen zu verbessern, kommen weitere Hürden und Ausschlüsse. Wir wollen, dass Bildung allen offen steht.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kritik von Studierenden.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter den Studierenden stoßen die Vereinbarungen großteils auf Kritik. Andrea Baciu, Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft im zweiten Semester, meint etwa: „Zugangsbeschränkungen sind für mich eigentlich nur ein Störfaktor in der uneingeschränkten Studienwahl. Ich bin ziemlich froh darüber, dass die Aufnahmeprüfung bei uns aus Teilnehmer_innenmangel abgesagt wurde. Einen Plan B habe ich nicht wirklich gehabt.“ Ein Kriterium, das unter anderem über Bestehen oder Scheitern bestimmen könnte, ist oftmals der enorme Zeitdruck während der Prüfung. Beim Versuch diesen zu überlisten, präferieren viele TeilnehmerInnen stumpfes Auswendiglernen gegenüber verständnisorientiertem Erlernen des Stoffes. Der ehemalige Medizinstudent Hassan Safaverdi ist der Meinung, dass die Aufnahmekriterien sich weder auf Intelligenz, noch Kompetenz stützen. „Schnelligkeit und Stressresistenz gepaart mit Wissen sind die einzig wichtigen Faktoren für das Bestehen des Tests“, so Safaverdi.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klar ist natürlich, dass der Großteil der Arbeitnehmer_innen in Österreich nicht aus fertig ausgebildeten, jedoch arbeitslosen, Jurist_innen, Soziolog_innen und Blogger_innen bestehen kann. Die aktuelle Auslesemethode ist allerdings fragwürdig. Zudem kann diese Begründung unter anderem in den Lehramt- oder Medizinstudien nicht validiert werden, in denen Jahr für Jahr verzweifelt versucht wird, den Arbeiter_innenmangel auszugleichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alternative gesucht.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch was wären die Alternativen? Das Ziel der Zulassungsprüfungen ist es, die Studierenden pro Fach auf eine sinnvolle und möglichst effiziente Anzahl zu reduzieren. Sprich, wer das Studium beginnt, sollte es nicht vorzeitig abbrechen, es in der Mindeststudienzeit beenden und idealerweise danach einen Job in dem Berufsfeld ergreifen. Um dies zu erreichen, könnten schwierigere STEOP-Prüfungen eingeführt werden. Sind diese, ähnlich wie die Aufnahmeprüfungen, an ein deutlich zu anspruchsvolles Niveau angepasst, fungiert diese Methode zwar ebenfalls als scharfe Auslesefunktion, die nüchtern gesehen die Spreu vom Weizen trennt, doch birgt diese einige Vorteile für alle Parteien. Denn obwohl ein angebrochenes Semester dem Staat natürlich minimale finanzielle Verluste bereiten würde, könnten sich Erstsemestrige bereits vor der Prüfung ein Bild über die Studienrichtung machen und selbständig die Entscheidung treffen, ob sie sich für diese geeignet sehen. Dies wiederum würde wirtschaftlich als Allokationsfunktion dienen, bei der Student_innen selbstbestimmt in ein für sie passendes Studium wechseln würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere, verrücktere Option wäre natürlich, Hochschulbudget als Zukunftsinvestition anzusehen, Bildungsinstitutionen auszubauen und notwendi- gerweise zu erweitern, um Studienfächer für alle uneingeschränkt zugänglich zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Anmeldeprozess für das Aufnahmeverfahren selbst gestaltet sich zunächst recht human: Zwei, beziehungsweise vier Monate stellt die Universität Wien den unschlüssigen Studierenden für das gedankliche Hin und Her zur Verfügung. Entscheidet man sich dafür, am Aufnahmeverfahren teilzunehmen und die für die Anmeldung obligatorischen 50 Euro, so steht der Teilnahme an der Prüfung nichts mehr im Wege. Weniger behutsam sieht es wenige Monate später aus. Denn die Prüfungsergebnisse für das mit Oktober beginnende Studienjahr werden frühestens Anfang September per Mail verkündet. Durch eine hoch elaborierte Rechenoperation wird erkennbar, dass die Frist zwischen dem Erhalt der Nachricht und Semesterbeginn maximal fünf Wochen beträgt, was eine relativ kurze Zeitspanne für eine komplette Neuorientierung darstellt. Da zu diesem Zeitpunkt bereits alle Prüfungstermine für die Aufnahme in ein alternatives Studium vorüber sind, kommt nur noch eine eingeschränkte Anzahl an Fächern in Frage. Wer jedoch trotzdem an seinem Wunschstudium festhalten will, für den stehen natürlich weiterhin alle Türen offen. Denn mit viel Glück oder Pech findet das ganze Prozedere im darauf folgenden Jahr erneut statt. Diejenigen, für die es da erneut nicht klappt, können ja beim dritten, vierten und fünften Antritt wieder gegeneinander antreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ines Shubshizky, Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, wäre sehr gerne Psychologiestudentin gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-container clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-sidebar field-type-field-collection field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-view clearfix view-mode-full field-collection-view-final&quot;&gt;&lt;div  about=&quot;/field-collection/field-sidebar/2090&quot;&gt;
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 <pubDate>Mon, 01 Apr 2019 08:13:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>progress</dc:creator>
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 <title>Momo will an die Uni</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/momo-will-die-uni</link>
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&lt;p&gt;Bei dieser Aufregung bleibt das Wohl der jungen Geflüchteten auf der Strecke. Viele haben ohnehin Probleme, die deutsche Sprache zu lernen und sich&lt;br /&gt;im österreichischen Bildungssystem zurecht zu finden. Dem österreichischen Bundesministerium für Inneres zufolge stammten die meisten Asylanträge im Jahr 2017 von Syrer_innen und Afghan_innen. Sowohl Syrer_innen als auch Afghan_innen stammen aus sehr unterschiedlichen Kulturen und ihre Amtssprachen unterscheiden sich stark von Deutsch. Die kulturelle und sprach- liche Differenz stellt für die Geflüchteten große Hürden dar, beispielsweise beim Erlernen des lateinischen Schriftsystems.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Wirklichkeit spielt Bildung einen zentralen Aspekt bei der Integration. Sie sorgt für die Vermittlung der hiesigen Werte und Normen und ermöglicht eine größere Teilnahme an der Gesellschaft. Schulkenntnisse nehmen eine Schlüsselrolle bei der Entfaltung der Talente und bei der Einbringung der Fähigkeiten in die Gesellschaft ein. Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte der Vereinten Nationen, die auch von Österreich ratifiziert worden ist, sieht Bildung als grundlegendes Menschenrecht an. Unabhängig von der Herkunft und von dem Bildungsabschluss der Eltern sollte das System jedem Menschen dieselben Bildungschancen ermöglichen. Diese Voraussetzung ist essentiell, denn wer keine Perspektiven hat, hat auch keinen Ansporn. Die Integrationsfrage ist also auch gleichzeitig eine Bildungsfrage. Doch wie sehen denn die Bildungschancen für Flüchtlinge in Österreich aus?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Viele Namen, andere Bedingungen. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst muss zwischen Asylwerber_innen und Asylberechtigten (bzw subsidiär Schutzberechtigten) unterschieden werden. Mit positiver Erledigung des Asylverfahrens werden Asylwerber_innen zu -berechtigten und haben – unter anderem – freien Zugang zum Arbeitsmarkt. Asylwerber_innen haben in Österreich zunächst lediglich ein Recht auf die Grundversorgung. Diese garantiert ihnen die Sicherung eines bescheidenen Lebensunterhalts und fällt unverkennbar geringer aus als jene Sozialleistungen, die an einen Aufenthaltstitel geknüpft sind. Für Asylwerber_innen in organisierten Unterkünften werden etwa 20 Euro pro Tag für Verpflegung und Unterbrin- gung gezahlt. Dieses Geld fließt dann üblicherweise direkt an die Unterbringungseinrichtung. Daneben erhalten die Asylwerber_innen etwa 40 Euro im Monat für alle weiteren persönlichen Ausgaben. Für selbstständig wohnende Asylwerber_innen gibt es etwa 320 Euro im Monat für Miete, Verpflegung und Ähnliches. Dabei muss auch bewiesen werden, dass Miete bezahlt wird. Bei Kindern werden die Kosten für die Schulutensilien übernommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unbegleitete Minderjährige, die einen Asylantrag stellen, gelangen zunächst in eine Sonderbetreuungsstelle des Bundes und werden dann später zu Betreuungseinrichtungen in den Bundesländern zugewiesen. Diese Einrichtungen können Pflegefamilien, Wohngruppen, betreute Wohneinrichtungen oder Wohnheime sein. Der Kostenbeitrag für die Unterbringung liegt je nach Bundesland zwischen 40,50 Euro und 95 Euro. Dieser Betrag fällt im Vergleich zu Tagessätzen für österreichische Kinder und Jugendliche deutlich geringer aus, denn diesen stehen mindestens 120 Euro zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis zum 15. Lebensjahr herrscht in Österreich Schulpflicht und daher müssen auch minderjährige Asylsuchende in die Schule. Allerdings wird es für Jugendliche, die sich danach noch im Asylverfahren befinden, schwierig, ihre Schulbildung fortzusetzen. Es besteht für weiterführende Schulen wie HTL oder AHS keine Pflicht, diese Jugendlichen aufzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Bildungseinrichtungen gibt es die Möglichkeit, ein Kind als außerordentliche/n Schüler_in einzustufen, wenn es über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfügt. Im Rahmen dieser Möglichkeit können außerordentliche Schüler_innen am gewöhnlichen Klassenunterricht teilnehmen, werden allerdings nur bei zumutbaren Fächern bewertet. Das heißt, die Kinder erhalten keine Note bei Prüfungen, die ohne Deutschkenntnisse nicht positiv absolviert werden können. Ob dieses Kind in die nächste Klasse aufsteigt, hängt vom Einverständnis der Schulleitung ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bildungswege in Österreich.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Bildungsmöglichkeiten haben Jugendliche über 15 Jahren? Grundsätzlich unterscheidet sich das Angebot je nach Bundesland. Häufig mangelt es an Plätzen in den Schulen und der Aufenthaltsstatus spielt dabei eine große Rolle. Bei anerkannten Flüchtlingen gilt die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre. Sogenannte Alphabetisierungs- und Basisbildungskurse sollen Jugendlichen, die zuvor keinen ausreichenden Zugang zu Bildungseinrichtungen gehabt haben, Grundwissen wie Lesen und Schreiben vermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Momo ist einer dieser minderjährigen Jugendlichen. Der 17-Jährige ist vor etwas mehr als einem Jahr nach Österreich gereist. „In Afghanistan konnte&lt;br /&gt;ich nicht mehr bleiben“, erzählt er, zu groß war das Risiko, als Opfer eines Terroranschlages zu enden. Aus diesem Grund hat er damals als 16-jähriges Kind die lebensgefährliche Odyssee nach Europa auf sich genommen. Noch immer hat er kein Asyl bekommen. Dabei verbessern sich seine Deutsch- kenntnisse stetig, auch wenn er noch Probleme mit der Satzstruktur hat, kann er gut auf Deutsch kommunizieren. Derzeit besucht er die Handelsakademie des Berufsförderungsinstituts in Wien und erhält nach der Schule zusätzlichen Deutschunterricht. Nichtsdestotrotz benötigt er noch weitere Förderung, da laut seiner Lehrerin seine „Deutschkenntnisse für einen Abschluss noch nicht ausreichen“. Er besucht eine sogenannte Integrationsklasse, die hauptsächlich aus jüngeren Schüler_innen besteht, deren Deutsch ebenfalls Mängel aufweist. Die Lehrerin ist überzeugt, „er benötigt mehr Übung und eine Person, die ihn unterstützt“. Momo wohnt in einer WG und ist größtenteils auf sich alleine gestellt. Es kommt öfters vor, dass Momo den Unterricht nicht besuchen kann, weil er zu seinen Behördenterminen gehen muss. Die Unsicherheit darüber, welchen Ausgang sein Asylantrag nehmen wird, setzt den Jugendlichen zusätzlich unter Stress.