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 <title>Progress - Politik</title>
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 <title>„Ich bin ein Produkt der Entwicklungszusammenarbeit“</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-2350&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p&gt;Die lokale Produktion kann preislich bei Weitem nicht mithalten. Es gibt wenige Leute, die das gesamte Volumen der Weltressourcen besitzen und sie verteilen können, wie sie wollen. Die Anderen haben keinen Markt. Dadurch können sie gar nicht konkurrieren. Indem die EU die Überproduktion nach Afrika schickt, wird die Eigenproduktion in Afrika erstickt. Hinzu kommen die Abkommen CETA und TTIP, die derzeit verhandelt werden. So werden noch zusätzlich Interessen der großen Konzerne gestärkt. Sie haben die Möglichkeit ihre Produkte von A nach B zu transportieren. Kleine Produzenten werden so geschwächt. Brauchen wir das? Das ist eine Frage an die politisch denkenden Bürger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Valentine Auer arbeitet als freie Journalistin in Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Sat, 22 Oct 2016 16:41:42 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Vienna calling: Refugees welcome!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;Am 3. Oktober 2015 gingen schätzungsweise 70.000 Menschen unter dem Motto „Flüchtlinge Willkommen“ auf die Straße. Die Demo zog sich vom Wiener Westbahnhof bis zum Heldenplatz. Dort fand anschließend das Konzert „Voices for Refugees“ statt, dem weit über 100.000 beiwohnten. Christopher Glanzl hat die Stimmung für &lt;em&gt;progress&lt;/em&gt; eingefangen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/refugee&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Refugee&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/refugees-welcome&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Refugees welcome&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/refugees&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Refugees&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/themenmonat-flucht&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Themenmonat Flucht&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-container clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-gallery-pages field-type-field-collection field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-collection-view clearfix view-mode-full&quot;&gt;&lt;div  about=&quot;/field-collection/field-gallery-pages/1167&quot;&gt;
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 <pubDate>Sun, 04 Oct 2015 14:00:34 +0000</pubDate>
 <dc:creator>joël</dc:creator>
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 <title>Die zwitschern, die @Bullen</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/die-zwitschern-die-bullen</link>
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&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;„Bitte meldet Nazi-Gruppen nächsten Polizisten“; „Es gibt eine tolle Sambagruppe beim Rathaus“; „Demoteilnehmer – Lasst euch den Punsch schmecken“ . Als im November 2014 die Wiener Polizei während der Proteste gegen den WKR-Kommers zu twittern begann, lag die Vermutung nahe, die Kommunikationsguerilla stehe hinter dem Account. Mit Hashtags wie #antifa und #noburschis reihten sich die Tweets nahtlos in den Stream der Demo-Beobachter_innen ein. Die Authentizität des Accounts wurde bestätigt. Seither hat sich einiges getan. Die Wiener Polizei verfasste mittlerweile über 1.200 Tweets und hat über 4000 Follower_innen. In den meisten Tweets geht es um festgenommene Dieb_innen, ausgehobene Cannabisplantagen, sichergestelltes Falschgeld und Verkehrsunfälle.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Vergangenes Wochenende boten sich gleich mehrere gute Gelegenheiten, um der Twitter-Polizei genauer auf die Finger zu schauen. Am Samstag zogen etwa 300 rechtsextreme Identitäre durch Wien, wie immer begleitet von  antifaschistischen Gegendemonstrationen und einem massiven Polizeiaufgebot. Unter dem Hashtag #blockit twitterten Polizei, Antifas und Identitäre. Am Sonntag demonstrierten Globalisierungkritiker_innen im bayrischen Garmisch-Partenkirchen gegen den G7-Gipfel. Sowohl die Tiroler als auch die Bayrische Polizei twitterten unter dem Hashtag #G7.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;International zählen die heimischen Gesetzeshüter_innen keinesfalls zur Avantgarde der (virtuellen) Staatsgewalt. In New York, London, Berlin, München und vielen anderen Städten ist der polizeiliche Einsatz von Social Media längst Routine. Eine ordentliche Portion Internet-Fame erntete etwa der &lt;a href=&quot;http://twistedsifter.com/2014/09/reykjavik-iceland-police-on-instagram/&quot;&gt;Instagram-Account der isländischen Polizei&lt;/a&gt;: Uniformierte, die mit einer überdimensionierten Packung Cheese Balls posieren, einen Kickflip mit dem Skateboard stehen oder einfach ein süßes Kätzchen in die Kamera halten, sollen das menschliche Antlitz der Polizist_innen unterstreichen. Auch die Wiener Polizei versucht mit Cat- und Dog-Content zu punkten. Polizeihund „Dax“ sammelte bei „einem kurzen Päuschen“ während seines Einsatzes am Eurovision Songcontest 400 Likes. Die Nutzung der Sozialen Medien beschränkt sich nicht nur auf Facebook, Twitter und Instagram: Während des G7-Gipfels übertrug die bayrische Polizei ihre Pressekonferenz auch auf der Livestreaming-App Periscope. User_innen können dabei durch das Antippen des Bildschirms Herzchen verschicken und somit ihre Zustimmung ausdrücken.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;ATEMLOS DURCH DIE NACHT.&lt;/strong&gt; Als genialer PR-Coup entpuppte sich im Sommer 2014 ein Handyvideo zweier Wiener Streifenpolizisten: Gefühlsbetont singen sie während ihrer Streife Helene Fischers Schlager-Song „Atemlos durch die Nacht“ mit. Binnen kurzer Zeit hatte der &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=naiLVvuPCAw&amp;amp;list=PLv1lHCwP_o3LvlYpnq-mw-sKTD4cZxnJ8&quot;&gt;Youtube-Clip&lt;/a&gt; an die drei Millionen Klicks. Wurde medial anfänglich über mögliche negative Konsequenzen für die beiden spekuliert, wurde schnell klar, dass die ‘etwas andere&#039; PR von der Polizeispitze gerne gesehen ist. Von Polizeipräsident Pürstl und Innenministerin Mikl-Leitner folgte prompt eine persönliche Einladung zum Vorsingen: „Das Video zeigt, dass meine Polizisten nicht nur hart arbeiten und kompetent sind, sondern auch Menschen sind, die Spaß haben.“&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Das alles ist Teil einer breit angelegten Social Media-Strategie der Polizei, die laufend evaluiert und angepasst wird. Das durch EU-Mittel finanzierte Forschungsprojekt COMPOSITE beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einfluss gesellschaftlicher Veränderungsprozesse auf die Polizei. Die daraus hervorgegangene Studie &lt;a href=&quot;http://www.fit.fraunhofer.de/content/dam/fit/de/documents/COMPOSITE-social-media-best-practice.pdf&quot;&gt;Best Practice in Police Social Media Adaptio&lt;/a&gt;n streicht die Relevanz sozialer Medien für die Polizeiarbeit hervor. So kann etwa die Fan-Community bei Ermittlungen oder Fahndungen helfen. Insbesondere wird auch auf die Möglichkeit von virtuellen, verdeckten Ermittlungen hingewiesen. Die wichtigste Funktion ist jedoch, die menschliche Seite der Polizeiarbeit zu zeigen. Kurz: Das Freund_innen und Helfer_innen-Image zu polieren.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Ganz in diesem Sinne postet die Wiener Polizei auf ihrer Facebook-Seite jede Woche ein Portrait eines_einer ihrer Mitarbeiter_innen. Der „Kollege Franz“ wirkt auch tatsächlich sympathischer als ein Polizist in Robocop-Montur, der einem mit gezogenem Schlagstock auf der Demo gegenüber steht. Dadurch soll bei den Bürger_innen Vertrauen und bei Demonstrationsteilnehmer_innen Kooperationsbereitschaft aufgebaut werden. Bezeichnend ist etwa ein &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?fbid=900664159975007&quot;&gt;Foto&lt;/a&gt;, das von einem polizeinahen Facebook-Account während der #G7-Proteste verbreitet wurde. Im Vordergrund stehen Polizist_innen Spalier – im Hintergrund küsst sich ein demonstrierendes Pärchen innig: „Inmitten des Trubels und der Forderung nach Revolution, Umdenken in Politik und Gesellschaft und gegen den Kapitalismus, bleibt Zeit für die weitaus wichtigeren Dinge im Leben: Auf beiden Seiten Menschen, die mehr eint, als sie vielleicht trennen mag...