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Viele Ansätzen, keine Lösungen.&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz schätzt der Afghane die Unterrichtseinheiten und die Fördergelder, die ihm diese schulische Ausbildung ermöglichen. In Wien und in ganz Österreich gibt es mehrere Projekte, die auf die Bildung von Asylwerber_innen ausgerichtet sind. So etwa das Jugendcollege, welches aus den Mitteln des Europäischen Sozial- fonds (ESF), des Arbeitsmarktservice (AMS) Wien, der Magistratsabteilung 17 und dem Fonds Soziales Wien (FSW) mit Unterstützung des Wiener Arbeitnehmer_innen Förderungsfonds (waff) kofinanziert wird. Das Jugendcollege zielt darauf ab, den jungen Geflüchteten ein vorbereitendes Bildungsangebot für die weiterführende schulische oder berufliche Ausbildung anzubieten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt „Interkulturelles Mentoring für Schulen“ an der Universität Wien fördert kulturelle und sprachliche Vielfalt in Klassenzimmern, indem es Mentor_innen und Schüler_innen mit ähnlichem sprachlich-kulturellen Hintergrund vernetzt. Diese ehrenamtlichen Mentor_innen setzen sich auch für die Bildung von Flüchtlingen ein. Die Leiterin des Projekts, Susanne Binder, kritisiert den Zeitdruck, unter dem Jugendliche stehen, die nicht mehr in einem schulpflichtigen Alter sind. „Sie brauchen oft auch mehr Zeit, um anzukommen und sich mit der neuen Situation in dem Land und der Schule zurechtzufinden. Vertrauenspersonen wie etwa Mentor_innen können hier viel bewirken“, so Binder. Das Problem dabei liegt wohl nicht an der Zahl der Förderprojekte, sondern schlichtweg am Bildungssystem. Der ehemalige Mentor des Interkulturellen Mentoring Programms und Bildungsforscher Ralph Chan sieht die Bildungschancen für Flüchtlinge schlecht. Diese würden „vom System mit ihren Problemen, seien sie sprachlich oder psychisch, alleine gelassen“, so Chan. Viele asylwerbende Jugendliche scheitern häufig am Notensystem und kommen nicht in die nächste Klasse, obwohl sich ihr Wissen vermehrt und ihr Deutsch verbessert. Dabei strebt Momo genauso wie seine Gleichgestellten den Abschluss an, sein Ziel ist es an die Universität zu gehen und Medizin zu studieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Große Hürden für Asylwerber_innen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grundsätzlich gilt in Österreich: jede Person mit Hochschulreife kann studieren. Allerdings gibt es viele Hürden, die von Asylwerber_innen bewältigt werden müssen. Perfekte Englischkenntnisse reichen gewöhnlich nicht aus, es werden fortgeschrittene Sprachkenntnisse (Level C1) in Deutsch verlangt. Außerdem können sich Asylwerber_innen das Studium oft gar nicht leisten, da Studierende in Österreich allgemein keinen Anspruch auf die bedarfsorientierte Mindestsicherung haben. Diese Geldquelle ist für viele überlebensnotwendig. Außerdem gibt es für einige Studiengänge Aufnahmeverfahren, die aufs deutliche Aussieben ausgerichtet sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Problem: Anerkennung von Abschlüssen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allgemein gibt es auch die Möglichkeit der Anerkennung von Bildungsabschlüssen. Die österreichische Gesellschaft für Europapolitik hält jedoch fest: „Bildungsabschlüsse, die in Drittstaaten erworben wurden, werden in Österreich kaum anerkannt. Nostrifizierungen sind kompliziert und komplex“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz existieren einige Projekte, die Geflüchteten den Zugang zu den Universitäten erleichtern wollen. Beispielsweise ermöglicht die Flüchtlingsinitiative More der Österreichischen Universitätenkonferenz (Uniko) den Zugang zu ausgewählten Lehrveranstaltungen an staatlichen Universitäten. Zunächst haben Teilnehmer_innen den Status der außerordentlichen Studierenden, doch können sie eventuell im weiteren Verlauf auf ein ordentliches Studium umsteigen. Die Präsidentin der Uniko, Eva Blimlinger, hebt die Verantwortung hervor, die Universitäten im Rahmen von gesellschaftlichen Herausforderungen haben. Sie übte auch Kritik an den Äußerungen des Innenministers, Herbert Kickl (FPÖ), in Bezug auf die Nichteinhaltung der Europäischen Menschrechtskonventionen und der Genfer Flüchtlingskonvention. Es „gehört jedenfalls, die Menschenrechte für alle zu garantieren, unabhängig von Staatsbürgerschaft oder Herkunft, unabhängig ob Flüchtling oder Migrantin und Migrant“, so Blimlinger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlussendlich wird klar, dass die Bildungschancen für Geflüchtete noch unzureichend sind. Es scheint, als ob Asylwerber_innen dieselben Ausbil- dungsmöglichkeiten wie jede andere Österreicher_in hätten, doch in Wirklichkeit haben sie nicht die gleichen Ressourcen. Finanzielle, sprachliche und strukturelle Mängel sorgen dafür, dass keineswegs dieselben Bildungschancen existieren. Da muss noch viel getan werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Atahan Demirel studiert Internationale Betriebswirtschaftslehre in Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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 <pubDate>Mon, 01 Apr 2019 07:57:59 +0000</pubDate>
 <dc:creator>progress</dc:creator>
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 <title>Babysteps zur elitären Hochschule</title>
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&lt;p&gt;Trotz immer stärkerer Verschulung, höheren Anwesenheitsquoten und dem Druck, ein Studium schnell abzuschließen, ist die Quote der Studierenden, die neben ihrem Studium einer Lohnarbeit nachgehen, konstant sehr hoch. Das war nicht immer so: Bevor 1998 erstmals Studiengebühren eingeführt wurden ging knapp die Hälfte der Studierenden arbeiten. Nach Einführung der Gebühren im Jahr 2000 stieg diese Quote um 20 Prozent, seitdem blieb sie mehr oder weniger unverändert, obwohl es nun ja keine Gebühren mehr gibt. Wie das ist, wenn man als Studierende_r einer Erwerbstätigkeit nachgehen muss, erzählt Melanie: „Studium und Arbeit sind schon vereinbar miteinander, aber das ist nicht ganz leicht. Es kommt teilweise auf die Flexibilität des_der Arbeitgeber_in an. Bei meinem derzeitigen Job muss ich mir für Prüfungen oder Blockseminare Urlaub nehmen. Es fällt auch viel Auswahl vom Studienangebot weg, einfach weil es zeitlich nicht möglich ist, und das ist schon manchmal sehr schade, wenn mich eine LV total interessieren würde, aber es sich einfach nicht ausgeht.“ Melanie arbeitet neben ihren beiden Bachelor-Studien Politikwissenschaft und Publizistik zwischen 15 und 25 Stunden und ist als Praktikantin angestellt, was natürlich arbeitsrechtliche und finanzielle Einbußen mit sich bringt. Während der Durchschnitt der Studierenden laut Studierendensozialerhebung 2015 knapp 20 Stunden in der Woche arbeitet, geht ein Fünftel sogar einer Vollzeitbeschäftigung nach. Nur zur Erinnerung: ein normales Bachelor-Studium sieht 1.500 Arbeitsstunden, aufgeteilt auf 180 ECTS, also 30 pro Semester, vor. Das bedeutet umgerechnet ein Arbeitspensum von sechs Stunden pro Werktag (auch in der vorlesungsfreien Zeit), oder 30 Stunden in der Woche. Arbeiten und in Mindeststudienzeit studieren geht sich also wohl nur für die Allerwenigsten aus. Das Gesetz sieht für uns (österreichische und EU-) Studierende zwei Toleranzsemester vor, dann stehen wir plötzlich vor dem Problem Studiengebühren. Bis vor kurzem konnten erwerbstätige Studierende sich das noch ersparen, doch mittlerweile hat sich hier einiges getan. Wie konnte es dazu kommen und warum? Ein kleiner Rück- und Ausblick:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Back to the roots?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war in jener Nacht, die vor allem für die rechtsliberale Medienelite (von Krone über Kurier bis Presse sind sich die Kolumnen hier einig) als „Nacht der Wahlzuckerl“ in die österreichische Geschichte eingegangen ist: eine ungewöhnliche Koalition aus SPÖ, Grünen und FPÖ schaffte die Studiengebühren am 24. September 2008 ab. Eine Rückkehr zum gänzlich freien Zugang, der von der Regierung Kreisky 1975 angedacht war, gab es aber nicht: So blieben die Gebühren zum Beispiel für Drittstaatsangehörige (die sogar den doppelten Betrag bezahlen müssen) und für alle Studierenden, die die Mindeststudiendauer um mehr als zwei Semester überschreiten. Dieses Überschreiten – so dachten die handelnden Personen damals – würde wohl vor allem jene Studierende betreffen, die entweder mehr als ein Studium belegen oder einer zeitintensiven Erwerbstätigkeit nachgehen. Für Erstere wurde eine Rückerstattungsregelung getroffen. Wenn man zum Beispiel zwei Studien belegt und im neunten Semester 363,33 Euro zahlen müsste, werden diese Gebühren vom zuständigen Ministerium bei entsprechender Prüfungsleistung rückerstattet. Dieser Teil wäre also geklärt. Doch wie wurde das Problem der erwerbstätigen Studierenden gelöst? Alle, die das 14-fache der gesetzlich vorgeschriebenen monatlichen Geringfügigkeitsgrenze pro Jahr verdienen, können sich von den Gebühren befreien lassen. Das Einkommen, das hierfür herangezogen wird, kann logischerweise nicht nur aus der klassischen unselbstständigen Lohnarbeit stammen, sondern auch aus einer selbstständigen Einnahmequelle. Wer also zum Beispiel im Jahr 2017 Illustrationen verkauft und damit mehr als 5.959,8 Euro im Jahr verdient hat, kann sich auch befreien lassen. Das Ganze wird jetzt aber ein bisschen komplizierter: wenn du dir für deine Tätigkeit als Illustrator_in ein Pinselset kaufst, kannst du das von deinem Einkommen abziehen, und zahlst so natürlich weniger Steuern. Du kannst also weniger Einkommen vorweisen, fällst vielleicht unter die Einkommensgrenze und musst Studiengebühren zahlen. So etwas ist einer Wiener Studentin passiert, die dann beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) gegen ihre Gebühren geklagt und auch recht bekommen hat: der VfGH urteilte, dass das Gesetz ungültig sei, da es nicht sinnvoll ist, dass nicht das richtige Einkommen, sondern das steuerliche Einkommen herangezogen wird. So weit, so logisch. Doch was dann geschah, klingt eher nach Kafka. Der VfGH weist in seinem Urteil deutlich darauf hin, dass die Gesetzesreglung nur repariert werden müsse, um eine sinnvolle Handhabung zu gewährleisten. Die neue Regierung hat dieser Empfehlung aber eine endgültige Absage erteilt. Und stellt somit bis zu 30.000 Studierende vor das Problem ‚Studiengebühren’. Dabei hat der neue Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sogar einen Initiativantrag zur Reparatur des Gesetzes vorliegen. Die Bundesvertretung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) hat bereits Anfang Dezember gemeinsam mit einer Kanzlei einen verfassungskonformen Gesetzesentwurf vorgelegt, der im Wissenschaftsausschuss im Nationalrat behandelt, allerdings von der Regierung abgelehnt wurde. Der mittlerweile berüchtigte §92 (genauer §92 Abs. 1 Z 5) des Universitätsgesetzes sollte so abgeändert werden, dass durch eine Präzisierung des Einkommensbegriffs und der heranzuziehenden Einkommen und Zahlungen bei selbständiger Beschäftigung das verhindert wird, was der oben erwähnten Studentin passiert ist. Also wenn man zum Beispiel ein Nachhilfeinstitut gründet und sich dafür einen Drucker kauft, dann drücken die Ausgaben für diesen Drucker nicht das Einkommen unter die Geringfügigkeitsgrenze. Der konkrete Gesetzesentwurf war zwar vorrangig als verfassungskonforme Reparatur für §92 konzipiert, jedoch kann dieser auch als Vorlage für eine lokale Lösung, also eine Lösung durch die Hochschule selbst, dienen. Da die Regierung den Reparaturvorschlag, welcher durch die SPÖ in den Nationalrat eingebracht wurde, abgelehnt hat sind nun die Hochschule am Zug. Eine einfache und verfassungskonforme Lösung des Problems läge also auf dem Tisch, eine Umsetzung könnte rasch durchgeführt werden und eine Rückkehr zum Status quo wäre ohne neue Kosten oder anderen Aufwänden erreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Warum also weigern sich die beiden Regierungsparteien, den Paragraph zu reparieren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Antworten auf diese Fragen zu finden, muss man einen Blick ins Regierungsprogramm von Schwarz-Blau wagen. Dort findet sich neben anderen klassisch neoliberalen Maßnahmen, wie der Entpolitisierung der Studierendenvertretungen, nämlich auch die Wiedereinführung von „moderaten Studienbeiträgen“. Eine konkrete Summe wird zwar nicht genannt, von Minister Faßmann werden aber circa 500 Euro pro Semester angedacht. Wenn eine Regierung also sowieso von allen Student_innen einen Studienbeitrag einheben will, der noch dazu noch höher ist als bisher, dann wird diese Regierung auch keine Regelung aufheben wollen, die sowieso bald obsolet ist. Um trotzdem einen freien und offenen Hochschulzugang zu bewahren, brauchen wir Studierende Strategien und Verbündete. Ein Ansatz könnte sein, bundesweite Kämpfe auf lokale Ebenen zu tragen: denn einerseits kann das jeweilig entscheidende Personal der Universitäten hier deutlich progressiver als die Regierung agieren, andererseits können so flexiblere Lösungen getroffen werden, die zumindest einigen Studierenden Studiengebühren ersparen. Eva Blimlinger, seit Jänner Vorsitzende der Universitätenkonferenz, sieht nicht ein, warum die Universitäten die Studiengebühren für erwerbstätige Studierende nun lokal rückerstatten müssen. Außerdem kann und will sie sich Studiengebühren – egal für wen – nicht vorstellen. Besonders unter den aktuellen Voraussetzungen: „Wissenschaftsminister Heinz Faßmann sieht Studiengebühren als Steuerungsinstrument. Er meint, dass Studierende ihr Studium ernster nehmen, wenn sie dafür zahlen. Davon bin ich nicht überzeugt. Das unterstellt ja, dass Studierende ihr Studium nicht ernst nehmen.“ Für Melanie, die ihre beiden Studien sehr ernst nimmt, würden 500 Euro im Semester eine große Zusatzbelastung darstellen: „Ich bin jetzt schon froh, wenn neben den Ausgaben für meine Lebenskosten dann am Ende des Monats noch was übrigbleibt, die 500 Euro würden mir zusätzlichen Druck aufladen.“ Vielen Studierenden wäre dieser finanzielle Druck sogar zu viel. Als im Jahr 2002 Studiengebühren wiedereingeführt wurden, mussten ungefähr 45.000 Studierende ihr Studium abbrechen. Ein ebenso großer Rückgang (von damals knapp 20 Prozent der Studierenden) würde aktuell einer Zahl von fast 70.000 entsprechen. Am meisten davon betroffen waren bereits 2001 Studierende mit sozioökonomisch schwachem Hintergrund, Erwerbstätigkeit und/oder Betreuungspflichten. Benjamin, 21, studiert Wirtschaftswissenschaften an der WU in Wien. Er ist der Erste in seiner Familie, der studiert, für ihn wären die drohenden Gebühren existenzbedrohend: „Wenn es die 500 Euro schon vor zwei Jahren gegeben hätte, weiß ich nicht, ob meine Eltern mich ein Studium anfangen hätten lassen. Jetzt bin ich im vierten Semester und versuche, noch fertig zu werden, bevor ich zahlen muss.“ Ansonsten könnte er gezwungen sein, das Studium abzubrechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lehren für die Zukunft.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf für eine freie Universität, die auch für jene zugänglich ist, deren Eltern keinen akademischen Hintergrund haben, muss also auf vielen Ebenen stattfinden. Es gilt einerseits, sich solidarisch mit jenen Studierenden zu zeigen, die vom Auslaufen des Paragraphen 92 des UG betroffen sind. Einzelne Universitäten – zum Beispiel die JKU in Linz und die Uni Wien – haben bereits angekündigt, die Gebühren möglicherweise einfach nicht einzufordern. Andererseits heißt es, aufmerksam und widerständig zu bleiben. Zahlreiche Ankündigen der Regierung und vor allem des Bildungsministers zeigen schon jetzt, in welche Richtung sich die Hochschulpolitik entwickeln wird: Mehr Zugangsbeschränkungen, der Fokus auf ‚prüfungsaktive’ Studierende und natürlich die Drohung einer Einführung von allgemeinen Studiengebühren sind die Vorschläge, welche die aktuelle Bildungsdebatte beherrschen. Alles Vorschläge, die den realen Uni-Alltag mit den vielen Schwierigkeiten ignorieren: um eine studierendenfreundlichere Bildungspolitik umzusetzen, muss daher einerseits von uns Studierenden regelmäßig auf diese wirklichen Probleme hingewiesen werden und andererseits müssen andere Vorschläge präsentiert werden, um eine Alternative zur elitären und ausschließenden Politik der schwarz-blauen Regierung aufzuzeigen. Aus der politischen Auseinandersetzung um die Studiengebühren für erwerbstätige Studierende könnten einige Lehren für zukünftige Widerstände gezogen werden.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
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 <pubDate>Tue, 17 Apr 2018 11:25:31 +0000</pubDate>
 <dc:creator>admin_a</dc:creator>
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 <title>K.O. im ersten Semester</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/ko-im-ersten-semester</link>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ILLEGALE ZUGANGSBESCHRÄNKUNG&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endes des letzten Semesters, im Juni 2017, waren KO-Prüfungen kurz in aller Munde, da ein besonders eklatanter Fall an der TU Wien medial bekannt geworden war. Die Lehrveranstaltungen „Mechanik 1“ und „Mechanik 2“ hatten desaströse Durchfallquoten von über 90 Prozent, in einer Prüfung fielen sogar 97 Prozent der Studierenden durch. Die Prüfungen betrafen zwei Maschinenbau-Bachelorstudien. In diesen Studien schlossen laut der Hochschüler_innenschaft der TU Wien (HTU Wien) weniger als drei Prozent der Studierenden ihr Studium innerhalb von acht Semestern ab, was der Regelstudienzeit plus zwei Toleranzsemester entspricht. Für die betroffenen Studierenden bedeuten diese Verzögerungen nicht nur ein verlängertes Studium im Lebenslauf, sondern oft auch den Wegfall von finanziellen Beihilfen wie der Studienbeihilfe. Neben der Durchfallrate wurden im Juni auch die Art und Weise der Wissensvermittlung, die langen Korrekturzeiten, aber auch die Bedingungen bei der Prüfungseinsicht moniert: „Bei der Einsicht für die Tests wartet man teilweise bis zu drei Stunden, um dann eine schnippische Antwort auf eine inhaltliche Frage zu bekommen oder vor den Mitstudierenden angebrüllt zu werden“, sagte Andreas Potucek, damals im Vorsitzteam der HTU Wien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In vielen Studien ist es möglich, schwierige oder berühmt-berüchtigte Fächer bis zum Ende des Studiums hinauszuschieben. Das heißt einerseits, dass möglicherweise genügend Zeit zum Lernen da ist, andererseits kann sich durch diese Taktik das Studium empfindlich verlängern – besonders dann, wenn die nicht die drei gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungstermine im Semester angeboten werden oder diese oft überfüllt sind. Ganz andere Hürden stellen KO-Prüfungen am Anfang eines Studiums dar, insbesondere dann, wenn sie Teil einer Prüfungskette sind (das Bestehen der Prüfung ist Voraussetzung für eine andere Lehrveranstaltung) oder gar zur Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) gehören. Bei der Einführung der StEOP wurde – vor allem seitens der ÖH – befürchtet, dass die verpflichtenden ersten Prüfungen dazu genützt würden, Studierende „rauszuprüfen“ und so unsichtbare Zugangsbeschränkungen aufzubauen. Das Universitätsgesetz ist in diesem Punkt allerdings klar, die StEOP darf explizit „nicht als quantitative Zugangsbeschränkung“ eingesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;DER ROSENTHAL-EFFEKT&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christian, der sich an der Universität Wien in der Studienvertretung der Bildungswissenschaften engagiert, erzählt von KO-Prüfungen in seinem Bachelor: „Die StEOP ist ganz klar eine KO-Prüfung, außerdem die Methodenprüfungen. Davon gibt es sechs Stück, die alle nur ein einziges Mal im Jahr angeboten werden. Die meisten Studierenden schaffen sie irgendwann innerhalb der drei Jahre, die sie dafür Zeit haben“. Wenn die Studienvertretung nach mehr Kursen fragte, wird von der Studienprogrammleitung mit der Antwort abgespeist, das sei finanziell nicht möglich. Ist es die Unterfinanzierung der Hochschulen, die KO-Prüfungen zum notwendigen Übel macht – Notwehr sozusagen? Durch „geschickte“ Studienplangestaltung – in dem besonders lernaufwändige Fächer in die ersten Semester geschoben werden – lässt sich der finanzielle Aufwand, z.B. bei teuren Laborübungen für die folgenden Semestern verringern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Praxis ist es schwer, nachzuweisen, dass Prüfungen in der StEOP als illegale Zugangsbeschränkungen genutzt werden – immerhin lässt sich aus Position der Lehrenden leicht mit angeblichen „sinkenden Niveau“ der Studienanfänger_innen argumentieren. Solche Klagen sind allerdings nicht unbedingt neu. Bereits im Jahr 1788, als in Deutschland das Abitur (das Äquivalent zur Matura) eingeführt wurde, klagte der Kanzler der Universität Halle darüber, die Studierenden seien „alle so dumm“ und würden sich aus den falschen Kreisen rekrutieren. Wenn sich diese Mythen der Erstsemestrigen, die angeblich immer dümmer werden, sich unter Lehrenden halten, kann dies jedoch auch wie eine selbsterfüllende Prophezeiung einen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Der sogenannte Rosenthal-Effekt beschreibt, dass Schüler_innen, von denen Lehrende glauben, dass sie besonders klug oder dumm seien, entsprechende Ergebnisse liefern. Mitte der 1960er Jahre führte der US-Psychologe Robert Rosenthal Experimente mit Schulkindern durch, die diesen Effekt zeigten. Die Ergebnisse von KO-Prüfungen könnten also viel mehr an den Lehrenden liegen, als diese vielleicht glauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;SAUSCHWERE PRÜFUNGEN&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) wird offen von Zugangsbeschränkungen durch KO-Prüfungen geredet. Laut der ÖH WU hört fast die Hälfte der Studienanfänger_innen schon nach dem ersten Semester an der WU wieder auf. Besonders gefürchtet ist die StEOP-Lehrveranstaltung „Einführung in die Rechtswissenschaften“, bei der fast 80 Prozent der Studierenden durchfallen. Patricio, ein ehemaliger WU-Student, berichtet: „Ich hatte mal in einem MC-Test einen Fall, wo einfach der Beistrich fehlte und der Aussage dann eine neue Bedeutung zukam.