“ ist darunter zu lesen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;DIE RAUFEN NUR.&lt;/strong&gt; Beispiele wie dieses verdeutlichen die mannigfaltigen Möglichkeiten, die soziale Medien der Polizei bieten, um ihr menschliches Antlitz zu zeigen, in die öffentliche Meinungsbildung einzugreifen und ihre Funktion in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft zu kaschieren. Seitens der Polizei wird es nämlich keine Kommunikation geben, die derder repressiven Realität gerecht wird und das Handeln der Polizei entsprechend darstellt: Denn dann würden auch Bilder von Delogierungen, rassistischen Personenkontrollen, Abschiebungen, prügelnde Bullen und drangsalierte Bettler_innen den Twitter- und Facebookstream füllen. Für viele Menschen ist die Polizei alles andere als Freund_in und Helfer_in. Weiters sind viele der Aussagen, die im Netz verbreitet werden, ob ihrer Parteilichkeit kritisch zu hinterfragen: Letzten Samstag ging am Wiener Praterstern ein mit Stangen bewaffneter Mob Identitärer auf eine kleine Gruppe Antifaschist_innen undJournalist_innen los. Die anwesende (und nicht eingreifende!) Polizei twitterte indessen von einem „Raufhandel zwischen rechten und linken Gruppen“. Solche verfälschten Aussagen nicht unkommentiert zu lassen, ist und bleibt die Aufgabe einer kritischen Gegenöffentlichkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Wie das geht, haben haben Menschen aus New York vorgezeigt: Während die Polizei darum bat, unter dem Hashtag #myNYPD Fotos von schönen Erfahrungen mit den lokalen Officers zu twittern, ging die Kampagne &lt;a href=&quot;http://www.nbcnewyork.com/news/local/NYPD-Twitter-Backlash-myNYPD-Fail-Negative-Photos-Flood-Social-Media-256275661.html&quot;&gt;ziemlich nach hinten los&lt;/a&gt;. Fotos von dokumentierter Polizeigewalt, die massenhaft unter dem Hashtag geteilt wurden, brachten statt der gewünschten Imagepolitur eine intensive Diskussion über prügelnde Polizist_innen. Auch hierzulande lässt sich beobachten, dass Tweets und Statusmeldungen der Polizei nicht unwidersprochen bleiben. So gibt es auf der Facebookseite der Wiener Polizei zahlreiche Ratings mit nur einem Stern: Mit ironischem Unterton beschweren sich einige über den „schlechten Service“ auf Demonstrationen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;em&gt;Klemens Herzog studiert Journalismus und Neue Medien an der FH der Wirtschaftskammer Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 09 Jun 2015 07:03:31 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Carla</dc:creator>
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 <title>„Ein Mord passiert, damit er zum Bild wird“</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/%E2%80%9Eein-mord-passiert-damit-er-zum-bild-wird%E2%80%9C</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1849&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

        &lt;h2 class=&quot;element-invisible&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/file/1849&quot;&gt;Petra Bernhardt - Alexander Gotter _DSC3163.jpg&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
    
  
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&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;progress: &lt;/em&gt;Sollten Medien prinzipiell auf die Verwendung von propagandistischem IS-Bildmaterial verzichten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Petra Bernhardt: Diese Frage kann nicht mit einem generellen Ja oder Nein beantwortet werden. Wenn ein Video tatsächlich einen hohen Nachrichtenwert hat und es gut kontextualisiert wird, kann eine Veröffentlichung durchaus Sinn machen. Aber Terrorbilder eignen sich nicht als Teaser. Ich verstehe das natürlich aus der Logik des Medienschaffens heraus. Solange man aber nicht weiß, was diese Bilder konkret auslösen, würde ich mir einen reflektierteren Umgang damit wünschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber selbst wenn die Bilder ausreichend kontextualisiert werden, ihre affektive Wirkung lässt sich nicht „wegerklären“.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Richtig. Genau deswegen sprechen wir von der Macht der Bilder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, dem IS diese Bildmacht zu nehmen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, das glaube ich nicht. Ich halte den Begriff „Bildmacht“ selbst schon für eine Konstruktion. Es ist ein strategisches Spiel. Der IS kennt die Logiken einer globalisierten Medienbranche sehr gut. Diese kann seinen Bildern nichts entgegensetzen. Es wäre vermutlich recht sinnlos, wenn wir offensiv demokratische Strukturen bewerben. Das wird so nicht funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie die IS-Bilddebatte geführt wird, ist überholt. Alle reden von der „Wirkmacht“ der Bilder, die RezipientInnen selbst stehen kaum im Fokus. Woran liegt das?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die NutzerInnen kommen tatsächlich nur sehr am Rande der Debatte vor. Das ist in hohem Maß irritierend. Ich glaube, ein Grund dafür ist die Selbstreferentialität des Mediensystems: JournalistInnen diskutieren mit JournalistInnen über Darstellungsformen. Auch die bisherige Forschung beschäftigt sich sehr stark mit der Repräsentationsebene. Welche Botschaften vermitteln die Bilder? Wie sieht es mit den technischen Rahmenbedingungen aus? Dabei fehlt die Frage, was die NutzerInnen wollen. Tatsächlich ist das schwer zu erforschen. Eine groß angelegte NutzerInnenstudie bräuchte nicht nur die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen, sondern auch einen größeren zeitlichen Abstand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verweisen Popkultur-Anleihen und die Imitation der westlichen Bildsprache in den IS-Videos auf ein westliches Zielpublikum?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All die Strategien, die wir beim IS finden – die Videospiel-Zitate, die Popkulturanleihen –, sind in der zeitgenössischen Politik gängige Praxis. Die Unterscheidung liegt darin, was gezeigt wird und nicht wie es gezeigt wird. Der IS spricht mit den Videos verschiedene Teilöffentlichkeiten an. Zum einen geht es um die ganz banale Verbreitung der Botschaft. Dann gibt es eine regionale Zielgruppe, wo es auch um Abschreckung geht. Wir haben mit Irak und Syrien zwei politische Gebilde, die komplett in Erosion begriffen sind. Es ist vermutlich nicht leicht, dort noch eine Armee zu mobilisieren, wenn es Videos gibt, in denen SoldatInnen massenhaft gefoltert und grausam ermordet werden. Andererseits wird in den Medien immer wieder die These vertreten, dass die Terrorvideos als Anwerbungs- und Mobilisierungswerkzeug eingesetzt werden. Dazu gibt es bislang noch keine systematischen Untersuchungen. Was Menschen tatsächlich dazu bringt, sich dem IS anzuschließen, ist schwer festzumachen. Momentan überwiegen Mutmaßungen darüber, was diese Videos können. Es wird sehr viel über die Leute gesprochen und sehr wenig mit ihnen. Ich war von einigen Medienbeiträgen aufgrund ihres hochspekulativen Charakters befremdet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Video, das die Enthauptung des Journalisten James Foley zeigt, hat eine Ethikdebatte im Journalismus entfacht.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war ein Dammbruch. Es ist kein Zufall, dass genau dieses Bild so viel ausgelöst hat. Es hat eine extrem starke Bildkomposition und viele verschiedene Bezüge verdichten sich darin: einerseits der visuelle Bezug auf die Häftlingskleidung in Guantanamo, dann die Kompositionslogik des Raumes, die Wüstenlandschaft, das Täter-Opfer-Verhältnis, der verhüllte Kapuzenmann. Das Bild ist quasi ein Selbstläufer und als Medienereignis geeignet. Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp, der Terror als Bildakt beschreibt, würde es einen substitutiven Bildakt nennen. Das heißt: Menschliche Körper werden mit Bildern kurzgeschlossen und ein Mord passiert, damit er zum Bild wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welche Bedeutung hat die Frage der Authentizität?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich beobachte, dass viele der Fiktion aufsitzen, diese Bilder hätten dokumentarischen Gehalt. Die Bilder werden ohne Kontextwissen weiterverbreitet. Mir ist auch aufgefallen, dass eine starke Vermischung von Terrorbildern und fotojournalistischem Material stattfindet. Da wäre ein höheres Reflexionsniveau nötig. Aber aufgrund der Lage dort steht wenig Material zur Verfügung, das fotojournalistischen Gehalt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet diese Abwesenheit fotojournalistischer Bilder?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn es keine Bilder gibt, dann gibt es auch kein visuelles Gedächtnis. Das wissen auch die Terrororganisationen. An diesem Punkt geraten die Medien unter Druck. Hier zeigt sich, warum die Debatte nicht bei der Frage danach, welche Bilder gezeigt werden, aufhören darf. Es geht auch um die Rahmenbedingungen, unter denen fotojournalistische Bilder entstehen. Und darum, warum wir diese Bilder brauchen und wie wir ihr Entstehen sicherstellen können. Es ist eine etwas scheinheilige Debatte, immer über die Bilder zu reden und nicht über die Menschen, die diese Bilder machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Cornelia Grobner ist freie Journalistin und Doktoratsstudentin im Fachbereich Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 11 May 2015 06:36:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Carla</dc:creator>
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 <title>In einer Bank arbeiten statt sie zu putzen</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/einer-bank-arbeiten-statt-sie-zu-putzen</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1848&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;WAS HAST DU FÜR EIN PROBLEM?&lt;/strong&gt; Kettmann-Gamea arbeitete damals als Begleitlehrerin in der islamischen Volksschule des Vereins Jetzt – Zukunft Für Alle. Immer wieder baten dort Frauen um ihre Unterstützung. Da war es für sie der konsequente nächste Schritt, mehr anzubieten als spontane Privatunterkunft oder hier und da ein behördliches Schreiben in Alltagsdeutsch zu übersetzen. Anfang des Jahres wurden durch den Verein günstige Wohnungen angemietet und hergerichtet. Vor Kurzem sind die ersten Frauen eingezogen, sie leben in Wohngemeinschaften verschiedener Größe, je nachdem, wer sich miteinander versteht oder wer wie viel Platz braucht. „Das war uns wichtig, dass die Frauen quer durch die Stadt verteilt wohnen. Nicht nur aus Sicherheitsgründen. Wir hoffen, dass durch die WGs gegenseitige Unterstützung entsteht, aber auch, dass der Kontakt zu den NachbarInnen leichter fällt.“ Je nach Einkommen zahlen die Frauen Miete. Finanziert wird das Projekt aus Spenden und privaten Mitteln. „So lange wir uns das leisten können, soll es so bleiben.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Anlaufstelle stehen eine Sozialarbeiterin und Integrations- und Frauencoaches zur Verfügung. „Viele Frauen kommen und wissen gar nicht genau, was sie wollen oder welche Möglichkeiten sie haben. Anfangs muss man grundlegend klären: Was hast du überhaupt für ein Problem?“ Wie in jedem Hilfeprozess wird sortiert, Prioritäten werden gesetzt und Zuständigkeiten ermittelt. Es wird auch geklärt, was „Hatice“ anbieten kann, wofür die verschiedenen öffentlichen Einrichtungen da sind, und was andere Vereine aus dem bestehenden Netzwerk übernehmen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;NICHT NUR PUTZFRAUEN.&lt;/strong&gt; Kettmann-Gamea schildert, dass es für viele Musliminnen schwierig sei Hilfe anzunehmen. Sie fürchten, nicht akzeptiert und unterstützt zu werden, auf Vorurteile zu stoßen oder aufgefordert zu werden, das Kopftuch abzulegen. Viele der Frauen sind nach islamischem Recht verheiratet. Bei Trennungen, Konflikten und auch wenn Kinder im Spiel sind, besteht häufig der Wunsch, Lösungen im Sinne der Scharia zu finden. Hier wird gemeinsam mit einer Rechtsberaterin und einem Juristen nach einem gangbaren Mittelweg gesucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Diskriminierung am Arbeitsmarkt möchte man durch Kooperationen mit Ausbildungsstellen entgegensteuern. Derzeit werden Frauen vorwiegend im Care-Bereich, in Kinderbetreuung und Altenpflege, vermittelt. Kettmann-Gamea möchte Frauen, die Kopftuch tragen, ermutigen, beruflich Fuß zu fassen und in der Öffentlichkeit präsent zu sein. „Vor ein paar Jahren gab es Berufe, die waren regelrechte Männerdomänen, das bricht langsam auf. Und warum sollte es nicht auch irgendwann möglich sein, dass eine Frau mit Kopftuch in der Bank hinter dem Schalter arbeitet, statt sie zu putzen?“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KRITISCHE STIMMEN.&lt;/strong&gt; Der Trägerverein Jetzt – Zukunft Für Alle stand nach der Schließung der privaten Volksschule Anfang des Jahres in der Kritik. Auch das Projekt „Hatice“ wurde medial angegriffen. „Zunächst einmal sind wir nicht die Schule, sondern ein eigenes Projekt“, stellt Kettmann-Gamea klar. „Und zweitens: Die polizeilichen Ermittlungen dazu sind abgeschlossen, die Schule wurde von allen Anklagepunkten freigesprochen. Darüber berichtet niemand. Vom Stadtschulrat kam noch keine Reaktion.“ Weder Rechtsabteilung noch PressesprecherInnen des Stadtschulrats wollten progress diesbezüglich Auskunft geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Verein Wiener Frauenhäuser reagierte verschnupft auf das neue Projekt, nachdem es hieß, in seinen Einrichtungen dürften Muslimas ihre Religion nicht frei ausüben. „Das war ein Missverständnis“, räumt Kettmann-Gamea ein. „Ich glaube nicht, dass sie sagen: Du darfst nicht beten. Ich finde es wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt, aber ich finde es genauso wichtig, dass es uns gibt. Man sieht ja, es wird gebraucht. Sonst würde es keinen Menschen interessieren.“ Kontakt gab es zwischen den beiden Vereinen bislang nicht, so Irma Lechner, Leiterin des dritten Wiener Frauenhauses: „Eigentlich ist das üblich in Wien, dass neue Projekte sich ankündigen und vernetzen. Aber mit Sicherheit ergeben sich irgendwann Schnittstellen.“ Eigenständig wolle man jedoch nicht auf das neue Projekt zugehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ZUKUNFTSMUSIK.&lt;/strong&gt; Dass „Hatice“ sich als „Frauenhaus“ bezeichnet, folgt einem anderen Gedanken als jenem, der hinter Frauenhäusern steht, die Gewaltschutzeinrichtungen mit hohen Sicherheitsstandards sind: Es soll ein Ort für Frauen sein, für alle Frauen. Auch trans* Frauen. Egal welches Problem und welche Religion sie haben. Wenn sie sich etwas wünschen könnte, dann, dass alle Menschen eine Gemeinschaft sind. „Jeder für jeden, jede mit jedem, egal welcher Herkunft, egal ob Christ, Jude oder Moslem. Vielleicht erleb’ ich das ja noch.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Abschied überreicht Kettmann-Gamea einen Folder der noch jungen Dokumentationsstelle zur Durchsetzung von Gleichbehandlung für Muslime der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Eigene Folder hat „Hatice“ noch nicht, auch die Homepage ist noch im Aufbau. So wie vieles derzeit: Aktuell verhandelt der Trägerverein mit der Wiener RosaLilaVilla über die Bereitstellung leistbaren Wohnraums für LGBTI-Flüchtlinge: „Eigentlich hat alles ja gerade erst angefangen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Eva Grigori hat Germanistik in Göttingen und Wien studiert und beendet derzeit den Master Soziale Arbeit in St. Pölten.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 11 May 2015 06:36:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Carla</dc:creator>