“ Solche Spitzfindigkeiten, gepaart mit enormen Zeitdruck und wenigen Prüfungsplätzen sorgen dafür, dass Prüfungen kaum zu bewältigen sind. Die Vermutung, dass durch solche Prüfungsmethoden gezielt dafür gesorgt werden soll, die Zahl der Studierenden zu verringern, liegt nahe. Manchmal ist es jedoch auch der Stoffumfang, der dafür sorgt, dass Prüfungen kaum zu bewältigen sind. Milena, die ihr Architekturstudium an der TU-Wien abgebrochen hat, erzählt von der Lehrveranstaltung „Einführung Hochbau“: „Für die Prüfung muss man mindestens einen Monat lernen. Und wenn ich einen Monat sage, meine ich reines Lernen, ohne Projekte oder Arbeiten nebenbei. Nach meinen Erfahrungen fällt ungefähr die Hälfte durch, die meisten Studierenden brauchen zwei bei drei Anläufe, bis sie die Prüfung schaffen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In manchen Fällen sind es die Unterlagen, die eine Hürde darstellen. Im Bachelor „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) klagen viele Studierende über die Prüfungen der beiden „Standortkunde“-Fächer, die verpflichtend im Studienplan stehen. „Bei aller Freundlichkeit und Sachlichkeit, der Professor hat die Berufung verfehlt. Unfreundlich, kompromissresistent und stets sauschwere Prüfungen, die einen in den Wahnsinn treiben“, beschreibt ein Studierender, der lieber anonym bleiben möchte, das Fach. Eine seiner Kolleginnen findet die Unterlagen – es handelt sich vor allem um Powerpoint-Folien – zu dürftig, um die Prüfungsfragen richtig beantworten zu können. Die Statistik der BOKU zeigt: Rund ein Drittel der Studierenden schafft die Prüfung nicht, eben so viele schaffen knapp einen Vierer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;STRESS UND DRUCK&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schwierige Prüfungen sind der meistgenannte Grund für Verzögerungen im Studium bei Studienanfänger_innen, überdurchschnittlich oft wird er in den Rechtswissenschaften, im Lehramt, in Ingenieurs- und Naturwissenschaften genannt, wie die Studierenden-Sozialerhebung 2015 zu berichten weiß. Auch hier berichten viele Studierende von KO-Prüfungen und erwähnen im gleichen Atemzug den hohen Stresspegel, der mit dem Leistungsdruck einher geht. Zu wie vielen Abbrüchen KO-Prüfungen führen, ist leider nicht untersucht worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es lässt sich sicher vorzüglich über die Frage streiten, ob KO-Prüfungen vermieden werden könnten, wenn sie durch Zugangsbeschränkungen ersetzt würden – dadurch würde der Zugang zum Studium jedoch auf keinen Fall fairer. Zugangsbeschränkungen führen nämlich dazu, dass die Zahl von Studierenden aus Nicht-Akademiker_innenhaushalten sinkt, wie eine Studie der Arbeiterkammer festgestellt hat. Solange die Universitäten nicht ausreichend Mittel erhalten, um ihre Studierenden sinnvoll zu betreuen, wird es KO-Prüfungen geben. Einerseits, weil die Universitäten so versuchen, die Zahl der Studierenden zu minimieren und andererseits, weil kein Geld und keine Anreize für didaktische sinnvolle Lehre da ist. Mit guter Betreuung, die Studierende ernst nimmt und angemessenen didaktischen Methoden wäre es kein Ding der Unmöglichkeit, schwierige Fächer so zu vermitteln, dass die Durchfallquoten gering blieben. Bis dahin bleibt Studierenden meist nur eins: Zeit investieren, Büffeln und auf „Vier gewinnt“ hoffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Joël Adami studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur in Wien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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 <pubDate>Wed, 11 Oct 2017 15:23:21 +0000</pubDate>
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 <title>Alma Mater und ihre Kinder</title>
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&lt;p&gt;Die prekäre Situation ist für viele Promovierende belastend. Jede_r fünfte Studierende im Doktorat kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Davon sind insbesondere jene betroffen, die ihre Dissertation über ein Stipendium finanzieren und in geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern promovieren. Erschwerend kommen Betreuungsverpflichtungen hinzu: 21 Prozent der Dissertant_innen haben ein Kind, das jünger als 25 Jahre ist. Camille will sich durchbeißen: „Irgendwie schaffe ich das“, ist sie sicher. „Das hat mit Stolz zu tun und ein bisschen auch mit Trotz – weil viele seit meiner letzten Schwangerschaft davon ausgehen, dass ich früher oder später abbreche.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Voller Kopf, leere Geldbörse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Drittel der Promovierenden schreiben ihre Doktorarbeit weder im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit noch finanziert über ein Stipendium. Sie forschen ohne Förderung. Lediglich 30 Prozent können Dissertation und Lohnarbeit vereinbaren (z. B. als Assistent_in an einer Universität) und nur fünf Prozent erhalten ein Lebensunterhaltskosten sicherndes Stipendium. Österreich ist damit unrühmliches Schlusslicht im europäischen Vergleich, wie eine Eurodoc-Studie schon 2011 festgestellt hat. Ein heuer veröffentlichter Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung des Instituts für Höhere Studien (IHS), in dem die Studienbedingungen der 25.231 Doktorand_innen durchleuchtet wurden, zeigt, dass sich die Situation in den letzten Jahren verschärft hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am wenigsten gefördert werden die 10.863 Promovierenden in den rechts-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Studien: Hier müssen knapp über 80 Prozent eine studienunabhängige Einkommensquelle finden. Besser stellt sich die Situation in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studien dar (9.400 Promovierende), in denen 54 bzw. 44 Prozent ihre Doktorarbeit im Rahmen der Erwerbsarbeit schreiben können. Erschwert wird die prekäre Situation durch die Tendenz zur (teil-)strukturierten Promotion, bei der zusätzlich zur Dissertation zeitaufwändige Qualifikationsleistungen erbracht werden müssen, die häufig an ECTS-Punkte gebunden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Schatten der Eltern&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Auswertung der soziodemografischen Faktoren der Studie ergab, dass die Doktoratsstudierenden mit einem Durchschnittsalter von 34,7 Jahren im Vergleich zur Erhebung 2003/04 älter werden und dass nur 46,5 Prozent von ihnen Frauen sind – obwohl diese in den Studien vor dem Doktorat mit 53 Prozent die Mehrheit stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wahrscheinlichkeit, ob jemand studiert, lässt sich nach wie vor am besten am Bildungsstand und am Beruf der Eltern ablesen. Dieser Zusammenhang verstärkt sich im Doktorat. Dissertant_innen stammen noch häufiger als Universitätsstudierende in einem Bachelor-, Master- oder Diplomstudium aus einer hohen oder gehobenen sozialen Schicht (57 %). In den vergangenen Jahren ist dieser Anteil gestiegen, während der Anteil der Doktorand_innen aus niedriger Schicht (16 %) leicht gesunken ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wolfgang Fauth (Name geändert) kommt aus einem Milieu, das in der IHS-Studie prototypisch als niedrige soziale Schicht bezeichnet wird: Die Großeltern waren Bauern, seine Eltern Schichtarbeiter und Hausfrau. Als erster in der Familie hat er sich nach dem Gymnasium für ein Studium entschieden. Fehl am Platz – so wie es viele Arbeiterkinder bisweilen erleben – habe er sich dennoch an der Universität nie gefühlt: „Vielleicht lag’s an meiner Clique“, meint Wolfgang rückblickend. „Alle in meinem Freundeskreis stammen aus Nicht-Akademikerfamilien vom Land.“ Die Finanzierung des Studiums war durch eine Uni-Anstellung gewährleistet, das sei seinen Eltern wichtig gewesen: „In unseren Gesprächen über mein Doktorat standen praktische Dinge im Vordergrund, aber ich weiß trotzdem, dass sie stolz darauf sind, was ich geschafft habe.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kopftuch ist kein Widerspruch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erschwerenden finanziellen Rahmenbedingungen, aber auch strukturelle Diskriminierungen innerhalb des Hochschulsystems befeuern gesellschaftliche Schieflagen: 61 Prozent der Studierenden, die ihr Doktorat im Rahmen einer Anstellung bezahlt verfassen, sind männlich und kommen vergleichsweise selten aus einer niedrigen sozialen Schicht. Ebenfalls wenig vertreten sind Promovierende der ersten und zweiten Zuwanderer_innengeneration.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lediglich sechs Prozent der promovierenden Bildungsinländer_innen haben einen Migrationshintergrund. Die gebürtige Bosnierin Esma Filipović (Name geändert) ist eine von ihnen. Sie ist in der dritten Klasse Volksschule ins österreichische Schulsystem eingestiegen. Nach Studium und mehreren Jahren im Berufsleben hat die 34-Jährige über eine Mitarbeit bei einem universitären Forschungsprojekt wieder Feuer an der Wissenschaft gefangen und mit dem Doktorat begonnen. Als Migrantin, Frau, Mutter und Kind aus einer Arbeiter_innenfamilie sind Esmas Hürden groß, aber nicht weniger groß ist ihre Motivation: „Ich möchte mich in meinem zweiten Heimatland vor allem über Bildung integrieren.“ Dass sie Kopftuch trägt, habe ihr im akademischen Umfeld keine Benachteiligung gebracht, betont sie: „Vielmehr erlebe ich unterstützende Reaktionen. Man zeigt mir, dass auch ich dazugehöre.“ Gleichzeitig spürt sie eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung: „Mir ist es in Bezug auf die mediale Diskussion wichtig, klassische Bilder umzudrehen. Ich möchte zeigen, dass es natürlich muslimische Frauen mit Kopftuch gibt, die gebildet sind.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Leistungsbegriff in Kritik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass Arbeiter_innenkinder sukzessive an den wissenschaftlichen Karriere-Schnittstellen verlorengehen, wirke auf verfügbares Wissen zurück, kritisiert Tamara Ehs, Vorstandsmitglied der „IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen“: „Wissenschaft ist nie unabhängig von den Forscher_innen, die auch aufgrund ihrer Biografie bestimmte Fragen an ihr Fach richten.“ Doch mit dem Universitätsgesetz 2002 habe die Politik jegliche Steuerungsinstrumente an den globalen Markt übergeben. Seither richtet sich nicht nur die Vergabe von Fördermitteln an der internationalen Reichweite von Forschungsvorhaben, sondern mitunter auch die Auswahl der Promovierenden für bezahlte Stellen und Doktoratskollegs. Dies gehe zu Lasten derer, die nicht aus einem finanzkräftigen Elternhaus kommen, Kinder versorgen müssen oder sich aus anderen Gründen unbezahlte Auslandsaufenthalte nicht leisten können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ehs schlägt vor, den internationalen Leistungsbegriff an sich in Frage zu stellen und gesellschaftliche Verankerung von Forschenden wertzuschätzen: „Heutzutage können Promovierende, die nicht jeden Monat auf einer anderen Konferenz im Ausland sind oder an fünf Unis geforscht haben, nichtsdestotrotz weltweit Kontakte pflegen und über internationale Forschung informiert sein. Sie bringen sich im Gegenzug oft vor Ort mehr ein und zeigen gesellschaftspolitisches Engagement. Die Betreuung von Flüchtlingen bei Behördenwegen zum Beispiel ist ebenso eine internationale Erfahrung.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verlorenes Praxiswissen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wissensproduktion an Hochschulen kann auch aus dem Blickwinkel der „Third Mission“ betrachtet werden: Neben Forschung und Lehre spielt der Wissenstransfer zunehmend eine wichtige Rolle in Universitäten. Die Implementierung einer aktiven Vernetzung von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft haben sich viele Hochschulen explizit auf die Agenda geschrieben. Entsprechend sieht es die Journalistin Julia Herrnböck als Bringschuld der Unis, sich auch um Studierende zu bemühen, die aus der Wirtschaft kommen, um in ihrem Fachbereich zu forschen: „Dieser Fall ist offenbar nicht vorgesehen“, konstatiert sie enttäuscht über das Fehlen von Förderprogrammen für Doktorand_innen wie sie eine ist, die nicht unmittelbar in Anschluss an ein Grundstudium mit der Promotion beginnen, dafür aber Wissen aus der Praxis mitbringen: „Das halte ich für einen Fehler, weil viel Wissen und Potenzial nicht geschöpft wird.“ Die 35-Jährige steht noch am Anfang ihres Doktorats und will sich durch die hiesigen Strukturen nicht aufhalten lassen: „Neben einem anspruchsvollen Vollzeitjob ist ein Doktoratsstudium nicht möglich – jedenfalls nicht in guter Qualität und ohne auszubrennen. Wenn das in Österreich nicht klappt, werde ich mich im Ausland um ein Stipendium bewerben.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine nicht geringe Anzahl von Promovierenden in Österreich ist den umgekehrten Weg gegangen – Tendenz langsam steigend: Rund 31 Prozent der Doktoratsstudierenden gehören zu den sogenannten Bildungsausländer_innen, die das reguläre Schulsystem nicht in Österreich absolviert haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zerbrochene Träume&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn der erste Schritt im Doktoratsstudium gemacht und das eigene Forschungsvorhaben von der Uni akzeptiert wurde, heißt es durchhalten. Ein Einflussfaktor auf die Zufriedenheit von Promovierenden ist die Unterstützung durch Doktormütter und -väter. 40 Prozent sind mit der Betreuung ihrer Dissertation jedoch unzufrieden. Für manche steht und fällt damit die Motivation. So auch bei Anna Wanderer (Name geändert). Dabei hatte alles so gut angefangen: Schon während des Masterstudiums wurde die heute 29-Jährige als Projektmitarbeiterin angestellt. Es folgten Veröffentlichungen und Konferenzteilnahmen. Anna bewegte sich in einem akademischen Umfeld, erhielt finanzielle Unterstützung durch ihre Eltern und fühlte sich inmitten der Erfüllung ihres großen Lebenstraums. Dann kam die Ernüchterung: „Von meiner Betreuerin erhielt ich plötzlich nur mehr unkonstruktiven Gegenwind und keine Wertschätzung. Präsentationen des Arbeitsstandes empfand ich als Demütigung und zuletzt hatte ich deswegen mit massiven Angststörungen zu kämpfen.“ Sie beschloss, die Bühne unauffällig zu verlassen und exmatrikulierte sich. Den Mut, ihrer Betreuerin ihre Beweggründe offen zu kommunizieren, hat sie bisher nicht aufgebracht: „Mir tut wirklich weh, wie das gelaufen ist. Es hat mich zermürbt, verunsichert und verängstigt.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über einen Zeitraum von 24 Semestern wurde in der IHS-Studie eine Abbruchsquote von 46 Prozent erfasst. So individuell die Gründe für einen Abbruch sein mögen, so unbestreitbar sind die statistischen Beobachtungen, die zeigen, dass es mit Chancengleichheit und Diversity im universitären Nachwuchsbereich nicht weit her ist. In Bezug auf ihre soziodemografischen Merkmale unterscheiden sich Absolvent_innen jedenfalls kaum von den Promotionsstudierenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Cornelia Grobner ist freie Journalistin und Doktorandin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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 <pubDate>Wed, 11 Oct 2017 15:12:46 +0000</pubDate>
 <dc:creator>admin_a</dc:creator>
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 <title>Kann Schule soziale Ungleichheit verringern?</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/kann-schule-soziale-ungleichheit-verringern</link>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;progress&lt;/em&gt;: Unser Schulsystem ist in vielen Dingen gut, aber schlecht darin, soziale Ungerechtigkeit zu verringern, stimmen Sie zu? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stefan Hopmann:&lt;/strong&gt; Ja, da stimme ich zu. Allerdings mit einem Nachsatz: Wieso nehmen wir eigentlich an, dass Schule Ungleichheit verringern kann oder soll? Meiner Meinung nach ist diese Ansicht Teil des großen Kompromisses, auf dem unsere Gesellschaft aufgebaut ist: Wir tauschen Steuern gegen Beteiligung am Risiko geboren zu sein, also Alter, Krankheit, Bildung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In bürgerlichen Institutionen werden deshalb formal alle gleich behandelt. So auch im österreichischen Schulsystem: Alle sollen gleich behandelt werden, obwohl sie eigentlich verschieden sind. Das bedeutet, dass formal Chancengleichheit besteht, weil ja allen die gleichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Leider geht diese Rechnung in der Praxis aber nicht auf, da die SchülerInnen wie gesagt aus unterschiedlichen Kontexten kommen. Schwächere SchülerInnen bräuchten gezielte Förderungen, um die gleichen Chancen zu haben wie ihre KollegInnen. Reformen wie die Ganztagsschule sind diesem Gedanken widersprüchlich, weil sie eben diese Unterschiede nicht ausgleichen. Wir sprechen deshalb von einem kontrafaktischen Gleichheitsverständnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer kann Ungleichheit vermindern, wenn nicht die Schule?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Aktuell sind alle westlichen Gesellschaften von einem Anstieg an Ungleichheit gekennzeichnet, die Bildung alleine ist überfordert, wenn die Gesellschaft nicht ebenfalls versucht, Gleichheit zu schaffen. Dass Schule alleine überfordert ist, zeigt sich zum Beispiel an Leistungstests, also an Überprüfungen von SchülerInnenleistung wie PISA: Oft ist hier das Problem, dass sozial schwächere SchülerInnen auch schlechter abschneiden. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was die Ursache dafür ist: Liegt das schlechtere Ergebnis vor allem an LehrerInnen, SchülerInnen, didaktischen Methoden oder der Schulstruktur? Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur 10 bis 15 Prozent der Unterschiede lassen sich überhaupt auf Strukturen in der Schule zurückführen. Viel prägender sind Faktoren wie Herkunft, Muttersprache oder finanzielle Situation und Bildungsgrad der Familie. Wenn man also wirklich weniger Ungleichheit in der Gesellschaft schaffen will, muss man beginnen, auch Vermögen radikaler umzuverteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Problem am österreichischen Bildungssystem? Braucht es mehr Budget?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nein, es braucht sicher kein größeres Budget. Wir haben bereits eines der teuersten Schulsysteme der Welt und geben mehr Geld aus als Länder wie Finnland oder Norwegen. Das Problem in Österreich ist also nicht die Größe, sondern die „gießkannenartige“ Verteilung der finanziellen Mittel. Man versucht, ganz im Sinne des oben beschriebenen Prinzips, allen möglichst gleich viele finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Viel effektiver wäre es meiner Meinung nach, statt großflächigen Reformen wie dem Pflichtkindergarten bedürftige Kinder und Einrichtungen gezielt zu unterstützen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie sind Professor für Vergleichende Bildungsforschung – gibt es ein Land, das es richtig macht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja und nein. Einerseits ist natürlich kein Schulsystem perfekt, andererseits gibt es schon Länder, von denen wir einiges lernen können. So werden zum Beispiel in manchen skandinavischen Ländern die Eltern viel stärker in den Schulbetrieb miteinbezogen. Zudem sind die Gestaltungsspielräume für Schulen viel größer. Oft ist die Schule Mittelpunkt einer Gemeinde und wird als sehr wichtig angesehen – da ist es dann selbstverständlich, dass sich der BürgermeisterInnen um den Sportplatz kümmern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich leiden aber alle westlichen Gesellschaften unter dem Problem, dass es zu wenig soziale Durchmischung an Schulen gibt. Wir bezeichnen dies auch als „Flucht des Mittelstandes“. In allen westlichen Gesellschaften, also auch in Österreich, ist zu beobachten, dass Eltern, die es sich leisten können, ihre Kinder privat einschulen. Gesellschaftspolitisch ist das problematisch, man kann es aber nur durch mehr Qualität in den öffentlichen Schulen verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie kann man diesem Phänomen entgegenwirken?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gezielte Förderungen schwächerer Schulen könnten der „Flucht des Mittelstandes“ entgegenwirken. Weil Bildung sehr wichtig ist, wird darin investiert. In vielen Ländern ist es nicht ungewöhnlich, einen Kredit aufs Haus aufzunehmen, um den Privatschulbesuch des Nachwuchses zu finanzieren. Eltern sind bereit, an allen Rädchen zu drehen, die sie nur irgendwie finden können, damit ihre Kinder auf die „richtige“ Schule kommen – und die ist eben oft privat. Die einzige Art, das zu unterbinden, ist an öffentlichen Schulen eine Qualität zu schaffen, die die „Flucht ins Private“ unnötig macht. Denn letztendlich sind es die Eltern, die die Schulentscheidung treffen und auf jeden Fall das Beste für ihr Kind wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welche Rolle spielen die LehrerInnen in der Umsetzung neuer Konzepte?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine Schlüsselrolle. Das Problem dabei ist, dass LehrerInnen nicht so sehr durch die Universität oder Ausbildung geformt werden wie durch den ersten Arbeitsplatz. Dort werden die neu Dazugekommenen nach dem Motto „Hier machen wir das so“ eingewiesen. Dadurch ändert sich sehr wenig an der Unterrichtsart an Schulen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch gibt es auch Positivbeispiele und neue Konzepte wurden angenommen – zum Beispiel in Norwegen. Hier wird nun nicht länger in Klassen unterrichtet, sondern viel freier. Für die LehrerInnen hat das natürlich eine große Umstellung bedeutet: Sie wussten am Anfang eines Tages nicht mehr, was sie erwarten würde, mussten plötzlich viel spontaner sein und sich an neue Situationen anpassen. Anfangs hat das großes Misstrauen erweckt, doch nach einiger Zeit lernten sie die Vorteile schätzen. Allerdings brauchen solche Implementierungsprozesse immer Zeit, um die LehrerInnen von der Umstellung zu überzeugen. Dazwischen liegt ein „Jammertal“, eine Phase der Umgewöhnung und Ablehnung, die zu überwinden man den LehrerInnen helfen muss. Man sollte ihnen also vor Augen führen, warum sich die Umstellungen lohnen könnten und Engagement belohnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: Als beispielsweise die Neue Mittelschule (NMS) eingeführt wurde, gab es viele LehrerInnen, die Initiative ergriffen haben und tolle, neue Konzepte ausgearbeitet haben. Als die NMS dann zur Regelschule erklärt wurde, wurden viele dieser Konzepte verboten. Natürlich ist so etwas sehr frustrierend und hemmt den Willen der LehrerInnen, sich auf Neues einzulassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibt es einen Zusammenhang zwischen Standardisierung und Chancengleichheit?