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 <title>Tag der (Mehr-)Arbeit</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/tag-der-mehr-arbeit</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1815&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Als die Schweizer Nationalbank im Jänner die Wechselkursbindung des Franken an den Euro aufhob, ging ein Aufschrei durch die eidgenössische Industrie: Wer würde im Euroraum nun ihre verteuerten Waren kaufen? „Gegensteuern“ war das Zauberwort, der Staat müsse schleunigst etwas gegen den hohen Frankenkurs und seine Auswirkungen tun. Aber die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam und noch dazu ging es hier um höchst strittige Fragen der hohen Finanzpolitik. Was blieb den Unternehmen also übrig, um den drohenden Konkurs zu verhindern? Entlassungen, Gehaltskürzungen und Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ZU WENIG ARBEIT.&lt;/strong&gt; Die Unternehmen, die in den Folgemonaten die Wochenarbeitszeit auf bis zu 45 Stunden erhöhten waren freilich keineswegs alle von der Pleite bedroht, wohl aber von einigen Prozent Gewinneinbußen. Nie darum verlegen, ihre Interessen gegenüber den Gewerkschaften und Betriebsräten durchzusetzen, widmeten sie sich also dem, was Karl Marx den „&lt;a href=&quot;http://mlwerke.de/me/me23/me23_245.htm&quot;&gt;Kampf um den Normalarbeitstag&lt;/a&gt;“ nannte: Die Länge des Arbeitstags wechsle „mit der Länge oder Dauer der Mehrarbeit“ und müsse sowohl gesellschaftlich als auch individuell ständig neu verhandelt werden. Zwar sieht das Gesetz grundsätzlich acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche vor, letztlich wird die Normalarbeitszeit jedoch in Kollektivverträgen geregelt und kann je nach „Betriebserfordernissen“ sehr viel höher liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Unter Mehrarbeit verstand Marx nicht zwingend Überstunden, sondern jede Arbeit, die über die notwendige Arbeitszeit hinausgeht, um die Kosten eines Arbeitsplatzes zu decken. Eingestellt und behalten wird nur, wer Mehrwert produziert und davon kann es nie genug geben. Deshalb wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts staatliche Einschränkungen durchgesetzt, um Unternehmen daran zu hindern, ihre Angestellten bis zur völligen Erschöpfung schuften zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;In den USA fand die Auseinandersetzung um die Grenzen des Arbeitstags Anfang Mai 1886 ihren traurigen Höhepunkt, als ein Massenstreik in Chicago eskalierte. Dutzende Arbeiter*innen wurden im Zuge der Demonstrationen erschossen oder anschließend zum Tode verurteilt. In Gedenken an den „Haymarket Riot“ wurde der 1. Mai am Gründungskongress der Zweiten Internationale zum „Kampftag der Arbeiter*innenklasse“ erklärt und schließlich in weiten Teilen der Welt als „Tag der Arbeit“ gesetzlich verankert.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Der Streit um die maximale Arbeitszeit dauert bis heute an, in den österreichischen Medien tritt er unter den Stichwörtern Flexibilisierung, Sonntagsöffnung, Pensionsantrittsalter und Lehrer*innendienstrecht zutage. Wenig konkret wird das etwa von der Industriellenvereinigung so&lt;a href=&quot;http://www.iv-net.at/b3601m115/industrie-zu-ak-arbeitszeitverkuerzung-gefaehrdet-wettbewerbsfaehigkeit-weiter-und-kostet-arbeitsplaetze/&quot;&gt; formuliert&lt;/a&gt;: Tatsächlich brauche es „mehr Bewegungsfreiheit für heimische Unternehmen und ein modernes Arbeitsrecht, welches Spielraum sowohl für die Arbeitgeber- als auch für die Arbeitnehmerseite” ermöglichen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;ZU VIEL ARBEIT.&lt;/strong&gt; Auf der anderen Seite fordern Arbeiterkammer und linke Gewerkschaften eine Verkürzung der Arbeitszeit, bei vollem Lohnausgleich, versteht sich. Proponent*innen eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) argumentieren, dass es uns vom Zwang zur Erwerbsarbeit befreien und die Unternehmen zwingen würde, sich mehr um die Lohnabhängigen zu bemühen. Dabei beziehen sie sich etwa auf den Ökonomen Jeremy Rifkin, der 1995 in seinem gleichnamigen Werk „Das Ende der Arbeit“ prophezeite. Durch Produktivitätssteigerung und Automatisierung würde uns bald die Arbeit ausgehen, nicht nur im industriellen Sektor. Deshalb sollen wir uns vom Streben nach Vollbeschäftigung lösen. Kritiker*innen wenden ein, dass Rifkin hier einem technikdeterministischen Trugschluss unterliegt; die Automatisierung sei kein neues Phänomen und führe letztlich nur dazu, dass mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigt werden muss.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;In anarchistischen Kreisen ist die Vorstellung beliebt, mittels basisdemokratischer Umgestaltung der Produktionsweise die Wochenarbeitszeit auf fünf Stunden zu reduzieren. Die Berechnung dieses Werts stammt von Darwin Dante, einem Elektrotechniker und Informatiker aus Frankfurt, und lässt sich&lt;a href=&quot;http://www.5-stunden-woche.de/static/de/buecher/kurzbeschreibung_bd1.html&quot;&gt; hier&lt;/a&gt; zusammengefasst nachvollziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Foto: Carla Heher&quot; title=&quot;Foto: Carla Heher&quot;   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/6228_10-2.JPG?itok=jKSCdwuA&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Der Soziologe Jörg Flecker argumentiert pragmatischer und plädiert für die Einführung einer 30-Stunden-Woche. Er sehe hier ein doppeltes Kausalverhältnis: „Einerseits kann man sagen, damit werde die Arbeit teurer und es sei schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit, andererseits treibt eine Arbeitszeitverkürzung auch die Produktivität voran und die Firmen überlegen sich, was sie mit dieser kostbaren Zeit der Beschäftigten machen.“ Zur Frage der Umsetzbarkeit gibt er sich vorsichtig optimistisch, es komme „immer auf die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse an, wem es letztlich gelingt, die eigenen Interessen durchzusetzen.“ Die Gewerkschaften müssten die Beschäftigen mobilisieren und ein Modell finden, das mehr Arbeitsplätze garantiert und eine Arbeitsintensivierung verhindert.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Auch Martin Mair vom Verein „&lt;a href=&quot;http://aktive-arbeitslose.at/&quot;&gt;Aktive Arbeitslose Österreich&lt;/a&gt;“ sieht in einer Arbeitszeitverkürzung und der Einführung des BGE eine Möglichkeit, den Menschen mehr Zeit zu geben, um sich etwa verstärkt der politischen Bewusstseinsbildung zu widmen. Der Widerspruch zwischen Überarbeitung einerseits und Arbeitslosigkeit andererseits würde damit jedoch nicht aufgelöst werden: „Wir sagen klar, dass es innerhalb des Kapitalismus keine echte Lösung geben kann. Dabei ist der Kampf um die Rechte der Erwerbsarbeitslosen zentral, er ist letzten Endes ein Kampf um die Rechte aller unter dem jetzigen System leidenden Menschen mit und ohne Erwerbsarbeit. Ilija Trojanow bringt es in seinem Buch ‚Der überflüssige Mensch’ auf den Punkt: Es geht ums Ganze. Außer uns selbst haben wir ja nicht mehr viel zu verlieren.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;em&gt;David Ring studiert Soziologie an der Universität Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 29 Apr 2015 18:51:44 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Carla</dc:creator>