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja, aber einen kontrafaktischen: Die Begründung von Standardisierung ist eigentlich, dass die Besten durchkommen, wenn man allen die gleichen Ressourcen gibt. Wenn also alle einen Standard erfüllen müssen und das gleiche Maß an Unterstützung bekommen, sollte Herkunft kein ausschlaggebender Faktor zum Schulerfolg sein. In der Realität ist das aber oft anders herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grund dafür ist einerseits, dass diejenigen mit mehr Ressourcen auch mehr Ressourcen haben, um auf neue Standards zu reagieren. So können sich SchülerInnen aus reicheren Familien beispielsweise Zusatzmaterialien zu neuen Standards wie der Zentralmatura leisten, die für finanziell weniger starke KollegInnen schwerer zugänglich sind. Außerdem profitieren Kinder aus bildungsnäheren Familien von der längeren Schulerfahrung der Eltern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinzu kommt noch, dass im Zuge der zunehmenden Standardisierung SchülerInnenleistungen immer öfter überprüft werden. Das bedeutet auch, dass von dem, was die SchülerInnen leisten, auf die Leistung von Schule und Lehrenden geschlossen wird. Dass so ein linearer Schluss nicht treffend ist, mag logisch erscheinen, in der Praxis wird aber genau auf diese Weise argumentiert. So stehen Lehrende und Schulen unter Druck – plötzlich müssen sie sich rechtfertigen, wieso ihre Klasse oder ihr Jahrgang etwas kann oder nicht kann. LehrerInnen neigen deshalb dazu, sich auf das mittlere Leistungsfeld zu konzentrieren, denn hier ist es am einfachsten, Zugewinne zu generieren. Dabei geht das Augenmerk auf SchülerInnen, die über- oder unterdurchschnittliche Leistungen erbringen, verloren. VerliererInnen der Standardisierung sind also die sozial Schwachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie stellen dem das Konzept der starken Schule entgegen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So ist es. In der Schule gibt es zwei wichtige Pole, zwischen denen den SchülerInnen Wissen vermittelt wird: Einerseits ist das Qualifizieren, also das Erlernen bestimmter Fähigkeiten bzw. Kompetenzen, ein wichtiger Aspekt. Andererseits von großer Bedeutung ist das Kultivieren, also das Sozialisieren, das dazu führt, dass Kinder Teil einer Gemeinschaft und letztlich Mitglieder unserer Gesellschaft werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich reise aktuell mit einer Vortragsreihe zum Thema „starke Schule“ durchs Land, da ich überzeugt bin, dass der Fehler, der gerade gemacht wird, ist, dass zu viel Fokus auf Qualifizierung gelegt wird. Dabei geht die Schulkultur verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Schule ist stark, wenn sie eine starke Schulkultur hat. Das bedeutet, dass klar ist, warum die SchülerInnen da sind, was sie machen sollen und wie. Meiner Ansicht nach ist das einer der Hauptgründe, warum SchülerInnen an Privatschulen meist gute Ergebnisse erzielen. Solche Schulen haben eine klare Identität, mit der man sich identifizieren kann. Allen Kindern ist klar, was die Schule, die sie besuchen, ausmacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie profitieren sozial schwächere Kinder von dem Konzept der starken Schule?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So eine starke Schulkultur macht es neuen oder sozial schwächeren SchülerInnen einfacher, sich in die Gemeinschaft einzufügen. Untersuchungen haben ergeben, dass durch starke Schulkultur langfristig alle SchülerInnen bessere Ergebnisse in Leistungstests erzielen. Kinder, die an Schulen wie „die Schotten“ gehen, fühlen sich als Teil eines Ganzen und sind stolz auf ihre Schule. Darum helfen sie sich gegenseitig und sind motivierter, weil man das so macht hier. Solche sozialen Dynamiken sind extrem wirkungsvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Clara Porak studiert Deutsche Philologie und Bildungswissenschaften an der Universität Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Tue, 20 Jun 2017 18:40:00 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Zwischen Widerstand und Kompliz*innenschaft</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/zwischen-widerstand-und-komplizinnenschaft</link>
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&lt;p&gt;Die Arbeit in einer Studienvertretung ist anders als die in den höheren Ebenen der ÖH. Alles passiert nur im kleineren Rahmen und viel unvermittelter: Die Menschen, denen du gerade noch in einer Sitzung volle Opposition geben musstest, geben dir in der Woche darauf vielleicht schon entscheidende Noten. Personen, denen du vielleicht ihr unfaires Verhalten gegenüber anderen Studierenden vorwerfen musstest, entscheiden später über deine Zukunft im wissenschaftlichen Betrieb. Oder es fragen dich Lehrende, mit denen du persönlich gut auskommst, deren Lehre aber grottig schlecht ist, warum du gegen ihre Lehrveranstaltung im kommenden Semester gestimmt hast.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manche Studienvertretungen organisieren sich dabei auch noch als Basisgruppen. Das bedeutet, dass sie versuchen, möglichst ohne Hierarchien zu arbeiten. Die durch die Wahlen gewonnenen Mandate sind dabei irrelevant, denn Entscheidungen werden in der Gruppe getroff en und der Diskussionsprozess ist dabei wichtig: Jede*r darf mitdiskutieren, und gegebenenfalls ein Veto einbringen, und dann muss eine andere Lösung für ein Problem gefunden werden. Klassische Kampfabstimmungen sind nicht Teil des Selbstverständnisses solcher Basisgruppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Gruppen verstehen sich also nicht als Vertreter*innen, die für die anderen Studierenden sprechen. Sie wollen einen off enen Raum schaff en, in dem sich alle, die das möchten, einbringen können. Oft sieht man sich dann leider mit einer passivierten Studierendenschaft konfrontiert. Ob durch den Neoliberalismus im Allgemeinen oder durch den Bologna-Prozess im Speziellen, die Universitäten werden nicht mehr als Raum gesehen, in dem Mitgestaltung möglich ist. Davon zeugt auch die weiterhin sinkende Wahlbeteiligung bei den ÖH-Wahlen. Das durch die Reformierung der Universitäten erzeugte Selbstbild der Studierenden ist nicht mehr das eines gleichberechtigten Teils dieser Institution, sondern im besten Falle noch das von Kund*innen: Wir nehmen nur mehr eine Dienstleistung in Anspruch, und es gibt kein besseres Mindset, um für Studienplatzfinanzierung oder Studiengebühren zu argumentieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;GREMIEN, KURIEN, DISKUSSIONEN.&lt;/strong&gt; Zu den Rechten von gewählten Mandatar*innen einer Studienrichtungsvertretung gehört die Teilnahme an Curricular-Arbeitsgruppen, in denen einzelne Institute die konkrete Gestaltung ihrer Studienpläne erarbeiten. Und das kann ein langer Prozess sein. Zwischen persönlicher Abneigung und internen Grabenkämpfen wird dort jede einzelne Formulierung diskutiert, wird darüber entschieden, welche Module von Studierenden wie absolviert werden müssen und jedes administrative Detail des Curriculums geklärt. Es ist zwar selbstverständlich, dass die Studierendenkurie Teil dieser Gremien sein darf, aber nicht, dass sie dort auch gehört wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je nach Verhältnis zum jeweiligen Gegenüber gibt es genügend Situationen, in denen Beiträge von Studierendenvertreter*innen einfach belächelt oder schlicht ignoriert werden. Wurde dem Institutsvorstand schon einmal Sexismus vorgeworfen? Musste man schon mehrmals Konflikte von Studierenden mit der Studienprogrammleiterin ausfechten? Dann kann es gut sein, dass studentische Einwände prinzipiell überstimmt werden. Denn viele Institutionen des Studienrechts sind mittlerweile in einer Form gestaltet, die es leicht macht, solche Anliegen zu übergehen. Es scheint fast so, als sollten es sich Studierende zweimal überlegen, die übergriffi ge Sprache eines Professors zu kritisieren, um im nächsten Gremium überhaupt noch gehört zu werden, oder sogar eine Chance auf Mitgestaltung zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Studienkonferenz ist dagegen das einzige Gremium, in dem Studierende tatsächlich eine Mehrheit stellen können. Dort werden konkrete Fragen der Lehre diskutiert, zum Beispiel welche Lehrveranstaltungen im nächsten Semester angeboten werden und welche auf gar keinen Fall Teil des Angebots sein sollen. Das klingt nach einer sehr mächtigen Position, und wenn das Verhältnis zum Institut gut läuft, kann dort tatsächlich ernsthafter Einfluss auf die Ausrichtung der Lehre genommen werden. Aber letztlich hat die Studienkonferenz nur mehr eine beratende Funktion, das letzte Wort hat immer noch die Studienprogrammleitung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Kontext ist es oft schwierig, den Sinn der eigenen Arbeit noch zu sehen. Ist es wirklich alles, mit dem eigenen Budget spannende Projekte zu fördern und jedes zweite Semester eine Party zu organisieren? Oder noch viel schlimmer: Sind wir hier unfreiwillige Kompliz*innen im neoliberalen Umbau der Universitäten, wenn wir mit unserer Anwesenheit in diesen Gremien auch noch deren Entscheidungen legitimieren, selbst wenn wir dagegen sind? Erlauben wir der Universität, sich hier mit den Federn der Studierendenbeteiligung zu schmücken, auch wenn von den guten Ideen der Curricular- Arbeitsgruppe nach der Überarbeitung durch die Senats-Kommission nicht mehr viel übrig ist?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;DESHALB BETEILIGEN&lt;/strong&gt;. Wahrscheinlich müssten diese Fragen mit einem Ja beantwortet werden. Aber diese Universitäten und ihre Teile, sowie deren einzelne Kurien und Fraktionen sind eben keine geschlossenen Gefäße, keine starren Einheiten. Immer wieder lassen sich kleine Allianzen fi nden, mit denen manchmal eine Mitgestaltung im kleinen Rahmen möglich wird. Die Position, durch die Studierende in Konfl ikten gegenüber Lehrenden und ihrer Autorität solidarisch unterstützt werden können, ist notwendig. Denn ob nun die Studienvertreter*innen in den Gremien und Kurien anwesend sind, kann den Instituten und Fakultäten egal sein. Sie können auch ohne die Zustimmung der Studienvertreter*innen Entscheidungen treff en. Eine Totalverweigerung hätte also keinen Stillstand der Institution zur Folge, sondern würde nur bedeuten, dass Studierende gar keine Stimme mehr hätten. Und auch wenn es nicht immer die gewünschte Wirkung hat, ist ein konsequentes Betonen der spezifi schen Bedürfnisse von Studierenden wichtig. Wenn es nicht Teil der Lebensrealität von Lehrenden ist, oder nicht ihrem Bild von Studierenden entspricht, wird nie mitbedacht werden, was bestimmte Änderungen für Studis mit Betreuungspflichten, in Lohnarbeitsverhältnissen oder mit psychischen Schwierigkeiten bedeuten. In diesen Gremien zu sitzen, bedeutet das Schlimmste zu verhindern, oder es zumindest zu versuchen. Es ist eine anstrengende, oft undankbare und meistens gar nicht bezahlte Arbeit, aber sie ist wichtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Rem Bibischew studiert an der Universität Wien und engagiert sich in einer Basisgruppe.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Fri, 12 May 2017 20:34:07 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Die kommenden Herausforderungen der ÖH</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/die-kommenden-herausforderungen-der-%C3%B6h</link>
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&lt;p&gt;In den letzten Jahren haben sich große Demonstrationen oder Aktionen zum Thema österreichische Bildungspolitik rar gemacht. Das heißt aber leider nicht, dass sich die Situation an den Hochschulen entspannt hätte – es haben nur alle gelernt, damit zu leben. Maßnahmen wie die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP), gegen deren Einführung 2009 noch heftig protestiert wurde, sind heute für Studienanfänger_innen Normalität geworden, die nicht unbedingt hinterfragt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;STUDIENPLATZFINANZIERUNG.&lt;/strong&gt; Mit der sogenannten „Studienplatzfi nanzierung“ will die Regierung die Unis fi nanziell entlasten. Seit das Regierungsprogramm eine Überarbeitung erfahren hat, ist fi x, dass berechnet werden soll, wie viel ein Studienplatz kostet. Danach soll dann auch entschieden werden, nach welchem Schlüssel die Unis Geld für eben jene Studienplätze bekommen sollen. Vermutlich werden dabei genau so viele „Studienplätze“ herauskommen, wie Budget da ist. Sprich: Flächendeckende Zugangsbeschränkungen und die Reduktion von Studierendenzahlen sollen die Unis „entlasten“. Da die Details noch nicht ausgehandelt sind, hat die zukünftige Bundesvertretungsspitze einige Einfl ussmöglichkeiten. Ob die ÖH allerdings viel verhandeln können wird, ist fraglich. Die meisten Fraktionen lehnen flächendeckende Zugangsbeschränkungen ab. Sowohl Grüne und Alternative Studierende (GRAS), der Verband sozialistischer Student_innen Österreichs (VSStÖ), die Fachschaftslisten (FLÖ) und die beiden kommunistischen Listen KSV-KJÖ und KSV-LiLi fordern stattdessen einen off enen Hochschulzugang, der staatlich fi nanziert werden soll. Die AktionsGemeinschaft (AG) begrüßte die „kapazitätsorientierte Studienplatzfi nanzierung“, lehnt Studiengebühren jedoch ab – Zugangsbeschränkungen nennt die AG „Zugangsmanagement“ und fordert „faire und transparente Aufnahmetests“. Die Jungen Liberalen Studierenden (JUNOS) hingegen sind begeistert von den Ideen des sozialdemokratischen Kanzlers: „Christian Kern setzt mit der Studienplatzfi nanzierung erste richtige Schritte in Richtung fairer Zugangsbeschränkungen.“ Die Fraktion fordert „nachgelagerte Studiengebühren“ in der Höhe von bis zu 500 Euro im Semester, die nach dem Studium bezahlt werden sollen. Der RFS will ausländischen Studierenden nur dann einen Studienplatz gönnen, wenn sie in ihrem Herkunftsland ebenfalls einen vorweisen können, was für Drittstaatenangehörige allerdings bereits Realität ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;UNIS UND ANDERE HOCHSCHULEN.&lt;/strong&gt; Seit der letzten Wahl 2015 sind alle Studierenden von Universitäten, Privatunis, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen Mitglieder der ÖH. Rechtlich gesehen sind sie aber nicht gleichgestellt, da sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen je nach Hochschultyp stark unterscheiden. Während die Regierung keine Pläne hat, einen einheitlichen Hochschulraum zu schaff en, sehen die Listen, die sich zur ÖH-Wahl stellen, das anders. Die GRAS schreibt zum Beispiel: „Das Problem liegt vor allem in den rechtlichen Grundlagen: Welche Rechte Student_innen haben, ob und wenn ja wo sie diese einfordern können, hängt maßgeblich vom Hochschulsektor ab. Bei einem einheitlichen Hochschulraum wären auch Wechsel zwischen den Sektoren wesentlich einfacher und unbürokratischer möglich“, und fasst damit die Meinung fast aller Fraktionen zusammen. Der KSV-KJÖ stellt die Privatuniversitäten jedoch in Frage, „denn von kritischer Lehre und Bildung kann dort nicht die Rede sein“. Der KSV-LiLi will sie nicht weiterhin öff entlich bezuschussen lassen. Die FLÖ betont, „Österreich braucht keinen einheitlichen Hochschulraum, aber ein klares bundesweites Studienrecht für alle Studierenden“. Auch die AG begrüßt den Status quo: „Eine Trennung ist durchaus sinnvoll, da so eine Vielfalt von ‚Systemen‘ erhalten bleibt und man für sich selbst entscheiden kann, welches für einen selbst das beste ist.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;SOZIALE LAGE.&lt;/strong&gt; Die letzte Studierenden-Sozialerhebung zeigte: Obwohl 61 Prozent der Studierenden erwerbstätig sind, ist über ein Viertel von starken fi nanziellen Schwierigkeiten betroff en. Von der Familie wird nur ein Drittel fi nanziert – somit bleibt die staatliche Studienbeihilfe die wichtigste Unterstützung für Studierende. Erfolgreich ist sie auch: Die Studienabschlussquote ist bei jenen Studis, die eine Beihilfe beziehen, doppelt so hoch wie bei anderen. Die Beträge sind jedoch niedrig und der Kreis der potentiellen Bezieher_innen ist klein. So wundert es wenig, dass auch hier sämtliche Fraktionen Erhöhungen und Änderungen fordern. Dass die Studienbeihilfe seit 1999 nicht mehr an die Infl ation angepasst wurde, ärgert die wahlwerbenden Gruppen ebenso wie die diversen Altersgrenzen, die spätentschlossenen Studierenden das Leben schwer machen. Wie die Beihilfen künftig aussehen sollen, darüber sind die Fraktionen sich jedoch nicht eins: Während JUNOS mehr „Leistungsstipendien“ fordern, will die GRAS ein „existenzsicherndes Grundstipendium von 844 Euro im Monat für alle Student_innen“, der KSV-KJÖ sieht soziale Absicherung nur im Sozialismus als möglich an, FLÖ und AG wollen zusätzlich eine Aufstockung verschiedener Sachleistungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;MOBILITÄT.&lt;/strong&gt; In einem Thema sind sich alle Fraktionen, die in die Bundesvertretung wollen, einig: Sie fordern alle ein österreichweit gültiges günstiges Studiticket. Über diese Forderung – und darüber, dass der öff entliche Verkehr für Studierende in anderen europäischen Ländern gratis ist – haben wir in der letzten progress-Ausgabe ausführlich berichtet („Sparschiene“, S. 8). Eine andere Art der Mobilität ist jene zwischen den Hochschulen, sowohl in Österreich als auch im europäischen Hochschulraum. Mit einem FH-Bachelor einen Uni-Master zu belegen ist in der Praxis oft ein sehr steiniger Weg mit vielen Behördengängen. Sowohl VSStÖ als auch JUNOS schlagen deswegen die Schaff ung einer Informationsquelle vor, in der mögliche Anrechnungen und weiterführende Studien dokumentiert werden, die GRAS will diese Frage europaweit geklärt wissen. Bis auf eine Fraktion sind sich alle einig, dass das Bologna-System nicht durchlässig genug ist. Der KSV-KJÖ möchte das System dagegen abschaff en und zurück zu den Diplomstudien. Der KSV-LiLi möchte die Marktlogik des Bologna-Systems bekämpfen und so für mehr Mobilität sorgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;BARRIEREN.&lt;/strong&gt; Für eine ganze Reihe Studierender ist der Studienalltag von Barrieren geprägt. Diese können im Falle körperlicher Beeinträchtigungen ganz einfach baulicher Natur sein, andere Barrieren sind nicht so off ensichtlich. Alle Fraktionen begrüßen einen barrierefreien Ausbau der Infrastruktur, in den Details unterscheiden sich die Zugänge jedoch. Der KSV-LiLi sieht Nachholbedarf bei der Barrierefreiheit: „Während in anderen Ländern versucht wird, allen Menschen das Studieren zu ermöglichen, fangen österreichische Hochschulen gerade mal damit an, Aufzüge oder Rampen zu installieren.“ Die FLÖ hingegen ortet vor allem Mangel bei der Beratung und sieht auch die ÖH im Zugzwang: „Die ÖH kann sich dafür einsetzen, mehr Beratungen anzubieten und Anlaufstellen einzurichten.“ VSStÖ und GRAS erinnern daran, dass auch psychische Krankheiten wie Depressionen berücksichtigt werden müssen und fordern alternative Lern- und Prüfungsmodalitäten wie Online-Vorlesungen. Ebenfalls größtenteils unsichtbare Barrieren stellen sich für LGBTIQ-Studierende, vor allem für Trans- oder Inter-Studierende, deren Geschlecht nicht mit der Geschlechtsangabe in ihrem Pass übereinstimmt. Die Initiative #NaGeH fordert, dass Unis künftig unbürokratisch Vornamen und Geschlechtseintrag von inter*, trans und nichtbinären Menschen ändert. Diese Forderungen werden von den meisten Fraktionen geteilt, einzig die FPÖ-Vorläuferorganisation RFS äußert sich auf ihrer Homepage verächtlich über LGBTIQ-Studierende. Binäre Toiletten – also solche, die nach dem klassischen „Mann/Frau“-Schema aufgeteilt sind, nennt der RFS zwar „Unfug“, scheint sich der Bedeutung dieser Aussage jedoch nicht bewusst zu sein. Die AG hat sich nicht zu den Forderungen von #NaGeH geäußert, sieht die ÖH jedoch als zuständige Organisation, bei der sich Studierende bei Diskriminierungen melden könnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;BILDUNG.&lt;/strong&gt; Studierende und Hochschule sind nur der letzte Teil der Pipeline des österreichischen Bildungsystems und viele Probleme entstehen an anderer Stelle. Es ist daher wichtig, dass die ÖH einen genauen Blick auf die Reformen im Bildungsystem wirft – alleine schon deswegen, weil sie ja auch die zukünftigen Lehrer_innen vertritt, die momentan studieren. Zu der Frage, wie das Bildungssystem insgesamt organisiert werden soll, halten sich die Fraktionen eher bedeckt – die GRAS fordert aber z. B. die Einführung der Gesamtschule, der KSV-KJÖ will die Schulen demokratisieren. Schüler_innen sollten, da sind sich die Fraktionen einig, besser auf ein Hochschulstudium vorbereitet werden. Die JUNOS sagen dazu: „Der Wert der Bildung muss früh im Schulsystem vermittelt werden“, GRAS, VSStÖ, FLÖ und AG fordern mehr Informationen – das Referat für Maturant_ innenberatung der Bundesvertretung muss sich um seinen Fortbestand also keine Sorgen machen. GRAS und VSStÖ fordern zusätzlich ein Vorstudium, bei dem Fächer ausgetestet werden können, die AG einen freiwilligen Selbsteinstufungstest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;MAHLZEIT.&lt;/strong&gt; Während in vielen Ländern das Essen in der Mensa zum Studierendenalltag gehört, ist das Angebot in Österreich dürftig und dazu noch recht teuer. Die AG nähert sich hier grünen Positionen an und fordert regionale Speisen. Vegetarische Optionen sind GRAS und KSV-KJÖ wichtig, die JUNOS wollen, dass das Mensapickerl auch bei privaten Gaststätten als Vergünstigung gilt, während der KSV-LiLi ein Problem mit Mensen als Privatunternehmen hat. FLÖ und VSStÖ fordern zusätzlich offene Küchen, in denen Studierende selbstständig kochen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ZUSAMMENGEFASST:&lt;/strong&gt; Die Antworten auf die zukünftigen Fragen der ÖH unterscheiden sich nicht so sehr, wie man es zunächst vielleicht annehmen würde, gerade beim off enen Hochschulzugang jedoch gewaltig. Die Fraktionen haben nicht nur unterschiedliche Zugänge zu Themen, sondern auch zu der Art und Weise, wie sie als ÖH arbeiten wollen. Für Wähler_innen, die bisher wenig Kontakt mit der ÖH hatten, ist dies jedoch schwierig herauszuschälen. Es empfiehlt sich daher, sich umfassend zu informieren, bevor eins zwischen dem 16. und 18. Mai seine Stimme verteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Redaktioneller Hinweis: Die Positionen der Fraktionen wurden mit einem Fragebogen und den jeweiligen Webseiten erarbeitet.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Joël Adami studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 12 May 2017 20:26:16 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Was du über die ÖH wissen solltest</title>