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 <title>Gibt’s das überhaupt noch? Solidarisches Teilen und Tauschen </title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/gibt%E2%80%99s-das-%C3%BCberhaupt-noch-solidarisches-teilen-und-tauschen</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1817&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;„Ressourcen nutzen und nicht brach liegen lassen.“ Dieser Satz bezieht sich beim &lt;a href=&quot;http://www.talentetauschkreis.at&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Talente Tauschkreis Wien“&lt;/a&gt; nicht nur auf Güter und Gebrauchsgegenstände, sondern auch – und daher leitet sich der Name ab –- auf das Know-How und die besonderen Fähigkeiten seiner Mitglieder. &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Elfriede Jahn, seit 2004 Mitglied und seit 2009 Obfrau des Vereins, macht keinen Hehl daraus, dass es sich bei seinen mittlerweile über 200 Mitgliedern überwiegend um PensionistInnen sowie andere Menschen handelt, die dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen Gründen nicht mehr zu Verfügung stehen und allgemein von sozialer Marginalisierung bedroht sind. Angesichts der Tatsache, dass die „optimale Ressourcenallokation“ – eine der Kernerzählungen der freien Marktökonomie – real nur eingeschränkte Gültigkeit hat, bieten Tauschkreise besonders diesen Gesellschaftsschichten einen Kontext, in denen ihr Wissen und ihre Talente Anerkennung und Gebrauch finden.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;40 bis 50 derartige Organisationen und Vereine gibt es derzeit in Österreich. Vorarlberg ist mit einem mehr als 1.000 Mitglieder zählenden Tauschkreis ein Vorreiter. Vom Tauschkreis-Verbund, der Dachorganisation für Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ist zu lesen, dass sich die Mitgliederzahl von 2008 bis 2013 auf 1.150 Personen verdoppelt hat. „Die Zahl für den Verbund betrug im Jänner 2015 schon 1.700 Personen“, meint Elfriede Jahn. An Tauschkreisen beteiligen sich heterogene Personengruppen: StädterInnen und LandbewohnerInnen, Privatpersonen mit unterschiedlichen Bildungshintergründen, UnternehmerInnen und LandwirtInnen. Was die meisten eint, ist eine Skepsis gegenüber dem bestehenden Geldsystem und seinen Charakteristika.  &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Das Interesse an alternativen Währungen steigt. Es gibt ein Bedürfnis, Geld wieder einfacher, risikofreier und lebensnaher zu gestalten und ihm wieder eine größere Wertdeckung zu geben. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Mitgliederzahlen der Tauschkreise gerade seit 2008 und der Eskalation der globalen Finanzkrise linear angestiegen sind. &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Als Alternativwährung verwendet man bei den Tauschkreisen sogenannte Zeitwertscheine. Die gedruckten Scheine sind mit einer Sicherheitssignatur versehen und stark dem herkömmlichen Papiergeld nachempfunden. Diverse Zeitwerte können gegen Waren und Dienstleistungen getauscht werden. Dies erleichtert einen reziproken, flexiblen Tauschhandel: Person A kann eine Leistung von Person B in Anspruch nehmen, auch wenn sie keine für B attraktive Ware oder Dienstleistung anzubieten hat. Stattdessen wird etwa eine Stunde Malertätigkeit durch einen Zeitwertschein für eine Stunde abgegolten. Gleiches gilt für diverse andere Angebote, wie eine Stunde Englisch-Nachhilfe oder Rechtsberatung. „Eine Stunde menschliche Lebenszeit behält immer denselben Wert, dadurch werden alle Menschen, die sich an dieser Handelsform beteiligen, gleichgestellt“, begründet Obfrau Jahn. Darüber hinaus verfügen alle Tauschkreise im deutschsprachigen Raum über eine eigene IT-Struktur, um Zahlungsverkehr, (Zeitwert-)Kontoführung und Angebote managen zu können: Cyclos. Der Tauschvorgang zwischen zwei Beteiligten vollzieht sich allerdings weniger in der binären Logik „KundIn/DienstleisterIn“, sondern hat eher den Charakter von Nachbarschaftshilfe. Damit wird die soziale Komponente – auch dies ein Kernstück der Tauschkreis-Idee – gestärkt.    &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Foto: www.lastenradkollektiv.at&quot; title=&quot;Foto: www.lastenradkollektiv.at&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/lastenrad2.jpg?itok=4ptyWtIZ&quot;   /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;UMZIEHEN PER RAD? &lt;/strong&gt;Anders organisiert, aber ebenfalls an sozialem Austausch und solidarischer Ökonomie orientiert, ist eine relativ junge Wiener Organisation: das &lt;a href=&quot;http://www.lastenradkollektiv.at&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Lastenradkollektiv“ &lt;/a&gt;(LKR). Die Idee zur Gründung kam Ende der 2000er Jahre auf und entstand vor allem aus der Leidenschaft am Rad(fahren) und der Ablehnung massenhaften städtischen Autoverkehrs, erklärt eines der drei LKR-Gründungsmitglieder. Es sei nicht akzeptabel, dass man für schwerere Transporte oder Umzüge immer auf einen Pkw, oder Lkw angewiesen sei. Weiters sei das LKR nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern im Kontext verschiedener Institutionen, wie etwa dem Tüwi und der Boku. Daher habe auch der ökologische Gedanke bei der Gründung eine gewisse Rolle gespielt. Das als Verein agierende Kollektiv umfasste bisher zwischen acht und 15 Personen, die Fluktuation sei recht hoch. Nicht zuletzt aufgrund der überschaubaren Mitgliederzahl kann das Kollektiv weitgehend auf Hierarchien verzichten und Beschlüsse im Rahmen unregelmäßiger Plenartreffen basisdemokratisch fassen.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Auf der Homepage des Kollektivs kann man sich je nach Bedarf eines der acht Fahrräder, beziehungsweise einen der neun Anhänger aussuchen und circa eine Woche im Vorhinein per Mail reservieren. Per Telefon werden dann meist noch Details abgesprochen, wie etwa der aktuelle Standort des benötigten Rades oder Anhängers sowie der Zeitpunkt der Abholung und der Rückgabe. Das LKR verfügt nämlich über keinen zentralen Stützpunkt, die Vehikel sind an verschiedenen, sich ständig ändernden Orten abzuholen. Vor der Nutzung ist eine Kaution für den Fall etwaiger Schäden oder Diebstahl zu bezahlen, fixe Preise möchte man allerdings nicht kassieren. „Solidarische Ökonomie“ verwirklicht sich im Kollektiv der Gestalt, dass man die finanzielle Zugangsschwelle sehr niedrig halten möchte und daher nur freie Sach- und Geldspenden entgegennimmt. „Wir betreiben zwar schon Selbstausbeutung, aber in einem Rahmen, den wir als gemütlich empfinden“, heißt es vonseiten des LKR. Bei den Menschen, die Lastenräder nutzen, handle es sich allerdings um eine recht homogene Gruppe: männlich, jung („bis 35“), studentisch und ohne Migrationshintergrund sei der typische Lastenradfahrer. Wo diese sozialstrukturelle Verzerrung herrührt? Einerseits hadert das Kollektiv mit der Sprachbarriere, andererseits entstand es in einem studentisch-universitären Kontext und ist darin noch stark verhaftet. Außerhalb dieses Umfeldes sei es leider noch immer unwahrscheinlich überhaupt von der Existenz des LKR zu erfahren.   &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;em&gt;Johannes Mayerhofer studiert Soziologie und Psychologie an der Universität Wien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 29 Apr 2015 13:50:44 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Bianca</dc:creator>
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 <title>Kühnengruß bei Pegida Wien 2.0</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/k%C3%BChnengru%C3%9F-bei-pegida-wien-20</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1761&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

        &lt;h2 class=&quot;element-invisible&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/file/1761&quot;&gt;DSC_8179.jpg&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
    
  
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&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-autor-in field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;AutorInnen:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/autorinnen/redaktion&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Redaktion&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/pegida&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Pegida&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/rassismus&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Rassismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/wien&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Wien&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/antifaschismus&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Antifaschismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-shariff field-type-shariff field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;shariff&quot;  data-services=&quot;[&amp;quot;twitter&amp;quot;,&amp;quot;facebook&amp;quot;]&quot; data-theme=&quot;colored&quot; data-orientation=&quot;horizontal&quot; data-lang=&quot;de&quot; data-url=&quot;https://progress-online.at/artikel/k%C3%BChnengru%C3%9F-bei-pegida-wien-20&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Karlsplatz wurde am 19. April zum Schauplatz der zweiten Kundgebung des österreichischen Pegida-Ablegers. Das Gebiet um die Kundgebung wurde von der Polizei großflächig abgesperrt, um ein Zusammentreffen mit Gegendemonstrant_innen zu verhindern. Christopher Glanzl war für &lt;em&gt;progress &lt;/em&gt;online mit seiner Kamera dabei.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es waren circa 150 Pegida-Sympathisant_innen vor Ort, die sich im innersten Kern des Sperrgitterlabyrinths aufhielten, darunter auch viele Journalist_innen. Wieviele der Anwesenden zivile Einsatzkräfte waren wird wahrscheinlich wieder durch eine parlamentarische Anfrage zu klären sein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   style=&quot;line-height: 1.538em;&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8321.jpg?itok=Stti_Qis&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund des tollen Sonntagswetters ließen die Pegida-Anhänger_innen erstmal auf sich warten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   style=&quot;line-height: 1.538em;&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8456_0.jpg?itok=aO1pN6Sv&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach mahnenden Einführungsworten bezüglich verbotener Grüße ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8245.jpg?itok=dpuhhbV8&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... kamen die geladenen Gastredner aus der Schweiz und den Niederlanden zu Wort. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8427.jpg?itok=Ry4siNBu&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie forderten dabei den NATO-Austritt Österreichs ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8304.jpg?itok=3okHMWPr&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... genauso wie den EU-Austritt, und wetterten gegen die Islamisierung. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8443.jpg?itok=Fg_QuNMX&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Polizei zeigte vier Mitglieder von Die Partei wegen Wiederbetätigung an. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8281.jpg?itok=7F6wocNK&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als gegen Ende der schweizer Redner zum gemeinsamen Rütligruß aufrief, kam es bei den verbliebenen Teilnehmer_innnen auch zum Kühnen- beziehungsweise Hitlergruß. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   style=&quot;line-height: 1.538em;&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8394.jpg?itok=5Ml-Plb1&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Polizei nahm von zwei Teilnehmern die Identitäten auf, ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8378.jpg?itok=2NSUjRkl&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... einer wurde zur Vernehmung aufs Revier mitgenommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   style=&quot;line-height: 1.538em;&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8348.jpg?itok=6TI3nY8a&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Gegenseite kam es aufgrund von Verstößen gegen das Vermummungsverbot ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8331.jpg?itok=fhvqqqjd&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... zu weiteren Amtshandlungen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   style=&quot;line-height: 1.538em;&quot; class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8366.jpg?itok=lpfboi6B&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schatten der Polizei rücken aus. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8400.jpg?itok=V1f_shhz&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessierte Passant_innen beobachten das Geschehen aus der unmittelbaren Ferne. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8313.jpg?itok=NY-S0u5I&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der anderen Seite waren um die 700 Gegendemonstrant_innen versammelt, ... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8555.jpg?itok=fW_adj_L&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... die mit „Wirr ist das Volk“ gegen „Wir sind das Volk“ anschrien. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8262.jpg?itok=H5XTk_oI&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pegida-Anhänger_innen bekennen sich als Abtreibungsgegner_innen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/DSC_8228.jpg?itok=9YcuBA3s&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ende der Veranstaltung wurde von gröhlenden Pegida-Anhänger_innen mit „I am from Austria“ verkündet. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 20 Apr 2015 10:40:08 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Bianca</dc:creator>
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 <title>Arbeit! Wohnraum! Community! Wie LGBTI-Flüchtlinge menschenwürdiger leben könnten</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/arbeit-wohnraum-community-wie-lgbti-fl%C3%BCchtlinge-menschenw%C3%BCrdiger-leben-k%C3%B6nnten</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1741&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

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&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-autor-in field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;AutorInnen:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/autorinnen/valentine-auer&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Valentine Auer&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/flucht&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Flucht&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/verfolgung&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Verfolgung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/trans&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Trans&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-shariff field-type-shariff field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;shariff&quot;  data-services=&quot;[&amp;quot;twitter&amp;quot;,&amp;quot;facebook&amp;quot;]&quot; data-theme=&quot;colored&quot; data-orientation=&quot;horizontal&quot; data-lang=&quot;de&quot; data-url=&quot;https://progress-online.at/artikel/arbeit-wohnraum-community-wie-lgbti-fl%C3%BCchtlinge-menschenw%C3%BCrdiger-leben-k%C3%B6nnten&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;Der Mord an der Trans*frau Hande Öncü zeigte ein weiteres Mal auf, was  verschiedene Vereine schon lange problematisieren: LGBTI-Flüchtlinge finden sich in Österreich oft in einer prekären Situation wieder. Ein kurzer Abriss über die zentralsten Forderungen an Österreichs Asylpolitik.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;„Der Mord an Hande hätte verhindert werden können, würde die österreichische Politik und Justiz das Asylrecht achten“, so heißt es in einem &lt;a href=&quot;http://www.asyl-in-not.org/php/hande_oe__mord_an_transfrau,20880,37177.html&quot;&gt;Statement&lt;/a&gt; des Vereins „Asyl in Not“. Während sich Österreichs Medienlandschaft immer noch nicht sicher ist, wie sie Hande jetzt benennen soll und daher versucht sich mit Schlagwörtern wie „Sex-Mord“ oder gar „Sado-Maso-Toter [sic!]“ zu retten; schreien nicht nur die heimischen, sondern LGBTI-Vereine weltweit auf und verurteilen den Mord als weiteres Hate Crime, das eine menschenwürdigere Asylpolitik verhindern hätte können.