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&lt;p&gt;Das Studium ist verwirrend. „Die“ Uni ist gar nicht eine Uni, sondern befindet sich in ungefähr 400 Gebäuden, ProfessorInnen sind auch nur Menschen und wenn man sich nicht rechtzeitig für etwas anmeldet, hilft auch nicht lieb bitte sagen. Kurzum: Studienbeginn ist so ziemlich die Hölle und anfangs ist man vor allem damit beschäftigt, sich durch einen Bürokratie-Dschungel zu schlagen und dabei nicht aufs Lernen, Essen und Atmen zu vergessen. Aber spätestens, wenn du im zweiten Semester bist, weißt du, dass die Getränke im Automaten überraschend billig sind, und musst nicht mehr halbfreundliche Begegnungen um Wegbeschreibungen bitten. Dann hast du Zeit, dich zu fragen, wie die wirklich wichtigen Dinge funktionieren. Die ÖH zum Beispiel. Die ist nämlich verdammt kompliziert. Aber keine Panik, dieser Artikel bietet dir den ultimativen Guide.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ALLGEMEINES.&lt;/strong&gt; Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (kurz ÖH) wurde 1945 gegründet und versteht sich als Sprachrohr der Studierenden gegenüber den Hochschulen und der Politik. Außerdem vertritt sie die österreichischen StudentInnen im internationalen Bereich. Alle zwei Jahre wird sie von allen Studierenden neu gewählt. Von 16. bis 18. Mai steht die nächste Wahl an und deshalb solltest du spätestens dann wirklich Bescheid wissen. Die Mitgliedschaft in der ÖH ist Pflicht, das bedeutet, dass alle Studierenden automatisch ab der Zulassung zum Studium Mitglied sind. Das schließt mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch dich ein, du hast also die dementsprechenden Rechte und Pfl ichten. In dem Fall sind es vor allem Rechte – Wählen gehen zum Beispiel (subtile Aufforderung, hust hust).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Derzeit Vorsitzende der ÖH ist Lucia Grabetz vom VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen in Österreich), also sozusagen die Arbeiterkammer- Präsidentin der Uni-Welt. Ihre Hauptaufgabe ist gemeinsam mit den anderen drei Vorsitzenden die Vertretung der ÖH nach außen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;STUDIENVERTRETUNG.&lt;/strong&gt; Organisiert ist die ÖH in mehreren Ebenen. Vermutlich hast du schon von der Studienvertretung (StV) gehört oder ihr ein verzweifeltes Mail geschrieben, weil dir das jemand in einer x-beliebigen Facebook-Gruppe geraten hat. Und das ist auch okay, denn die StV ist die erste Ansprechpartnerin für (verzweifelte) Studierende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf FHs sieht das ein bisschen anders aus. Hier ist die ÖH in drei Ebenen organisiert: Es gibt eine Hochschulvertretung (siehe unten), eine Jahrgangsvertretung, die speziell für die Betreuung eines Jahrgangs zuständig ist, und – wie an den Universitäten – Studienvertretungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jede Studienrichtung hat ihre eigene Studienvertretung mit je nach Studiengröße drei bis fünf Personen, die sich aktiv darum kümmern, den Studienalltag möglichst angenehm zu gestalten, und dir bei Problemen helfen – das Anmeldesystem zu verstehen zum Beispiel. „Den Großteil unserer Zeit investieren wir in Tutorien und Beratung“, meint Timo von der StV BaGru Soziologie an der Universität Wien. „Jeden Tag hat jemand Journaldienst und steht sowohl per Mail als auch persönlich für Fragen bereit – besonders Erstsemestrige holen sich oft Rat“, so Timo im Interview. Außerdem beschicken die Studienvertretungen verschiedene Gremien, in denen sie für die Rechte der Studierenden eintreten. Und auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Wir veranstalten aber auch ein bis zwei Mal im Semester ein Soziologiefest“, betont Timo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewählt werden die VertreterInnen durch Personenwahl. Das bedeutet, dass die StudienvertreterInnen nicht in Zusammenhang mit einer der Fraktionen (dazu später mehr) stehen, sondern als neutrale AnsprechpartnerInnen agieren sollen. Aber auch Freiwillige, die nicht gewählt sind, wirken in manchen Studienvertretungen mit. So zum Beispiel Timo, der sich seit seinem ersten Semester engagiert: „Bei uns werden alle Entscheidungen basisdemokratisch getroff en, was bedeutet, dass alle, die zu unserem wöchentlichen Plenum kommen, mitbestimmen dürfen. Es sind also nicht nur die gewählten VertreterInnen an Entscheidungen beteiligt.“ Dieses Prinzip ist bei Basisgruppen besonders wichtig. Sie wollen niemanden überstimmen, sondern nach einer gemeinsamen Lösung suchen, bis ein Konsens gefunden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;FAKULTÄTSVERTRETUNG.&lt;/strong&gt; Zwischen Studienvertretung und Hochschulvertretung Hochschulvertretung agieren Fakultäts- und Zentrumsvertretungen auf der Ebene der Fakultäten bzw. Zentren. Falls du (wie ich) auch nicht weißt, was eine Fakultät ist und bis jetzt immer nur gelächelt und genickt hast, wenn jemand das Wort erwähnt hat, kommt hier die lang ersehnte Antwort:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle zwei Jahre, immer vor einer anstehenden ÖH-Wahl, beschließt die Universitätsvertretung die Zusammenfassung verschiedener Studienrichtungen zu Studienvertretungen und die Zuordnung der Studienvertretungen zu Fakultäts- bzw. Zentrumsvertretungen. Das bedeutet, es handelt sich de facto einfach nur um ein Bündel von Studienvertretungen, die zusammengefasst werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um beim Beispiel Soziologie zu bleiben: Aktuell gehört dieses Fach gemeinsam mit Kultur- und Sozialanthropologie, Publizistik, Gender Studies, Pfl egewissenschaft und Politikwissenschaft zur Fakultät für Sozialwissenschaften. „Wir arbeiten eng mit den anderen Studienvertretungen unserer Fakultät zusammen und sind gut vernetzt“, erklärt Timo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt gibt es zum Beispiel an der Uni Wien 15 Fakultäten. Diese Zahl ändert sich aber von ÖH-Wahl zu ÖH-Wahl und von Universität zu Universität. Manche Universitäten bzw. Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen haben gar keine Fakultäten, sondern „Departments“, die keine eigenen Vertretungen haben. Ob es und zu welcher Fakultät das Studium deines Herzens gehört, erfährst du auf der Webseite deiner lokalen ÖH bzw. Studienvertretung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fakultätsvertretungen vertreten dich gegenüber dem Dekanat (sozusagen die Frau oder der Herr Direktor, nur mit weniger Klischee und mehr wissenschaftlichem Background) und arbeiten in verschiedenen Unigremien. Diese Ebene der ÖH wird nicht gewählt, sondern die MandatarInnen werden von den je zugeordneten Studienvertretungen entsandt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;HOCHSCHULVERTRETUNG&lt;/strong&gt;. Die Hochschulvertretung ist die nächsthöhere Ebene. Man kann sie sich als Studierendenparlament jeder einzelnen Hochschule vorstellen. In diesem Organ der ÖH sitzen verschiedene Fraktionen, die ähnlich wie die Parteien im Parlament verschiedene Interessen vertreten. An den einzelnen Hochschulen kandidieren zum Teil andere Fraktionen als auf Bundesebene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Hochschulvertretungen müssen verpfl ichtend je ein Referat für Bildungspolitik, Sozialpolitik und wirtschaftliche Angelegenheiten (Wirtschaftsreferat) einrichten, können aber bei Bedarf auch andere initiieren. Ein Referat ist eine Organisationseinheit, die eine bestimmte Aufgabe innerhalb der ÖH erfüllen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Aufgabe der Universitätsvertretung ist es, VertreterInnen in den Senat zu schicken. Der Senat ist ein Entscheidungsorgan der Universität, in dem Lehrende, allgemeines Personal und eben Studierende sitzen. Hier werden unter anderem Curricula beschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;BUNDESVERTRETUNG.&lt;/strong&gt; Die ÖHBundesvertretung ist die Vertretung aller Studierenden an Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in Österreich. Die Bundesvertretung besteht aus 55 VertreterInnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit 2015 wird die ÖH-Bundesvertretung wieder direkt durch Listenwahl gewählt. 2017 kandidieren folgende Fraktionen, die zum Teil Parteien nahestehen:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AG&lt;/strong&gt; – AktionsGemeinschaft (Studentenforum), Vorfeldorganisation der ÖVP&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FLÖ&lt;/strong&gt; – Unabhängige Fachschaftslisten Österreichs, parteiunabhängig&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;GRAS&lt;/strong&gt; – Grüne &amp;amp; alternative StudentInnen, Vorfeldorganisation der Grünen&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;JUNOS&lt;/strong&gt; – Junge liberale Studierende, Vorfeldorganisation der NEOS&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;KSV-LILI&lt;/strong&gt; – Vorfeldorganisation der Bundes-KPÖ&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;KSV-KJÖ&lt;/strong&gt; – Vorfeldorganisation der steirischen KPÖ&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;NO MA&#039;AM&lt;/strong&gt; – Spaßfraktion&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;RFS&lt;/strong&gt; – Ring Freiheitlicher Studenten, Vorfeldorganisation der FPÖ&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;VSStÖ&lt;/strong&gt; – Verband Sozialistischer StudentInnen in Österreich, Vorfeldorganisation der SPÖ&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Fraktionen sind es, die du per Listenwahl wählen kannst, um ihnen Sitze im ÖH-Bundesrat zu verschaff en. Yay, Demokratie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bundesvertretung vertritt die Interessen aller Studierenden österreichweit, berät in verschiedenen Referaten und gibt zusätzlich Broschüren zu studienrelevanten Themenstellungen heraus. Zu einer wichtigen Aufgabe gehört das Bilden der Ausschüsse für Bildungspolitik, Gleichstellungsfragen, Internationale Angelegenheiten, Sonderprojekte, Sozialpolitik und jenem für wirtschaftliche Angelegenheiten. Diese werden je nach Stärke der Fraktionen in der Bundesvertretung beschickt. Zweimal pro Semester fi nden Sitzungen statt, die öff entlich zugänglich sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem besetzt auch die ÖH-Bundesvertretung Referate. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Referaten existieren momentan noch folgende andere: das Referat für Studien- und MaturantInnenberatung, das Referat für ausländische Studierende, das Referat für Fachhochschul-Angelegenheiten, das Referat für pädagogische Angelegenheiten, das Referat für Internationale Angelegenheiten, das Referat für Öff entlichkeitsarbeit, das Unabhängige Tutoriumsprojekt, das Referat für feministische Politik, das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik, das Referat für Barrierefreiheit, das queer_referat und das Referat für Privatuniversität-Angelegenheiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein gutes Beispiel, um zu verstehen, was ein Referat macht, ist jenes für Öff entlichkeitsarbeit. Dieses Referat kümmert sich um die Webseite der ÖH und gibt Flyer und Broschüren heraus. Außerdem ist progress, also die Zeitung, die du gerade liest, Teil davon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit 2015 ist auf Bundesebene die AG mit 16 Mandaten vorherrschend, knapp dahinter die GRAS mit 12. Wenn nicht eine Fraktion die absolute Mandatsmehrheit erreicht, bilden mehrere eine Koalition, um die Exekutive zu übernehmen (wir sind ja schließlich in Österreich …). Derzeit sind das FEST (Fraktion engagierter Studierender, tritt 2017 nicht für die BV an), FLÖ, GRAS und VSStÖ. Die Exekutive setzt die Beschlüsse der Bundesvertretung um und sorgt dafür, dass in den Referaten und Arbeitsbereichen alles glatt läuft. Großteils sind hier ehrenamtliche MitarbeiterInnen am Werk, es gibt aber auch zahlreiche Angestellte, die in den Referaten tätig sind. Bei Fragen stehen die Referate und Arbeitsbereiche jederzeit zur Verfügung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war also die ÖH im Schnelldurchlauf. Und genau deshalb zahlst du deine 19,20 Euro ÖH-Beitrag. Schon irgendwie das Geld wert, oder?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Clara Porak studiert Deutsche Philologie und Bildungswissenschaften an der Uni Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 12 May 2017 20:19:39 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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