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Hande Öncü, 35-jährige Trans*Frau, geboren in Samsun, aufgewachsen in Izmir, ist vor etwa eineinhalb Jahren aus der Türkei geflüchtet. Der Grund: mehrfache Diskriminierungen und Gewalterfahrungen, die ihr ein Leben als Trans*frau kaum ermöglichten. Die Hoffnung, dass sich dies in Österreich ändert, erwies sich als falsch. Anfang des Jahres wurde sie ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Hintergründe dieses Mordes aber auch etlicher weiterer tragischer Gewalttaten an LGBTI-Flüchtlingen  bleiben meist außen obwohl es einige Vereine gibt, die sich speziell für LGBTI-Flüchtlinge einsetzen, wird das Thema nach wie vor tabuisiert. Es finden sich kaum offizielle Zahlen, die sich damit auseinandersetzen; kaum Betroffene, die sich trauen mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen; und vor allem keine politischen Bekenntnisse seitens der Bundesregierung etwas an der Situation zu ändern. Diesen Eindruck bestätigt auch die Politikwissenschafterin und Gründerin des Vereins&lt;a href=&quot;http://www.migay.at/&quot;&gt; MiGaY&lt;/a&gt;, Ewa Dziedzic: „Wenn man das politisch kommuniziert, wird dir gesagt, dass du dich mit Orchideenthemen auseinandersetzt, die ein paar Opfer betreffen.“ Das ist auch mit ein Grund, wieso sich sowohl die Medienberichterstattung als auch die Ermittlungen der Polizei kaum auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen fokussieren, welche transidente Flüchtlinge ausgrenzen und diskriminieren. Trotz dieser fehlenden Informationen sind sich viele politische Aktivist_innen einig: Die Probleme sind in der Asylpolitik zu finden, in den Flüchtlingsheimen, in der fehlenden Infrastruktur. Vor allem drei zentrale Forderungen werden in diesem Zusammenhang immer wieder laut:&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;GESICHERTER WOHNRAUM.&lt;/strong&gt; Handes erste Anlaufstelle war – wie für viele andere Flüchtlinge in Österreich auch – das Flüchtlingslager Traiskirchen. Ein Ort, den viele mit Negativerfahrungen in Verbindung bringen. Eine Kritik, die selten auftaucht, ist jene der sexuellen und diskriminierenden Gewalterfahrungen, welche LGBTI-Personen und Frauen in diesem Umfeld erfahren: Was es hier braucht, sind Alternativen, so Ewa Dziedzic: „Wenn Flüchtlinge nach Österreich kommen und es klar ist, dass der Fluchtgrund ihre sexuelle Identität ist, muss sicher gestellt werden, dass diese Personen nicht in einem Flüchtlingsheim  mit vielen anderen Flüchtlingen, die womöglich homophob oder transphob sind, landen und die Betroffenen so nochmals retraumatisierend dieser Ausgrenzung ausgesetzt sind.“ Die Forderung: Gesicherter Wohnraum, zum Beispiel in Form von Wohngemeinschaften. Dafür braucht es Geld. Doch solange das Problem tabuisiert wird, fehlt auch das dringend notwendige Budget.&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;UNTERSTÜTZENDE BERATUNG.&lt;/strong&gt; Ein diskriminierendes Umfeld findet sich natürlich nicht nur in Flüchtlingsheimen, auch von Seiten der Asylbehörden sowie von ungeschulten Berater_innen kann Homophobie und Transphobie ausgehen. Die aktuell diskutierte Einführung eines Schnell-Asylverfahren, welches auch die Beratungstätigkeit in den Asylbehörden selber verankert sehen möchte, anstatt sie – wie bisher – an unabhängige Beratungsstellen auszulagern, würde diese Probleme verschärfen. Zudem kommen Flüchtlinge oft in entlegenen Orten unter, in der eine beratende und unterstützende Infrastruktur für LGBTI-Flüchtlinge vollends fehlt. Auch Ewa Dziedzic betont die Wichtigkeit einer Eingliederung in die LGBTI-Community: „Es ist das Beste, was Menschen passieren kann, dass sie sich irgendwo aufgefangen fühlen und ihre Erfahrungen mit Menschen teilen können, die eine größere Sensibilität haben als Behörden oder die eigene Herkunfts-Community in Österreich.“ Hande hat diesen Sprung in Wien geschafft, doch die Rahmenbedingungen, die sie ausreichend schützen hätten konnten, fehlten.  &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;&lt;strong&gt;LEGALE ARBEIT. &lt;/strong&gt;„Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit“, so heißt es im &lt;a href=&quot;http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger&quot;&gt;Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte&lt;/a&gt;. Auf Grund der diskriminierenden Erfahrungen in den zugeteilten Unterkünften entscheiden sich LGBTI-Flüchtlinge oft dafür den Weg alleine zu gehen. Sie flüchten erneut. Doch durch das Verlassen der Unterkünfte fallen Krankenversicherung und die finanzielle Unterstützung weg. Gleichzeitig gibt es keine Möglichkeit legal einer Arbeit nachzugehen. Hande verdiente ihren Lebensunterhalt daher durch Sexarbeit. Nicht nur für sie war dies eine enorm prekäre und von Gewalt sowie Diskriminierung geprägte Situation, die gleichzeitig im Widerspruch zu Artikel 23 steht. Der Zugang zu legaler Arbeit muss für alle in Österreich lebenden Menschen Gültigkeit besitzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Politik reagiert kaum auf die Probleme, mit denen LGBTI-Flüchtlinge zu kämpfen haben. Die Forderungen, die schon seit langem und nun erneut wieder von verschiedenen Vereinen an die Bundesregierung herangetragen werden, bleiben auch nach dem Mord von Hande ungehört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Valentine Auer ist freiberufliche Journalistin und studiert Theater-, Film- und Medientheorie.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Asyl in Not: &lt;a href=&quot;http://www.asyl-in-not.org/&quot;&gt;www.asyl-in-not.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;MiGaY: &lt;a href=&quot;http://www.migay.at/&quot;&gt;www.migay.at&lt;/a&gt; Facebook: &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/migay.at&quot;&gt;https://www.facebook.com/migay.at&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p dir=&quot;ltr&quot;&gt;Nachruf der Solidaritätsgruppe für LGBTI AsylantInnen und MigrantInnen Têkoşîn: &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/2000011043534/Hande-die-ermordete-Frau-aus-Ottakring&quot;&gt;http://derstandard.at/2000011043534/Hande-die-ermordete-Frau-aus-Ottakring&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 31 Mar 2015 10:29:18 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Carla</dc:creator>
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 <title>„Das Unbekannte mit offenen Armen willkommen heißen“</title>
 <link>https://progress-online.at/artikel/%E2%80%9Edas-unbekannte-mit-offenen-armen-willkommen-hei%C3%9Fen%E2%80%9C</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-images field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div id=&quot;file-1698&quot; class=&quot;file file-image file-image-jpeg&quot;&gt;

        &lt;h2 class=&quot;element-invisible&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/file/1698&quot;&gt;brut imagetanz_Nuria Güell_Bild vom Projekt -Too Much Melanin- bei der Götebrug Biennale 2013_Copyright Nuria Güell_3.jpg&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
    
  
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt;
    &lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/brut%20imagetanz_Nuria%20G%C3%BCell_Bild%20vom%20Projekt%20-Too%20Much%20Melanin-%20bei%20der%20G%C3%B6tebrug%20Biennale%202013_Copyright%20Nuria%20G%C3%BCell_3.jpg?itok=4hxhWZwt&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;213&quot; alt=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot; title=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot; /&gt;  &lt;/div&gt;

  
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-autor-in field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;AutorInnen:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/autorinnen/katja-kr%C3%BCger&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Katja Krüger&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/asyl&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Asyl&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/asylrecht&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Asylrecht&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/rassismus&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Rassismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/tags/arbeitsmarkt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Arbeitsmarkt&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-shariff field-type-shariff field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;div class=&quot;shariff&quot;  data-services=&quot;[&amp;quot;twitter&amp;quot;,&amp;quot;facebook&amp;quot;]&quot; data-theme=&quot;colored&quot; data-orientation=&quot;horizontal&quot; data-lang=&quot;de&quot; data-url=&quot;https://progress-online.at/artikel/%E2%80%9Edas-unbekannte-mit-offenen-armen-willkommen-hei%C3%9Fen%E2%80%9C&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;„Möchten Sie mit einem Asylbewerber Verstecken spielen?“ Dieser Tage kommt es vor, dass man auf dem Weg von der U-Bahn zum mobilen Stadtlabor der Technischen Universität angesprochen wird, um im Resselpark &lt;a href=&quot;http://www.brut-wien.at/programm/detail/1164/de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;an einem besonderen Versteckspiel&lt;/a&gt; teilzunehmen. Hintergrund ist eine Performance im Rahmen des imagetanz 2015.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter dem Titel „Organized Disintegration“ gestaltet Núria Güell ein Versteckspiel im Resselpark. Die Künstlerin aus Barcelona widmet sich dabei Asylsuchenden in Österreich und ihrer Position am Arbeitsmarkt. Es geht um Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit dieser Personen, eben: hide &amp;amp; seek, wie das Versteckenspiel im Englischen heißt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ARBEITSMARKT.&lt;/strong&gt; Die rechtliche Lage von arbeitssuchenden Asylsuchenden ist verstrickt und kompliziert. Peter Marhold von &lt;a href=&quot;http://www.google.com/url?q=http%3A%2F%2Fwww.helpinghands.at&amp;amp;sa=D&amp;amp;sntz=1&amp;amp;usg=AFQjCNGjnLlzabV5Hg_vs4Si3jbx2R0lPA&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;helping hands &lt;/a&gt;hat versucht, einen Leitfaden für genau diese Problematik anzufertigen und musste einsehen, dass selbst erfahrene Jurist*innen ihm dabei nicht helfen konnten. Zu ungenau seien die diesbezüglichen Gesetze. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass am Arbeitsmarkt kein Platz für Asylsuchende ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anstellungsverhältnisse sind illegal. Es gibt mit einer speziellen Erlaubnis die Möglichkeit nach drei Monaten Aufenthalt im Land Saisonarbeit im Tourismusbereich oder in der Landwirtschaft zu verrichten. Der einzige sonstige Ausweg ist die Selbstständigkeit, wodurch prekäre Verhältnisse vorprogrammiert sind. Nur über Werkverträge dürfen Asylsuchende längerfristig Geld verdienen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot; title=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot;   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/verstecken2.jpg?itok=wVKf_M5K&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;UNGLEICHE MACHTVERTEILUNG&lt;/strong&gt;. Núria Güell musste sich für ihr Projekt auch hauptsächlich mit rechtlichen Gegebenheiten auseinandersetzen. Das Festival für Choreografie, Performance und unheimliche Körper zeigt mit diesem Spiel die eindeutige Machtverteilung. Asylwerber*innen verstecken sich, Passant*innen und Festivalbesucher*innen können dann nach ihnen suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Asylsuchende sind es gewohnt, sich innerhalb der Gesellschaft unsichtbar machen zu müssen. Die Praxis am Arbeitsmarkt ist nur eins von vielen Beispielen, die diese Fähigkeit erfordern. Das Resultat daraus ist Abschottung, Kriminalisierung und Langeweile. Amine, der auch schon beim Refugee Protest Camp mitgewirkt hat, beschreibt die fehlende Tagesstruktur und das lange Warten als extrem zermürbend. Er ist überzeugt, dass die Gesetzgebung Asylsuchende dazu bringt, den Prozess des Asylantrags frühzeitig abzubrechen und aufzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ÖFFNUNG DES ARBEITSMARKTES.&lt;/strong&gt; Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, sieht in dieser Causa dringenden Handlungsbedarf. Der Arbeitsmarkt müsse unbedingt geöffnet werden, zumindest aber nach drei Monaten Aufenthalt. Das fordert er auch für Ausbildungen. Das emotional aufgeladene Thema wird immer wieder von Politiker*innen instrumentalisiert. Nicht zuletzt, da sehr viele Österreicher*innen ebenfalls einen Job suchen. Die Meinung, dass eine Öffnung des Arbeitsmarktes einen zahlenmäßigen Anstieg der Asylsuchenden in Österreich bedeuten würde, hält sich hartnäckig. Gleichzeitig wären Abschiebungen schwieriger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot; title=&quot;Foto: Eva Ludwig-Glück Brut Wien&quot;   class=&quot;media-element file-default&quot; typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://progress-online.at/files/styles/article-image_mobile/public/imagetanz1.jpg?itok=TLmsUSuJ&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Asylwerber*innen geht es nicht nur um das Geld, das sie potentiell verdienen würden. Sie haben ein Gefühl der Sinn- und Zwecklosigkeit. Berichte aus Traiskirchen bezeugen immer wieder, dass Langeweile und Ziellosigkeit psychisch erdrückend sind. Umso mehr freuen sich die Asylsuchenden, die an „Organized Disintegration“ teilnehmen, über die Möglichkeit Kontakt zu Mitmenschen zu finden und über ihr Anliegen zu informieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ZWISCHENWELT. &lt;/strong&gt;Das mobile Stadtlabor vor der TU ist wie gemacht dafür, Ausgangs- und Treffpunkt des Spiels zu sein. Das Gebilde aus Seecontainern ist eine öffentliche Intervention zwischen U-Bahn-Station und Universitätsgebäude. Es ist temporär und mobil. Die einzelnen Stücke hatten in ihrem früheren Dasein ganz andere Aufgaben: Sie transportierten die verschiedensten Konsumgüter von A nach B, bevor sie schließlich im Resselpark landeten. Man könnte sagen, sie sind gestrandet. Genauso fühlen sich auch viele Asylsuchende in Wien. Sie befinden sich in einer Zwischenwelt, leben oft gezwungenermaßen parallel zur Mehrheitsgesellschaft. Sie müssen sich die Zeit bis zum Asylbescheid vertreiben und versuchen neben der Jobsuche ihre Chancen zu erhöhen, indem sie zum Beispiel Deutsch lernen oder sich andere Fähigkeiten aneignen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;RASSISMUS.&lt;/strong&gt; Das Hauptproblem neben der unübersichtlichen rechtlichen Situation in Österreich ist der hier institutionalisierte Rassismus. Außerdem werden die wenigen Jobs, die tatsächlich an Asylsuchende herangetragen werden, an diejenigen vergeben, die sie für den niedrigsten Lohn machen. Bei Werkverträgen gibt es keinen Mindestlohn – es zählt nicht die Zeit, die für die Tätigkeit aufgebracht werden muss, sondern lediglich das „Werk“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob Núria Güell einen Weg gefunden hat, diese Gesetze zu unterwandern? Ihre klare Antwort lautet: nein. Genau deswegen hat sie das Projekt „Organized Disintegration“ umgesetzt. Die unfairen Gesetze kann man nicht durch einen einfachen Trick umgehen. Man solle politisch aktiv werden und mit Asylwerber*innen arbeiten. Jede*r kann sie auf Werkvertragsbasis beschäftigen, solange die Gesetze der „Neuen Selbstständigkeit“ eingehalten werden, doch das reicht nicht. Es fehlt ein Bewusstsein dafür, dass Arbeit ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Selbstwertgefühls ist. Güells Aufgabe ist erfüllt, wenn sie einige wenige Leute auf die Lebensrealitäten von Asylsuchenden aufmerksam macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Katja Krüger ist Unternehmerin und studiert Gender Studies an der Universität Wien.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 24 Mar 2015 07:41:29 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Bianca</dc:creator>
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